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Bundesliga im stern-Check Und plötzlich mischt auch die Frankurter Eintracht ganz oben mit

Eintracht Frankfurt
Vor drei Wochen noch auf Platz 9, jetzt plötzlich Vierter: Eintracht Frankfurt
© Thomas Frey / DPA
Vor drei Wochen noch auf Platz 9, jetzt Vierter. Eintracht Frankfurt tummelt sich plötzlich zwischen Leipzig, Wolfsburg und Leverkusen. Ganz unten dagegen, auf Schalke, bleibt es zappenduster – der stern-Bundesliga-Check.

So lief der Spieltag

Alle Ergebnisse des 19. Spieltages, die Tabelle und Statistiken zum Nachlesen finden Sie hier im stern-Ticker.

Aufreger des Spieltages

Notorische Nörgler könnten sich darüber aufregen, dass Jogi Löw in München Zeuge der fulminanten Auftritte von Thomas Müller und Jérôme Boateng wurde, aber dennoch nichts zu ihrer möglichen Rückkehr in die Nationalelf sagte. Fast könnte man Mitleid mit dem Bundestrainer bekommen. Anstößig werden manche die irrwitzige Summe Geld finden, die Lionel Messi bei Barcelona verdient: 555.237.619 Euro für die Jahre 2017 bis 2021. "Der pharaonische Vertrag, der Barça ruiniert", titelte "El Mundo" allessagend. Ansonsten waren Aufreger Fehlanzeige. Auch mal ganz schön.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Eigentlich waren es ja die Mainzer, die vor dem Stuttgarter Strafraum herumkickten, 20 Minuten vor Schluss. Doch das Tor fiel dann auf der anderen Seite. Und so geschah's: Der Schuss des Mainzers Stefan Bell wird von Verteidiger Orel Mangala geblockt, der Ball prallt 50 Zentimeter ab, Silas Wamangituka kommt an die Kugel. Dann Auftritt des 21-Jährigen. Er beginnt, mit dem Ball über den Platz zu laufen. Er läuft und läuft, ab und an taucht mal ein Mainzer auf, der aber nicht weiter stört. Im Sechzehnmeterraum hebt Wamangituka dann zum Schuss an und zieht ab. Ein Wahnsinn dieser 80-Meter-Sprint nebst 2:0 für Stuttgart.

Gewinner des Spieltages

Gibt es viele: Der VfB Stuttgart und der 1. FC Köln haben am 19. (!) Spieltag ihre ersten Heimsiege eingefahren. Für die Rheinländer war es sogar der erste seit einem Jahr. Oder RB Leipzig nach dem Sieg gegen Verfolger Leverkusen. Und dann wäre da noch die Frankfurter Eintracht, die am Samstag 24 Stunden lang von Platz drei gegrüßt hat. Am 15. Spieltag, also vor drei Wochen waren sie noch 9. Nicht ganz unschuldig an dem Aufschwung: Stürmer André Silva, der mit 16 Toren in 19 Partien einen Rekord für die Hessen aufgestellt hat. Und dann gehen da noch Glückwünsche an Valentino Lazaro. Der Gladbacher hat das "Tor des Jahres" 2020 erzielt. Für seinen spektakulären Hackentreffer am 8. November im Spiel gegen Bayer Leverkusen gab's in der ARD-Sportschau die meisten Stimmen.

Verlierer des Spieltages

Schalke 04 in dieser Rubrik zum Spieltagsverlierer zu erklären, ist so überraschend wie die Herbstmeisterschaft von Bayern München. Aber da hilft nichts, nicht mal Klaas-Jan Huntelaar. Dass der 37-Jährige sofort einschlagen würde, hatte keiner erwartet, dennoch legt Teammanager Sascha Riether die Latte vor dem Spiel gegen Bremen mal eben recht hoch: "Selbst wenn er erstmal nur auf der Bank dabei ist, bringt er uns wahnsinnig viel Energie, nicht nur im Training, sondern auch in der Kabine." Und dort muss die Energie in der Halbzeitpause auch geblieben sein. Ein am Ende glückliches 1:1 gegen mäßige Bremer reicht den Gelsenkirchenern hinten und vorne nicht. Wie diese Mannschaft in der Rückrunde noch die benötigten rund 30 Punkte holen will, bleibt ein Rätsel. Zumal der Relegationsplatz nach dem Sieg des 1. FC Köln schon neun Punkte weg ist.

Bild des Spieltages

Bayern Stadion erleuchtet
Zum 17. Mal erinnert der deutsche Fußball an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Schwerpunkt dieses Jahr: Das Schicksal von Schwulen, Lesben und allen anderen Menschen, die wegen ihrer Sexualität verfolgt und ermordet wurden. Die Münchener haben ihr Stadion deshalb in Regenbogenfarben illuminiert.
© Alexandra Beier / Getty Images

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