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1. Bundesliga: Borussia Dortmund schlägt den 1. FC Köln mit 5 -0

Wenn dich einer schlägt dann halte auch die andere Wange hin. Nach diesem biblischen Motto handelte der 1. FC Köln beim Gastspiel in Dortmund. Ohne Gegenwehr und mit nur einem eigenen Torschuss ließen sich die Geißböcke vom spielfreudigen BVB vorführen und erlaubten den Borussen, sich den Champions League-Frust von der Seele zu schießen.

Die Wiedergutmachung für die blamable Champions League-Schlappe in Piräus ist Borussia Dortmund im Heimspiel gegen den 1. FC Köln eindrucksvoll gelungen.

Gegen desolate Geißböcke, die sich ohne Mumm und Gegenwehr in ihr Schicksal ergaben und selbst gerade einmal einen einzigen Torschuss hinbekamen, hatte der BVB aber auch leichtes Spiel und konnte ein souveränes 5:0 herausschießen.

Shinji Kagawa (7.) hatte den BVB mit dem schnellsten Treffer des Clubs in dieser Saison eingeleitet, Marcel Schmelzer (25.), Robert Lewandowski (44./50.) und Sebastian Kehl (66.) den Kantersieg vollendet.

Während sich der BVB mit nun 19 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz verbessern konnte, verärgerte der 1. FC Köln mit dem peinlichen Auftritt seine Fans und darf froh sein, dass Dortmund nicht noch zwei oder drei Tore mehr erzielt hatte. Die Möglichkeiten wären vorhanden gewesen – das Torschussverhältnis betrug am Ende der Partie 26:1 zugunsten der Borussen.

Köln baut rechte Seite um

Beide Teams hatten umgestellt. Jürgen Klopp ersetzte in seinem 4-2-3-1 den gesperrten Ivan Perisic durch Kevin Großkreutz und gab Sebastian Kehl im defensiven Mittelfeld den Vorzug vor Ilkay Gündogan. Auf Kölner Seite hatte sich Miso Brecko verletzt abmelden müssen. Für ihn rückte Sascha Riether auf die rechte Außenbahn und wurde im Mittelfeld des 4-4-1-1-Systems von Stale Solbakken von Adam Matuschyk vertreten.

Köln ergibt sich in sein Schicksal

Und genau über die umformierte rechte Abwehrseite der Kölner fiel die schnelle Führung der Gäste. Mats Hummels hatte mit einem langen Ball den links startenden Großkreutz steil geschickt. Nachdem dieser bis zur Grundlinie durchgelaufen war, bediente er den am Fünfer in Position gelaufenen Kagawa, der den ersten Angriff der Borussia mit links zum 1:0 abschloss.

Der frühe Rückstand schien die ohnehin behäbigen Kölner noch weiter zu lähmen. Das Spiel lief komplett an ihnen vorbei, ihre Passivität und die fehlende Aggressivität ermöglichten den starken Hausherren Angriff um Angriff - in der Mehrzahl eingeleitet von Hummels, der in der Defensive beschäftigungslos war und sich so in den Spielaufbau einschalten konnte. Da seine Vorderleute ihren Gegenspielern zuviel Raum ließen, bekam Michael Rensing mehrfach Gelegenheit sich auszuzeichnen. Mit einer tollen Flugeinlage hatte der Keeper einen Kehl-Schuss noch aus dem Eck boxen können.

Doch dann zog er gegen Schmelzer den Kürzeren. Erneut hatte Hummels einen Angriff eingeleitet, über Kagawa, Götze und Bender kam der Ball zu Schmelzer, dessen Schlenzer aus 15 Metern zum 2:0 in den rechten oberen Torwinkel segelte. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte dann Lewandowski mit dem 3:0 noch dafür, dass sich der Klassenunterschied zwischen beiden Teams auch im Ergebnis noch deutlicher niederschlug. Über Lukasz Pisczek war der Ball zu Bender gekommen, der von rechts in den Strafraum gehen konnte und Lewandowski sah, der ohne Mühe aus vier Metern einschoss.

Dortmund legt noch zweimal nach

Solbakken reagierte zur Pause, brachte Odise Roshi für Slawomir Peszko. Doch am Spielverlauf änderte sich nichts. Dortmund konnte weiter nach Belieben schalten und walten, Großkreutz den Ball per Kopf in den Lauf von Lewandowski legen und der aus zwölf Metern flach zum 4:0 vollstrecken.

Das Spiel war natürlich entschieden und bezog in der letzten halben Stunde seine Spannung lediglich aus der Frage, ob der BVB noch weiter nachlegen und der 1. FC Köln wenigstens einen einzigen Torschuss würde abgeben können. Doch zu Letzterem sollte es erst in der 86. Minute kommen, als Lukas Podolski von der Strafraumgrenze das Tor verfehlt hatte.

Zuvor hatte der BVB schon längst den 5:0-Endstand hergestellt und den vierten Bundesliga-Sieg in Folge unter Dach und Fach gebracht. Der für Götze eingewechselte Jakub Blaszczykowski flankte gefühlvoll an den Elfmeterpunkt geflankt, wo Kehl per Kopf unbedrängt seinen ersten Saisontreffer erzielen durfte.

Malte Asmus 

sportal.de / sportal

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