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16. Spieltag: Gipfeltreffen in der Bundesliga

Der 16. Spieltag steht im Zeichen der beiden absoluten Topduelle: Die Bayern treffen auf den Schwaben-Express des VfB und Tabellenführer Bremen muss sich beim Tabellendritten aus Leverkusen bewähren.

FC Bayern München - VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr)

Der Zittersieg über Anderlecht hat beim FC Bayern nicht für Aufbruchstimmung gesorgt. "Man muss das Schlimmste befürchten", sagte Präsident Beckenbauer mit Blick auf den Gipfel gegen Stuttgart. Im Falle der ersten Heimniederlage würde der Abstand zum Tabellenführer auf neun Punkte anwachsen. Trainer Hitzfeld muss erneut auf Kovac verzichten. Der VfB will nach zuletzt vier sieglosen Spielen auch ohne Soldo und Bordon mal wieder ein Ausrufezeichen setzen - jenseits des Rasens ist das mit der Zusage von Kuranyi bereits gelungen.

Bayer Leverkusen - Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr)

Im Duell der zweitbesten Abwehr gegen den besten Sturm der Bundesliga werden wichtige Weichen in Richtung Titelkampf gestellt. Schließlich darf der Sieger der Partie von der Tabellenführung träumen. Nach zuletzt drei Unentschieden forderte Bayer-Coach Augenthaler vor dem Hinrunden-Kehraus gegen Bremen und Stuttgart sechs Punkte. Die Gäste konnten bisher noch kein Duell mit einem Spitzenteam gewinnen und bangen um den Einsatz von Abwehrspieler Krstajic.

1. FC Kaiserslautern - FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr)

Das Duell der Zwillinge Altintop gerät angesichts der aktuellen Probleme nur zum Randaspekt. Nach heftigem Streit zwischen Jäggi und Briegel verhalf die Jahreshauptversammlung zu einer Versachlichung und damit zu einer verstärkten Konzentration auf rein sportliche Dinge. "Bei null Punkten wird es wieder ein kräftiges Gewitter geben", sagte Jäggi vor den Spielen gegen die Revierclubs Schalke und Dortmund. Die Pfälzer sind gewarnt: Nach zwei Siegen reisen die Gäste mit neuem Selbstvertrauen an.

Hertha BSC Berlin - TSV München 1860 (Samstag, 15.30 Uhr)

Nach dem 1:1 in Dortmund will Hertha einen weiteren Schritt aus der Krise tun. Im ersten Heimspiel für den Stevens-Nachfolger Thom ist ein Sieg auch ohne Dardai und Luizao für die heimschwächste Mannschaft der Liga Pflicht. Nicht minder groß ist die Not beim einstigen Thom-Gefährten Götz: Verliert das Team des ehemaligen Hertha-Trainers das fünfte Auswärtsspiel, geht das große Zittern in Sachen Abstiegskampf los. Nach vier sieglosen Partien ruhen die Hoffnungen auf Rückkehrer Lauth, der seine Sperre abgebüßt hat.

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Hansa Rostock - 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr)

Das Rostocker Vorweihnachtsmärchen soll weitergehen. Nach zuletzt vier Siegen strotzen die Schützlinge von "Heilsbringer" Schlünz vor Selbstvertrauen. Der Hansa-Coach wird deshalb gegen Köln zum fünften Mal in Folge mit der selben Elf beginnen. Von einer solchen Erfolgsstory können die Kölner derzeit nur träumen. Neben Freiburg ist das Tabellen-Schlusslicht als einziges Bundesliga-Team noch ohne Auswärtssieg. Wie schon im rheinischen Duell mit Leverkusen muss sich FC-Kapitän Lottner zunächst mit einem Platz auf der Bank begnügen.

Hamburger SV - SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Um gegen Freiburg zu punkten, müsste der HSV seine Torkrise beenden. Denn in den letzten vier Pflichtspielen reichte es gerade zu zwei Toren. Jarolim kehrt nach Wadenverletzung in die Stammelf zurück, dennoch fehlen weiterhin sieben verletzte Profis. Die Chancen auf den vierten Heimsieg stehen dennoch nicht schlecht: Schließlich haben die Freiburger 19 ihrer 21 Punkte daheim geholt und warten noch immer auf den ersten Auswärtssieg. SC-Coach Finke beklagt den Ausfall von Zkitischwili, Bajramovic und Coulibaly sind fraglich.

VfL Bochum - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)

Weniger die Qualität des Gegners als vielmehr der Gesundheitszustand einiger an einer Grippe erkrankten Profis bereitet Neururer Kopfzerbrechen. "Allein sieben Spieler hingen am Tropf", klagte der VfL-Coach am Donnerstag. Bis auf den verletzten Kalla, der nach einem Verstoß gegen die Medikamenten-Meldepflicht zwei Tage vor dem Spiel gegen Frankfurt für Aufregung sorgte, sollen jedoch alle Bochumer zur Verfügung stehen. Dagegen muss Gäste-Coach Reimann voraussichtlich auf sechs Spieler verzichten.

VfL Wolfsburg - Hannover 96 (Sonntag, 17.30 Uhr)

Im Duell der schlechtesten Abwehrreihen geht es um die Vormachtstellung in Niedersachsen. Mit einem Sieg in der zum zweiten Mal ausverkauften Volkswagen-Arena könnte Hannover an Wolfsburg vorbeiziehen. Während VfL-Coach Röber dem Derby sorgenfrei entgegensieht, plagen Rangnick personelle Probleme. Konstantinidis und Dabrowski konnten nur Lauftraining absolvieren, Christiansen und de Guzman brachen das Training ab. Alle vier sollen aber bis Sonntag wieder fit sein.

Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund (Sonntag, 17.30 Uhr)

Liebend gern würde sich der BVB für die 1:2-Pokalschlappe auf dem Bökelberg Ende Oktober revanchieren. Doch die anhaltende Personalnot drückt mächtig aufs Gemüt. Bei einer neuerlichen Niederlage droht dem BVB die schlechteste Auswärtsbilanz seit 20 Jahren und sogar der Fall aus den UEFA-Cup-Rängen. Zwar kehrt der zuletzt gesperrte Kehl ins Team zurück, dafür ist der Einsatz von Angreifer Ewerthon fraglich. "Fohlen"-Coach Fach, der die Partie zur "wichtigsten der Hinrunde" erklärte, muss auf den gesperrten Strasser verzichten.

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