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Champions-League-Viertelfinale: Lehmann "zu null" - Arsenal weiter

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte steht Arsenal London im CL-Halbfinale. Jens Lehmann hielt zum fünften Mal in Folge seinen Kasten sauber. Barca machte es gegen Lissabon dagegen spannender als erwartet.

Nationaltorhüter Jens Lehmann hat seine Erfolgsstory beim FC Arsenal mit dem Einzug ins Halbfinale der Champions League vorläufig gekrönt. Acht Tage nach dem 2:0-Hinspielsieg reichte den Londonern am Mittwochabend ein 0:0 bei Juventus Turin, um erstmals in der Vereinsgeschichte die Runde der letzten Vier im bedeutendsten europäischen Club-Wettbewerb zu erreichen. Unter den Augen von Bundestrainer Jürgen Klinsmann bot der nur selten geprüfte Lehmann auch im Stadio delle Alpi eine fehlerlose Leistung und schwang sich mit acht Champions-League-Spielen ohne Gegentor zum alleinigen Rekordhalter auf Europas Fußball-Feldern auf.

In der Vorschlussrunde hat die Elf von Trainer Arsene Wenger am 19. April zunächst Heimrecht gegen das Überraschungsteam des FC Villarreal. Die Spanier hatten am Dienstag Inter Mailand ausgeschaltet. "Das Erreichen des Halbfinales bedeutet uns unheimlich viel. Wir haben das fußballerische Potenzial dafür. Eigentlich hätten wir heute sogar gewinnen müssen", sagte Lehmann, der seinen Kasten einmal mehr sauber hielt und Pluspunkte im Duell mit Oliver Kahn um den Stammplatz im Tor der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft sammelte, im Fernsehsender SAT.1.

Ohne Reyes im Halbfinale

Seine größte Bewährungsprobe vor 50 000 Zuschauern hatte der Deutsche bei einem 18 Meter-Gewaltschuss von Pavel Nedved (70.) zu bestehen. Wie schon beim glücklichen 2:1 im Achtelfinale gegen Werder Bremen agierte Juventus trotz der Regieversuche von Nedved in der Offensive wenig zwingend und besaß kaum Tormöglichkeiten. In der 77. Minute sah der frustrierte Tscheche wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel bestimmten die "Gunners" aus einer sicheren Defensive heraus Tempo und Rhythmus einer Partie, die nicht an die Klasse der ersten Begegnung heranreichte. Die Gäste verzeichneten zudem ein Plus an Tormöglichkeiten. In der 49. Minute setzte sich Thierry Henry im Laufduell gegen den Ex-Bayern Robert Kovac durch und wurde erst von Gianluigi Buffon am Einschuss gehindert. Eine Viertelstunde später rettete Italiens Nationalkeeper gegen Cesc Fabregas. Einziger Wermutstropfen für die Londoner war die dritte Gelbe Karte für Jose Antonio Reyes, der im Halbfinal-Hinspiel zuschauen muss.

Wer soll das deutsche WM-Tor hüten?

Mieser Start nach Ronaldinhos verschossenem Handelfmeter

Nach drei Spielen, in denen nur ein Elfmeter-Treffer heraussprang, kam die Torfabrik des FC Barcelona auch gegen Benfica nicht auf Touren. Zudem hatte die Partie vor 99 000 Zuschauern im Camp Nou- Stadion mit einem verschossenen Handelfmeter von Ronaldinho (5.) denkbar schlecht begonnen. Der zweimalige Weltfußballer scheiterte mit seinem schwachen Schuss an Lissabons Keeper Marcelo Moretto. Doch schon 14 Minuten später machte der Brasilianer seinen Fehler wieder wett, als ihm auf Zuspiel von Torschützenkönig Eto’o das siebte Champions League-Tor in dieser Saison gelang.

Die Portugiesen, die auf dem Weg ins Viertelfinale Cup-Verteidiger FC Liverpool und Manchester United ausgeschaltet hatten, brachten über 90 Minuten in der Offensive kaum Produktives zu Stande und konnten Barcelonas Sieg nicht mehr in Gefahr bringen.

DPA / DPA

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