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Zweite Liga: Stuttgart und Hannover so gut wie sicher wieder erstklassig

Hannover 96 und der VfB Stuttgart haben den Wiederaufstieg in die erste Bundesliga quasi in der Tasche - dank eines Schützenfestes in Bielefeld. Sandhausen sicherte sich derweil den Klassenerhalt, Düsseldorf und Aue machten Riesenschritte zu diesem Ziel.

Stuttgart und Hannover spielten gegeneinander, ihr ziemlich sicherer Aufstieg wurde aber in Bielefeld ermöglicht

Stuttgart und Hannover spielten gegeneinander, ihr ziemlich sicherer Aufstieg wurde aber in Bielefeld ermöglicht

Hannover 96 - VfB Stuttgart 1:0 (1:0)

Die beiden Absteiger Hannover 96 und der VfB Stuttgart haben gute Chancen auf die direkte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Hannover 96 besiegte den Tabellenführer im Topspiel am Sonntag 1:0 und hat vor dem 34. Spieltag wie die Schwaben 66 Punkte. Weil Verfolger Eintracht Braunschweig gegen Arminia Bielefeld verlor und das schlechteste Torverhältnis der drei Spitzenteams hat, können sich Hannover und der VfB womöglich sogar eine knappe Niederlage leisten. Ein Punkt reicht beiden in jedem Fall. Vor 49 000 Zuschauern in der ausverkauften HDI-Arena traf Felix Klaus zum 1:0 (40. Minute). Salif Sané sah nach einer Notbremse Rot (87.).

Arminia Bielefeld - Eintracht Braunschweig 6:0 (2:0)

Aufstiegsanwärter Eintracht Braunschweig hat mit dem 0:6 (0:2) bei Arminia Bielefeld einen schweren Rückschlag erlitten. Nach ihrer höchsten Saisonniederlage fielen die Niedersachsen bei 63 Punkten auf Relegationsrang drei zurück. Bielefeld kann mit nun 36 Zählern auf den Klassenverbleib hoffen. Vor 24 138 Zuschauern überragte Reinhold Yabo mit drei Treffern (65./67./76. Minute). Jan Hochscheidt (13. Minute) unterlief ein Braunschweiger Eigentor. Julian Börner (24.) und Keanu Staude (71.) erzielten die weiteren Treffer für die Mannschaft von Arminia-Trainer Jeff Saibene.

Union Berlin - FC Heidenheim 0:1 (0:0)

Der 1. FC Union Berlin hat seine letzte Chance auf den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga verspielt. Die Eisernen verloren am Sonntag mit 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim und können vor dem letzten Zweitliga-Spieltag nicht mehr den Relegationsrang erreichen. Vor 21.552 Zuschauern zeigte das viertplatzierte Team von Coach Jens Keller eine schwache Leistung und kassierte damit die dritte Niederlage in den vergangenen vier Spielen. Sebastian Griesbeck (82. Minute) erzielte den entscheidenden Treffer für die Gäste. Heidenheim steht vor dem Saisonfinale im gesicherten Mittelfeld und kann nicht mehr absteigen.

1860 München - VfL Bochum 1:2 (1:1)

Entsetzen beim TSV 1860 München: Die "Löwen" sind im Abstiegskampf am vorletzten Spieltag nach einer 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen den VfL Bochum auf den Relegationspatz gestürzt. Am letzten Spieltag muss das Team von Trainer Vitor Pereira auswärts beim 1. FC Heidenheim antreten. Auch der direkte Abstieg ist bei zwei Punkten Vorsprung auf die Würzburger Kickers noch möglich. VfL-Joker Tom Weilandt erzielte vor 40.300 Zuschauern in der Münchner Arena in der 79. Minute das entscheidende Tor. Für die Bochumer hatte zuvor der Ex-Löwe Peniel Mlapa getroffen (31.). Nur drei Minuten später konnte Abdoulaye Ba ausgleichen.

