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Urteil in Teamorder-Affäre Ferrari kommt mit Geldstrafe davon


Ferrari-Pilot Massa hatte beim Hockenheim-Rennen seinen Teamkollegen Alonso angeblich auf Anweisung überholen lassen und ihm damit den Sieg geschenkt. Jetzt urteilte die FIA: Ferrari darf die Punkte behalten, es bleibt bei der 100.000-Dollar-Strafe.

Die Teamorder-Affäre beim Hockenheim-Rennen bleibt für den Formel-1-Rennstall Ferrari ohne dramatische Folgen. Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobilverbands FIA bestätigte in Paris lediglich das bereits von den Rennkommissaren verhängte Bußgeld von 100.000 Dollar - die Punkte in der WM-Wertung dürfen die Italiener behalten.

Ferrari-Pilot Felipe Massa hatte beim Großen Preis von Deutschland seinen Teamkollegen Fernando Alonso angeblich auf Anweisung überholen lassen und ihm damit den Sieg geschenkt. Eine derartige Teamorder ist seit 2002 verboten.

Auch WM-Ausschluss drohte

Direkt nach dem Grand Prix in Hockenheim am 25. Juli hatten die Streckenrichter Ferrari für das dubiose Manöver in der 49. Runde zu einem Bußgeld von umgerechnet 77.500 Euro verurteilt. Zudem verwiesen die Kommissare den Fall an den Weltrat. Gemäß dem FIA-Regelwerk wären weitere Strafen von Punktabzug über eine Sperre bis hin zum WM-Ausschluss möglich gewesen.

Der Rennstall hatte eine Teamorder stets bestritten. Mit Funksprüchen seien die beiden Piloten lediglich auf die aktuelle Rennsituation hingewiesen worden, beteuerte Teamchef Stefano Domenicali. Die Aktion hatte in der Formel 1 eine heftige Debatte über den Sinn des Teamorder-Verbots ausgelöst.

DPA/SID/fw DPA

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