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20. Spieltag: Bremen jagt Bayern

Bremen ist wieder dran: Mit einem ungefährdeten Sieg gegen Nürnberg hat Werder vorerst wieder zum Tabellenführer Bayern München aufgeschlossen, der erst morgen spielt. Mit ganz viel Dusel gewann Stuttgart in Duisburg. Leverkusen musste sich gegen starke Karlsruher mit einem Remis zufrieden geben.

Werder Bremen gewann gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg mit 2:0 und schloss mit dem ersten Rückrundensieg nach Punkten zum Spitzenreiter Bayern München auf. Allerdings kann der Rekordmeister mit einem Erfolg am Sonntag bei Hannover 96 den alten Abstand wieder herstellen. Die Mannschaften auf den folgenden Plätzen zeigten dagegen am 20. Spieltag Schwächen. Bayer Leverkusen verdrängte mit dem 2:2 im Verfolgerduell bei Aufsteiger Karlsruher SC den FC Schalke.04 vom dritten Platz. Die Königsblauen hatten am Freitag überraschend mit 1:2 gegen den VfL Wolfsburg verloren.

Drei Tage nach dem Uefa-Cup-Sieg gegen Braga beendete Werder Bremen auch in der Bundesliga seine Durststrecke. Nach der Gelb-Roten Karte für "Club"-Stürmer Iwan Saenko wegen Unsportlichkeit (20.) hatten die Norddeutschen leichtes Spiel, kamen durch Markus Rosenberg (30.) und Ivan Klasnic (81.) aber nur zu zwei Treffern. Nur 40 Stunden nach dem 0:1 im Uefa-Cup bei Benfica Lissabon war der 1. FC Nürnberg beim Bundesliga-Comeback von Thomas von Heesen auf der Trainerbank chancenlos. Aber auch die Bremer waren mit ihrem Spiel nicht zufrieden. Torwart Tim Wiese sagte: "Wir haben nicht gut gespielt und müssen uns mal wieder steigern."

Karlsruhe mit Aufholjagd gegen Leverkusen

Die Aufholjagd des Karlsruher SC gegen Bayer Leverkusen wurde verdientermaßen mit einem Punkt belohnt. In einer packenden Partie im Wildparkstadion machten Sebastian Freis (60.) und Joshua Kennedy (78.) das 2:2 für die Badener perfekt, nachdem Simon Rolfes (6.) und Stefan Kießling (58.) die Werkself schon auf Siegkurs gebracht zu haben schienen. Am Ende bewahrte Bayer-Torhüter Rene Adler seine Mannschaft sogar vor der drohenden Niederlage, als er kurz vor Schluss einen Kopfball mit einem atemberaubenden Reflex abwehrte.

Durch ein Tor von Neuzugang Raffael in der dritten Minute der Nachspielzeit feierte Hertha BSC einen glücklichen 1:0-Sieg gegen Arminia Bielefeld. Damit setzte der Tabellen-15. aus Ostwestfalen seine schwarze Serie auf fremden Plätzen fort. Die Berliner boten trotz des Erfolges eine schwache Vorstellung und konnten die Leistung vom 3:1 in Stuttgart nicht bestätigen.

Frankfurt spielte schwach gegen Rostock

Im dritten Spiel für Eintracht Frankfurt ging Martin Fenin erstmals leer aus - und schon riss die Siegesserie der Hessen. Nach zuletzt drei Erfolgen verlor die Eintracht bei Hansa Rostock mit 0:1. Die Mecklenburger nutzten durch den Treffer von Christian Rahn (76.) die Chance, sich etwas vom Tabellenende abzusetzen. Frankfurt zeigte nicht die Leistung der vergangenen Partien und enttäuschte die hohen Erwartungen.

Der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Stadion der Freundschaft brachte dem FC Energie Cottbus kein Glück. Der neue "Kanzler-Club", der die Regierungschefin vor Spielbeginn zum Ehrenmitglied ernannt hatte, unterlag Borussia Dortmund mit 0:2 Mladen Petric (8./84.) erzielte beide Treffer für die Westfalen und setzte sich mit elf Toren an die Spitze der Torschützenliste.

Stuttgarts Sieg glücklich

Im dritten Spiel der Rückrunde schaffte der VfB Stuttgart durch Thomas Hitzlspergers Tor in der Nachspielzeit zum 3:2 beim MSV Duisburg den erhofften ersten Sieg. Obwohl Nationalstürmer Mario Gomez (16./41.) den deutschen Meister mit 2:0 in Führung gebracht hatte, kassierten die Schwaben beim Schlusslicht durch Claudiu Niculescu (49.) und Menasseh Ishiaku (57.) noch den Ausgleich und zeigten sich wie zuletzt sehr verunsichert. Der Siegtreffer von Hitzlsperger war mehr als glücklich.

Mit den Begegnungen Hamburger SV - VfL Bochum und Hannover 96 - Bayern München wird die 20. Runde an diesem Sonntag abgeschlossen.

DPA/tis / DPA

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