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Bundesliga-Relegation: Hoffenheim bleibt erstklassig

Jubel im Kraichgau: 1899 Hoffenheim spielt auch kommende Saison in der 1. Bundesliga. Durch ein 2:1 im zweiten Relegationsspiel beim 1.FC Kaiserslautern sicherte sich die TSG den Klassenerhalt.

Nach der Erstürmung der Festung Betzenberg lagen sich die Profis der TSG 1899 Hoffenheim jubelnd in den Armen und feierten das Happy End einer Seuchensaison. Mit dem 2:1 (1:0) im Relegations-Rückspiel beim 1. FC Kaiserslautern machte der millionenschwere Dorfverein am Montagabend den Verbleib in der Fußball-Bundesliga perfekt und stürzte die Roten Teufel in tiefe Trauer.

Vor 49.780 Fans im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion erzielten David Abraham in der 44. Minute und Jannik Vestergaard (74.) die Tore für die Hoffenheimer, die bereits das Hinspiel mit 3:1 für sich entschieden hatten. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Alexander Baumjohann (65.) mit einem direkt verwandelten Freistoß war für Kaiserslautern zu wenig, um den Traum von der Rückkehr ins Oberhaus wahr werden zu lassen. Während sich die Fans im Kraichgau auch im sechsten Jahr nacheinander auf Bayern München oder Borussia Dortmund freuen dürfen, geht es für den FCK in der kommenden Saison erneut nach Aalen und Paderborn.

Sippel hält Strafstoß von Salihovic

Gegen den Bundesligisten erwiesen sich die Pfälzer, die auch im achten Duell mit dem Südwest-Rivalen sieglos blieben, als zu harmlos und konnten ihre vollmundigen Ankündigungen auf dem Rasen nicht in Taten umsetzen. Zwar machten die von ihren Fans frenetisch nach vorne gepeitschten Hausherren vom Anpfiff weg Dampf, in große Verlegenheit vermochten sie die Hoffenheimer aber nicht stürzen.

Zwar erarbeiteten sich die Pfälzer Feldvorteile, zu Chancen kamen sie jedoch kaum. TSG-Torwart Koen Casteels, der trotz einer im Hinspiel erlittenen Risswunde im Gesicht spielen konnte, verlebte eine insgesamt geruhsame Partie.

Dennoch verwandelte sich der Betzenberg nach einer halben Stunde erstmals in ein Tollhaus, als FCK-Keeper Tobias Sippel einen Foulelfmeter von Sejad Salihovic in großem Stil parierte. Es war erst der dritte verschossene Strafstoß des Bosniers in seiner Bundesliga-Karriere. Sippel hatte zuvor Kevin Volland von den Beinen geholt und dafür Gelb gesehen.

Nur Baumjohanns Freistoß sorgt für Spannung

Es war der erste Aufreger in der Partie, die ansonsten wenig Strafraumszenen zu bieten hatte. Den Lauterern fehlte es an Esprit, um die sattelfeste TSG-Abwehr auszuhebeln. Auch Standards brachten keine Gefahr, weil es an der nötigen Präzision mangelte. Die Gäste beschränkten sich ihrerseits auf Ballkontrolle im Mittelfeld und wagten sich nur sporadisch nach vorne.

Wenn doch, brannte es lichterloh vor dem FCK-Tor. Nach einem Freistoß des schon in der 29. Minute für den früh verwarnten Stefan Thesker eingewechselten Sebastian Rudy bot sich erneut Salihovic die Chance zur Führung, doch Sippel parierte den Kopfball des Bosniers glänzend. Kurz vor der Pause durften die Gäste dann aber doch jubeln. Wieder kam Salihovic zum Kopfball, den Sippel an die Latte lenkte. Den Abpraller drückte Innenverteidiger Abraham über die Linie.

Der Schock des Gegentores zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt saß bei den Pfälzern tief. Hoffenheim kontrollierte das Geschehen nach dem Wechsel und hätte durch Volland auf 2:0 erhöhen können, doch erneut zeigte Sippel seine Klasse. Baumjohann sorgte noch einmal für Hoffnung, die Vestergaard eine Viertelstunde vor Schluss mit seinem Kopfball ins lange Eck endgültig zunichte machte.

dho/DPA / DPA

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