1. FC Nürnberg - Fortuna Düsseldorf 2:3 (1:1)

Fortuna Düsseldorf hat einen riesigen Schritt zum Klassenverbleib gemacht. Die Rheinländer gewannen am Sonntag mit 3:2 (1:1) auswärts gegen den 1. FC Nürnberg und vergrößerten den Abstand auf den Relegationsrang auf drei Zähler. Direkt absteigen kann die Fortuna nicht mehr. Jerome Kiesewetter (27. Minute), Rouwen Hennings (70.) und Alexander Madlung (88.) sorgten vor 30.279 Zuschauern für die Tore der Rheinländer. Abdelhamid Sabiri (13.) und Kevin Möhwald (75.) trafen für den "Club". In einer Woche empfangen die Rheinländer den FC Erzgebirge Aue und können dort alles klar machen.

Erzgebirge Aue - 1. FC Kaiserslautern 1:0 (0:0)

Der FC Erzgebirge Aue hat mit einem 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Gleichzeitig verhinderte der Aufsteiger am Sonntag den vorzeitigen Ligaverbleib der Pfälzer. Vor 10.000 Zuschauern sorgte Mario Kvesic (59. Minute) für den zehnten Sieg der Sachsen, die in der Tabelle am FCK vorbeizogen. Aue geht mit einem Drei-Punkte-Polster auf den Relegationsplatz ins Saisonfinale. Lautern, das zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellen-16. 1860 München hat, kann wie Aue zumindest nicht mehr direkt absteigen. Aber die Abstiegsrelegation droht beiden Teams.

FC St. Pauli - Greuther Fürth 1:1 (0:1)

Die Siegesserie des FC St. Pauli ist gerissen. Nach zuletzt fünf Erfolgen in Serie musste sich der vorzeitig gerettete Kiezclub am Sonntag im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth mit einem 1:1 (0:1) begnügen und verpasste es, in der Tabelle an den Fürthern vorbeizuziehen. Vor 29 546 Zuschauern im erneut ausverkauften Millerntor-Stadion brachte Robert Zulj (37. Minute) die zunächst besseren Gäste in Führung. Lasse Sobiech (70.) egalisierte zum dank einer klaren Leistungssteigerung letztlich verdienten Teilerfolg der Hanseaten, die weiterhin im gesicherten Mittelfeld platziert sind.  

Würzburger Kickers - SV Sandhausen 0:1 (0:1)

Aufsteiger Würzburger Kickers steht vor dem direkten Sturz zurück in die Fußball-Drittklassigkeit. Die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach unterlag am Sonntag vor heimischem Publikum dem SV Sandhausen mit 0:1 (0:1) und rutschte nach dem 16. sieglosen Spiel nacheinander auf den vorletzten Tabellen-Platz ab. Vor 11.571 Zuschauern markierte Korbinian Vollmann (20. Minute) das Tor des Tages. Während die Kickers schon zwei Zähler Rückstand auf 1860 München auf dem Relegationsrang haben, konnte sich Sandhausen mit dem verdienten Dreier hingegen endgültig retten. 

Karlsruher SC - Dynamo Dresden 3:4 (1:3)

Dynamo Dresden hat seine Sieglosserie beendet und gegen Absteiger Karlsruher SC beim vorerst letzten Zweitligaspiel im Wildparkstadion mit 4:3 (3:1) gewonnen. Durch die Zuschauer-Strafe für den KSC sahen nur 5972 Fußball-Fans die sportlich nahezu bedeutungslose Partie. In einer turbulenten Partie ging Karlsruhe durch Oskar Zawada in Führung (7. Minute). Torwart Dirk Orlishausen parierte einen Foulelfmeter von Stefan Kutschke (12.) - doch Dresden drehte das Spiel noch in der ersten Hälfte. Erst traf Jannik Müller (12.), dann gelang Akaki Gogia ein Doppelpack (35./Foulelfmeter und 37.) binnen weniger Minuten. Müller machte das 4:1 (80.), ehe der KSC durch Zawada und einen von Gaetan Krebs verwandelten Handelfmeter noch Ergebniskosmetik betrieb (91.).

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