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Bundesliga im stern-Check: Große Gefühle auf der Bayern-Bank und ein maximal unnötiger Satz mit Sprengkraft

Beim FC Bayern München schieben gleich mehrere Profis Bankfrust – und einer wird das ab jetzt offenbar dauerhaft. Gladbach und Wolfsburg verirren sich an die Tabellenspitze und beim BVB wachsen die Probleme.

Thomas Müller ist jetzt ganz offiziell Ersatzspieler beim FC Bayern München

Thomas Müller ist jetzt ganz offiziell Ersatzspieler beim FC Bayern München

DPA

So lief der Spieltag

Alle Ergebnisse des 7. Spieltags, die Tabelle und Statistiken zum Nachlesen finden Sie hier im stern-Ticker.

Aufreger des Spieltages

Thomas Müller bekam zuletzt nicht viel Spielzeit beim FC Bayern München, stand gegen Hoffenheim zum fünften Mal in Folge nicht in der Startelf. Coach Niko Kovac machte die Situation des Ex-Nationalspielers vor Anpfiff unnötig schlimmer, als er ihn offiziell zum Ersatzspieler degradierte. Zwar sei Müller "nicht irgendjemand" und wichtig, aber die anderen eben auch, so Kovac. "Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen." Aha. Ohne Not wird er also nicht mehr spielen? Für einen Mann wie Thomas Müller – einst unter Louis van Gaal immerhin mit einer Einsatzgarantie ausgestattet – ist das ein Schlag ins Gesicht, ein maximal unnötiger obendrein. Manch einer spekuliert schon davon, dass sich die Ära Müller in München dem Ende entgegen neigt.

Gewinner des Spieltages

Borussia Mönchengladbach ist Tabellenführer und weiß selbst wohl nicht so genau warum. "Ich bin echt schon lange hier und war noch nie Spitzenreiter", gab Gladbachs Kramer verwundert zu Protokoll. "Als Fan würde ich mir jetzt auch ein Bier schnappen", sagt auch Tony Jantschke. 5:1 hatte die Fohlen gegen Augsburg gewonnen und die kollektive Siegallergie der restlichen Führungsteams genutzt. Auf Rang zwei hat sich der VfL Wolfsburg verirrt. Bayern ist nach der Niederlage Dritter, BVB nach dem dritten 2:2 in Folge gar Achter.

Verlierer des Spieltages 

Womit wir beim selbsternannten Titelanwärter Borussia Dortmund wären. Das Team von Lucien Favre hat große Ansprüche an diese Saison gestellt, bei einem derart stark bestückten Kader auch nicht weiter verwunderlich. Doch wer gegen Bremen, Frankfurt und Freiburg zusammen nur drei mickrige Zähler holt, dabei dreimal führt und dreimal noch den Ausgleich kassiert, der verliert langsam aber sicher den Anschluss nach oben. Ob das Problem nun bei der Mentalität, der Einstellung oder schlicht fehlendem Können zu suchen ist, ist da erstmal egal. Fakt ist: Der BVB hat ein dickes Problem.

Dieses Tor sollten sie (nochmal) sehen

Das 1:0 von Bremen gegen Frankfurt war ein wahnwitziges Tor. Nach einem schnellen Konter über Bittencourt scheiterte Sargent zunächst am langen Bein seines Gegenspielers, Bittencourt jagt den Abpraller zunächst an die Latte, dann hinderte Toure ihn am Torerfolg. Klaassen donnerte dann den vierten Bremer Versuch aus nächster Nähe unter die Latte. 

Bild des Spieltages 

Javi Martinez war sichtlich angefasst davon, schon wieder nicht zu spielen

Javi Martinez war sichtlich angefasst davon, schon wieder nicht zu spielen

DPA

Nicht nur bei Thomas Müller gab es Bankfrust. Beim 1:2 des FC Bayern München gegen Hoffenheim zeigte sich Martinez am Spielfeldrand sichtlich geknickt. Trotz der Ausfälle von Hernández und Alaba hatte es für den Spanier erneut nicht für die Startelf gereicht. Co-Trainer Flick musste ihn trösten und aufbauen, widersprach später jedoch berichten, dass der Mittelfeldmann geweint habe. Trotzdem ganz emotionale Bilder aus München.

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