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DFB-Pokal - Borussia Dortmund schlägt Wolfsburg: Ganz schön schnell auf einer Felge

Borussia Dortmund besiegt den VfL Wolfsburg und steht im Finale des DFB-Pokals. BVB-Trainer Klopp resümiert: "Auf einer Felge ins Finale." Die wichtigsten Antworten zum Spiel.

Von Felix Haas

Wie lief das Spiel?

Sowohl Borussia Dortmund als auch der VfL Wolfsburg suchten den direkten Weg zum Tor. Heißt: Es gab haufenweise gute Chancen. Sowohl für Dortmund als auch für Wolfsburg. Am Ende war der BVB abgeklärter, nutzte seine Chancen und gewann daher mit 2:0. Dortmund steht jetzt im Finale des DFB-Pokals und trifft in Berlin am 17. Mai auf den Sieger aus der Begegnung Bayern gegen Kaiserslautern (ab 20.30 Uhr im stern.de-Liveticker).

War das Ergebnis gerecht?

Geht so. Wenn man bedenkt, dass Wolfsburg ähnlich viele gute Torchancen hatte wie die Borussia, wäre zumindest eine Entscheidung nach Verlängerung oder Elfmeterschießen drin - und auch gerecht gewesen. Dortmund wirkte phasenweise müde, Jürgen Klopp sagte anschließend auch: "Auf einer Felge ins Finale." Zur Ehrenrettung des BVB muss man sagen: Auf einer Felge ist die Borussia immer noch ganz schön schnell.

Gab es tolle Tore?

Henrikh Mkhitaryan erzielte mit einem schönen Flachschuss aus 16 Metern die Dortmunder Führung. Er zog vorher mit Tempo an den Wolfsburger Verteidigern vorbei und traf dann ins kurze Eck. Ein sehenswertes Tor. Spektakulärer war allerdings das 2:0. Stürmer-Star Robert Lewandowski bekam den Ball punktgenau an den Elfmeterpunkt serviert, dort nahm er den Ball geschickt an und drosch ihn unter die Latte. Es war Lewandowskis einhundertstes Tor im BVB-Trikot. Der Treffer erinnerte ein wenig an sein berühmtes drittes Tor gegen Real Madrid aus dem Vorjahr.

So schön war die Stimmung

Wer war der beste Spieler auf dem Platz?

Bei Dortmund ragten Marco Reus und Henrikh Mkhitaryan heraus. Reus lief unglaublich viel, trieb immer wieder Konter voran und spielte kaum einen Fehlpass. Mkhitaryan erzielte das wichtige 1:0. Gegen Real Madrid war er noch die tragische Figur des Spiels, weil er Großchancen en masse versemmelte. Es scheint, als hätte das Scheitern den kleinen Armenier nur stärker gemacht.

Warum stritten Weidenfeller und Reus?

Kurz vor Spielende schrien sich BVB-Keeper Roman Weidenfeller und Marco Reus an. Es ging heftig zur Sache. Weidenfeller passte es nicht, dass der Angreifer in einem Zweikampf in der Defensive etwas lasch zu Werke ging. Reus wiederrum konnte die Kritik nicht verstehen - schließlich hatte er in der Offensive mit seiner Leistung dazu beigetragen, dass der BVB im Finale steht. Nach Spielschluss waren alle wieder happy. Trainer Jürgen Klopp sagte: "Ich habe versucht, mich einzumischen. Das hat so gut geklappt, dass nach dem Spiel wieder alles okay war."

Was sagen die Beteiligten zum Spiel?

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp: " Auf einer Felge ins Finale. "Wenn wir heute in die Verlängerung gemusst hätten, hätte ich Panikattacken bekommen. Wir haben Glück gehabt, aber das hat sich die Mannschaft auch verdient in den vergangenen Wochen."

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking:

"Ich bin mächtig stolz auf meine Mannschaft – sie hat ein Riesenspiel gemacht und war, glaube ich, sogar in gewissen Phasen den Spiels die bessere Mannschaft. Das war eine Klasseleistung, nur haben wir uns nicht dafür belohnt."

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Bild des Spiels

Von Felix Haas

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