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2. Bundesliga: Düsseldorf und St. Pauli siegen - Rostock träumt von Klassenerhalt

Fortuna Düsseldorf hat Platz drei verteidigt und feierte im Spiel gegen den FSV Frankfurt einen Zittersieg. Ebenfalls Dusel hatte der FC St. Pauli, der gegen Union Berlin erst in der Schlussphase den Dreier einfuhr. Beeindruckend präsentiert sich weiterhin Hansa Rostock. Die Kogge fuhr ist Ost-Derby den dritten Sieg in Folge ein.

Fortuna Düsseldorf hat im Aufstiegsrennen den Relegationsplatz verteidigt. Der Tabellendritte setzte sich mit 1:0 (0:0) gegen den FSV Frankfurt durch und gewann erstmals nach vier sieglosen Spielen. Stürmer Ranisav Jovanovic verschärfte mit seinem vierten Saisontor in der 55. Minute zugleich die Abstiegssorgen der Frankfurter, die nur noch vier Punkte Vorsprung vor Hansa Rostock auf Relegationsrang 16 haben. Der Tabellenvorletzte aus Karlsruhe spielt erst am Mittwoch und könnte sogar bis auf drei Punkte an Frankfurt herankommen.

Die Düsseldorfer waren vor 25.107 Zuschauern durchweg die dominierende Mannschaft. Die Partie fand beinahe ausnahmslos in der Frankfurter Hälfte statt. Doch im Spiel nach vorne fehlte den Gastgebern gegen einen diszipliniert verteidigenden Gegner die nötige Kreativität und Effektivität. Erst nach der Pause und dem Führungstor entwickelte Düsseldorf mehr Druck und hatte durch Jovanovic (60.), Christian Weber (69.) und Assani Lukimya (70.) weitere gute Chancen. FSV-Keeper Patric Klandt verhinderte mit seinen Paraden eine höhere Niederlage für den FSV.

Auch St. Pauli feiert

Der FC St. Pauli hat sich ebenfalls zurückgemeldet. Dank einer Energie-Leistung und eines Last-Minute-Treffers von Fin Bartels (90.+1) besiegten die Hanseaten den 1. FC Union Berlin glücklich, aber verdient 2:1 (0:1). Vor 24.487 Zuschauern hatte Max Kruse (59. Minute) zuvor die Berliner Führung durch Markus Karl (32.) egalisiert. Während St. Pauli durch den ersten Dreier nach zuvor vier sieglosen Spielen dem Aufstiegsrivalen Fortuna Düsseldorf auf den Fersen blieb, verlor Union neben den Punkten auch Maurice Trapp (64.) durch eine Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Ohne den angeschlagenen Mittelfeldstrategen Fabian Boll, aber mit dem nach viermonatiger Verletzungspause zurückgekehrten Stammtorhüter Philipp Tschauner suchten die Hausherren offensiv den Erfolg. Aber sie wurden kalt erwischt, als Karl sich gegen Moritz Volz durchsetzte und zum 0:1 einköpfte.

Nach der Pause ging der FC St. Pauli voll in die Offensive. Doch als Marius Ebbers (80.) fairerweise zugab, dass seinem vermeintlichen 2:1 ein Handspiel vorausging und Referee Tobias Welz den Treffer folgerichtig nicht gab, rechnete alles mit einem Unentschieden. Bis Bartels die St. Paulianer doch noch jubeln ließ.

Rostock wieter auf dem Vormarsch

Dank eines Last-Minute-Treffers von Dominic Peitz darf Hansa Rostock weiter auf den direkten Klassenverbleib hoffen. Der defensive Mittelfeldspieler sorgte im Ost-Derby bei Energie Cottbus in der 90. Minute für den verdienten 1:0-Sieg der Hanseaten, die in der Tabelle damit bis auf vier Zähler an den 15. Platz heranrückten. Vor rund 16.000 Zuschauern war die Mannschaft von Coach Wolfgang Wolf überlegen und feierte den dritten Erfolg in Serie. Cottbus ist nach dem siebten sieglosen Match nacheinander dagegen endgültig wieder im Abstiegskampf angekommen.

Die Gäste hätten im Stadion der Freundschaft gleich mehrfach die Führung erzielen können, aber ein überragender Energie-Schlussmann Rene Renno hielt die enttäuschenden Hausherren von Trainer Rudi Bommer im Spiel. Als sich die rund 2000 angereisten Rostock-Anhänger dann fast schon mit dem Punktverlust abgefunden hatten, schlug Peitz doch noch zu. Nach einem Eckball von Michael Blum stieg er am höchsten und überwand Renno per Kopf.

Fürth lässt Punkte liegen

Die SpVgg Greuther Fürth hat auf dem Weg in die Bundesliga zwei Punkte liegen gelassen. Der Tabellenführer der 2. Liga kam im Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig nur zu einem 0:0. Nach dem glücklichen Remis liegt das Team von Trainer Mike Büskens drei Zähler vor Verfolger Eintracht Frankfurt, der am Mittwoch gegen Ingolstadt spielt. Der engagiert kämpfende Aufsteiger aus Braunschweig war vor 20.450 Zuschauern die stärkere Mannschaft und hätte bei einer besseren Chancenverwertung den Erfolg aus dem Hinspiel wiederholen können.

In der ersten Hälfte dominierte die zweikampfstarke Eintracht deutlich. Mit ihrer aggressiven Spielweise bestimmten die Braunschweiger das Spiel. Die beste Gäste-Chance hatte bereits nach zwei Minuten Stürmer Olivier Occéan. Die Fürther spielten lange Zeit zu ideenlos und kamen auch im zweiten Durchgang kaum zu Tormöglichkeiten. Die besseren Chancen hatten weiterhin die Niedersachsen. Stürmer Dominik Kumbela (74.) verfehlte mit seinem Kopfball nur knapp das Tor.

sportal.de / sportal

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