HOME

1. Bundesliga: Podolski zeigt sich enttäuscht vom 1. FC Köln

Enttäuscht gab sich Lukas Podolski nicht nur wegen eines verlorenen Spiels bei Werder Bremen. Im Interview nach der Partie machte der Stürmer seiner Gefühlslage beim 1. FC Köln Luft und warnte seinen eigentlichen Herzensclub, dass das gemeinsame Bündnis nicht auf ewig dauern könnte.

Sein Frust nach dem 2:3 in Bremen war sicher nur zu einem kleinen Teil auf das Ergebnis bezogen: Lukas Podolski ließ nach dem Spiel seinen Gefühlen freien Lauf und redete sich die Enttäuschung der letzten Monate beim 1. FC Köln von der Seele.

"Wenn eine Anfrage kommt, und die werden bestimmt kommen, dann muss man eine Entscheidung treffen, auch für sich alleine", sagte der Nationalstürmer in einem Interview mit Sky. Ihm fehle der Rückhalt im Club, klagte der Angreifer. Versprechen seien nicht eingehalten worden.

"Ich werde mir meine Gedanken machen"

"Ich wollte ein Zeichen setzen", erklärte der Stürmer in Bremen seine Drohung via Pay-TV. Podolski ist ganz offensichtlich unzufrieden mit den Verantwortlichen des 1. FC Köln. Der sensible Stürmer fühlt sich nicht ausreichend geschätzt und zeigt sich - angesichts der entzogenen Kapitänsbinde - auch nachtragend.

"Wenn es auf die Zielgerade geht, wird man bestimmt Gespräche mit dem Verein führen", sagte der Stürmer: "Ich werde mir meine Gedanken machen mit meiner Familie, und dann wird man gucken, wohin der Weg geht."

Noch gibt es kein offizielles Angebot, doch die Gerüchte über das Interesse von Clubs wie FC Arsenal, Lokomotive Moskau und neuerdings AC Mailand nehmen zu. Mit seiner Leistung in Bremen, der Vorlage zum ersten Kölner Treffer und seinem neunten Saisontor, dürfte er die Begehrlichkeiten noch gesteigert haben.

Mögliche Ablöse das Zünglein an der Waage?

"Ich habe immer wieder betont, dass mir nicht nur in der Kapitänentscheidung, sondern auch in anderen Dingen der Rückhalt der Verantwortlichen gefehlt hat", sagte Podolski: "Und dazu stehe ich immer noch heute." Der Entzug der Binde wirkt offensichtlich länger nach als die Club-Verantwortlichen gedacht haben. Der Verein steht nun auch vor einem finanziellen Problem: Podolskis Vertrag in Köln läuft noch bis Juni 2013, so dass die Zeit begrenzt ist, in welcher der Club mit einer Ablöse noch Geld verdienen kann.

Die 2:3-Niederlage in Bremen dürfte Podolski noch in seiner Ansicht bestärkt haben, dass der 1. FC Köln nicht wie erhofft auf dem Weg zu einer Spitzenmannschaft ist. Etwas kompliziert formulierte der Angreifer seine Klage: "Wenn man von Bayern nach Köln kommt und dann von den Verantwortlichen gesagt bekommt, wir haben einen Weg für die nächsten fünf Jahre, wir wollen nach Europa und wir wollen das und das aufbauen, und ... das nach zwei Jahren nicht mehr funktioniert", dann sei man als Spieler enttäuscht.

sportal.de / sportal

Wissenscommunity