DFB-Pokal Rückkehr der Bayern-Jäger


Die Zeit ohne Fußball ist vorbei: Noch vor dem Bundesliga-Rückrundenstart steht das Achtelfinale im DFB-Pokal an. Während die Bayern in der ausverkauften Schalker Arena auf einen Regionalligisten treffen, muss Werder Bremen bei Borussia Dortmund antreten.

Nach 40 Tagen Winterpause steht für die deutschen Spitzenteams im DFB-Pokal die erste Bewährungsprobe an, bevor am kommenden Wochenende der Startschuss zur Rückrunde fällt. Allerdings haben der Tabellenführer FC Bayern München und Verfolger Werder Bremen unterschiedlich schwere Auswärtsaufgaben zu bewältigen. Während der FC Bayern in der Schalker Veltins Arena gegen den Regionalligisten Wuppertal antritt, muss Bremen in den Dortmunder Signal Iduna Park. Meister VfB Stuttgart trifft auf das Bremer Nachwuchsteam, der Hamburger SV (beide am Mittwoch) spielt gegen Rot-Weiß Essen.

Für den BVB, der in der Hinrunde beim 3:0 gegen die Bremer eine Glanzleistung zeigte, gibt es neben der sportlichen Herausforderung gegen den Tabellen-Zweiten ein finanzielles Zubrot im Pokal. Dank der Live-Übertragung kann sich der Club über eine Einnahme von etwa 1,2 Millionen Euro freuen. Sportdirektor Michael Zorc hofft, dass sich sein Team auf diesem Weg für einen internationalen Startplatz qualifizieren kann. "Für uns ist der DFB-Pokal der leichteste Weg nach Europa", sagte Zorc. Allerdings sind die Dortmunder seit zwölf Jahren nicht mehr über das Achtelfinale hinausgekommen. BVB-Stürmer Alexander Frei steht nach achtmonatiger Verletzungspause erstmals wieder im Kader, der Einsatz von Mladen Petric ist noch fraglich.

Standortbestimmung für Bremen

Für die Bayern-Jäger aus Bremen ist die Partie im Signal Iduna Park vor rund 70.000 Zuschauern auch eine Standortbestimmung für den weiteren Weg in der Meisterschaft. Dabei muss Trainer Thomas Schaaf in Dortmund auf Torsten Frings (verletzt) und Boubacar Sanogo (Afrika-Cup) verzichten. "Das wird keine leichte Aufgabe. Nach dem letzten Bundesligaspiel haben wir dort noch etwas gut zu machen", sagte Werders Manager Klaus Allofs.

Für Regionalliga-Spitzenreiter Wuppertal ist der Einzug in das Achtelfinale der größte Erfolg im DFB-Pokal seit 1963. "Das ist unser Jahrhundertspiel", meinte WSV-Präsident Friedhelm Runge. Trainer Wolfgang Jerat hofft, dass sich seine Mannschaft gegen den Favoriten gut verkauft. "Wir haben gegen Bayern keine Chance, wollen uns aber gut präsentieren und kein Spielball der Münchner sein", sagte der Wuppertaler Coach. Die Bayern reisen bis auf die verletzten Profis Marcell Jansen und Lukas Podolski in Bestbesetzung an. Für Manager Uli Hoeneß ist der Einzug in die nächste Runde Pflicht: "Wir erwarten einen Sieg."

Rostock muss nach Hoffenheim

Auch die Zweitligaclubs 1899 Hoffenheim und Alemannia Aachen hoffen auf den Einzug in das Viertelfinale. Die Hoffenheimer treffen am Dienstagabend auf Hansa Rostock. Beim Bundesliga-Club herrscht großer Respekt vor dem Tabellen-Achten der 2. Liga. "Das ist eine eklige Aufgabe", sagte Hansa-Torjäger Enrico Kern. Vor seinem Pflichtspiel-Debüt steht Aachens neuer Trainer Jürgen Seeberger in der Partie gegen Liga-Konkurrent TSV München 1860. "Das wird eine harte Nuss", sagte Münchens Manager Stefan Reuter. Im Vorjahr gelang den Aachenern der Sprung in das Viertelfinale - nach einem Sieg gegen den FC Bayern.

DPA/tis DPA

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