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1. Bundesliga: Die letzten Bundesliga-Wechsel vor Transferschluss im Überblick

Einen Abgang von Michael Ballack in der Winterpause wird es nicht geben, stattdessen präsentierte Bayer Leverkusen einen Neuzugang: Vedran Corluka kommt von Tottenham Hotspur zur Werkself. 

Die Spekulationen um einen möglichen Wechsel von Michael Ballack in der Winterpause sind beendet. Er wird bei Bayer Leverkusen bleiben. "Er wird seinen Vertrag bis 30. Juni aber nicht absitzen", betonte sein Berater Michael Becker.

Der Anwalt aus Luxemburg verwies mit Nachdruck darauf, dass der Ballack seiner aktuellen beruflichen Aufgabe nach wie vor mit vollem Ehrgeiz nachkommen werde. "Da gibt es die beiden Champions-League-Spiele gegen den FC Barcelona. Vielleicht braucht man ihn da noch. Und auch in der Bundesliga gibt es noch Ziele", ergänzte Becker.

Zuletzt hatte der Mannheimer Morgen Ballack bei Real Mallorca ins Gespräch gebracht - das ist kein Thema mehr "und war nie ein Thema. Deswegen stellte sich das für uns auch nicht", so Becker. Stattdessen nannte der Berater bei Spiegel Online mögliche andere Arbeitgeber für Ballack nach dessen Bayer-Ära: "Er könnte nach der Zeit in Leverkusen nach China, Arabien und in die USA gehen. Da kann sich jeder selbst überlegen, was er wohl machen wird."

Corluka wird von Tottenham Hotspur ausgeliehen 

Statt des Abgangs von Michael Ballack verkündete Leverkusen die Verpflichtung von Vedran Corluka. Der kroatische Nationalspieler spielte zuletzt bei Tottenham Hotspur und wird bis zum Ende der Saison ausgeliehen. Bayer sicherte sich zudem die Option, Corluka längerfristig unter Vertrag zu nehmen. "Vedran Corluka ist ein gestandener Profi, der unserer Mannschaft sofort einen Qualitätsschub geben kann", freute sich Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.

Sportdirektor Rudi Völler hob die Vielseitigkeit Corlukas hervor: "Corluka bringt die Erfahrung von 52 Länderspielen mit nach Leverkusen und passt genau in unser Anforderungsprofil. Er ist nicht nur auf der rechten Seite einsetzbar, sondern auch als Innen- oder linker Außenverteidiger. Wir sind sehr froh, dass wir diese Verpflichtung realisieren konnten."

Santini soll Cissé ersetzen

Nach dem Verlust von Papiss Demba Cissé hat der SC Freiburg noch eine Alternative für den Angriff verpflichtet. Der kroatische Mittelstürmer Ivan Santini wechselt zunächst auf Leihbasis von NK Zadar zu den Breisgauern. Nach eigenen Angaben kann der Sport-Club den 22-Jährigen nach der Saison per Kaufoption an sich binden.

"Ivan ist ein wuchtiger Stürmer, der für seine Größe sehr schnell ist und über gute Abschlussqualitäten verfügt", beschrieb Sportdirektor Dirk Dufner auf der Freiburger Homepage den Neuzugang. Santini spielte 2009 ein halbes Jahr lang für den FC Ingolstadt, konnte sich dort aber nicht durchsetzen. In der laufenden Saison führt er die Torjägerliste der kroatischen Liga mit zehn Treffern an.

Der 1,90 Meter große Angreifer ist nach Sebastian Freis (1. FC Köln), Fallou Diagné (FC Metz), Karim Guédé (Slovan Bratislava) und Michael Lumb (Zenit St. Petersburg) bereits der fünfte Freiburger Neuzugang dieser Winterpause.

Happy End in Kaiserslautern

Der Wechsel von Ariel Borysiuk von Legia Warschau zum 1. FC Kaiserslautern ist nun doch perfekt. Der 20-jährige Mittelfeldspieler erhielt einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2016. Am Vortag hatten die Roten Teufel noch gemeldet, dass Borysiuk ein Angebot des belgischen Erstligisten FC Brügge von Trainer Christoph Daum vorgezogen hätte - obwohl er sich bereits mit dem FCK einig gewesen war.

Damit schien bereits der zweite sicher geglaubte Transfer in der Winterpause im letzten Moment zu platzen, nachdem Gary Kagelmacher zuvor doch zum französischen Zweitligisten AS Monaco gewechselt war. Borysiuk hat 90 Partien in der polnischen Eliteliga absolviert und für Warschau in insgesamt 15 Europa-League-Partien gespielt. "Dass Ariel Borysiuk im Alter von 20 Jahren das alles absolviert hat, zeugt von seiner Qualität", sagte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz über den Neuzugang.

Hoffenheim nimmt Lakic unter Vertrag

1899 Hoffenheim hat nach dem Transfer von Vedad Ibisevic zum VfB Stuttgart mit Srdjan Lakic einen neuen Offensivspieler präsentiert. Der 28-Jährige spielt zunächst auf Leihbasis bis Saisonende im Kraichgau.

"Wir freuen uns, dass wir eine für alle Seiten vorteilhafte Lösung gefunden haben. Felix Magath hat letztendlich Grünes Licht gegeben", sagte Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp der Rhein-Neckar-Zeitung.

Noch am Vortag war 1899-Manager Ernst Tanner überzeugt gewesen, dass der angestrebte Transfer "aus wirtschaftlichen Gründen" geplatzt sei. Aber offensichtlich konnte Hopp im Beisein eines der Hoffenheimer Geschäftsführer VfL-Trainer Magath, VW-Boss Martin Winterkorn und den VfL-Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz im entscheidenden Moment fernmündlich überzeugen: Ein Agreement auf allerhöchster Ebene nach insgesamt zwölfstündigem Gesprächs-Marathon.

Nach einem Medizincheck von Lakic sollte rechtzeitig zum Ablauf der Wechselfrist entschieden werden, ob der Kroate einen längerfristigen Vertrag erhält. Eine Kaufoption oder ein Vorkaufsrecht hat Hoffenheim an dem ehemaligen Torjäger des 1. FC Kaiserslautern nicht.

Verstärkung für Bremen und Köln 

Am Vortag hatte Werder Bremen bereits den Transfer von Österreichs Nationalspieler Zlatko Junuzovic endgültig eingetütet. Er unterschrieb einen Vertrag bis 2015. Zuvor hatte der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler den Medizincheck bestanden. "Werder soll der nächste Schritt in meiner Karriere werden", verkündete Junuzovic.

Der 1. FC Köln hat sich die Dienste des nordkoreanischen Mittelstürmers Chong Tese vom VfL Bochum gesichert. "Der Spieler ist enorm kopfballstark und hat einen guten Torinstinkt. Wir sind froh, dass wir uns über den Transfer von Chong Tese mit dem VfL Bochum verständigen konnten und dass wir weitere Qualität für den Offensivbereich dazugewonnen haben", erklärte Sportdirektor Volker Finke in einer Pressemitteilung.

sportal.de / sportal

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