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Sechs Vereinsdirektoren zurückgetreten: Diffamierung von Messi und Guardiola: Machtkampf beim FC Barcelona eskaliert

Beim FC Barcelona herrscht seit Wochen ein Machtkampf zwischen Präsident Josep Bartomeu und großen Teilen des Vereins. Nun ist der Konflikt eskaliert und sechs Vereinsdirektoren sind zurückgetreten.

Auch Lionel Messi hat die Klub-Führung des FC Barcelona schon kritisiert

Auch Lionel Messi hat die Klub-Führung des FC Barcelona schon kritisiert

Getty Images

Showdown im Machtkampf beim spanischen Topclub FC Barcelona: In einem Massenprotest gegen den umstrittenen Präsidenten Josep Bartomeu sind gleich sechs Direktoren des amtierenden Meisters zurückgetreten, darunter die beiden Vizepräsidenten Emili Rousaud und Enrique Tombas. In einem am Karfreitag in verschiedenen Medien abgedruckten Brief forderten sie unter anderem Neuwahlen. Die Zeitung "Sport" sprach von einem "Schisma in der Barça-Führung", also einer Glaubensspaltung wie in großen Religionsgemeinschaften.

Die Kündigung der Vereinsdirektoren ist vor allem eine Reaktion auf das sogenannte "Barçagate". Es herrsche "Ernüchterung über die unglückliche Episode in sozialen Netzwerken, durch die wir erst von der Presse erfahren haben", schrieben sie. 

Bartomeu soll andere diffamiert haben 

Worum ging es? Bartomeu soll ohne Wissen der Vereinsführung ein Unternehmen für viel Geld damit beauftragt haben, derzeitige und frühere Spieler - darunter Weltfußballer Lionel Messi und der frühere Barça-Coach Pep Guardiola - in sozialen Medien negativ darzustellen und zu diffamieren. Ziel war es, die Clubführung in den Augen der Öffentlichkeit zu stärken. Der Skandal habe bei vielen Direktoren "das Fass zum Überlaufen gebracht", so "Sport".

Aber auch das Management in der Coronakrise wurde von den abgetretenen Direktoren mit Unmut verfolgt. Sie seien weder mit der Handhabung der Krise noch mit den Szenarien, die sich für die Zeit nach der Pandemie abzeichneten, einverstanden, hieß es. Dabei geht es auch um die Verhandlungen über einen Gehaltsverzicht der Profis.

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Lionel Messi kritisiert Barca-Boss

Das Team des deutschen Nationaltorwarts Marc-André ter Stegen hatte Ende März wegen der Coronakrise einen vorübergehenden Gehaltsverzicht von 70 Prozent akzeptiert. Auch dabei hatte die Vereinsspitze offenbar versucht, die Spieler schlecht dastehen zu lassen. Messi sah sich gar zu einem Statement veranlasst, in dem er betonte, die Mannschaft habe sich der Gehaltskürzung gar nicht widersetzt. "Es überrascht uns, dass es innerhalb des Clubs welche gab, die versucht haben, uns ins Rampenlicht zu stellen und Druck auf uns auszuüben, damit wir etwas tun, was wir ohnehin tun wollten", betonte der Argentinier.

tis / DPA

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