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EM-Moderatoren im Check: Opdi schickt Beckmann auf die Rutsche

Die Mikrofone von ARD und ZDF sind im Dauereinsatz, Zeit für eine Zwischenbilanz: Wie schlagen sich die EM-Moderatoren der beiden Sender? Die positive Überraschung ist ein Nachrücker.

Von Mark Stöhr

Die Öffentlich-Rechtlichen bieten bei der EM viel Manpower auf. Etliche Außenreporter sammeln Informationen und Stimmungen am Spielfeldrand und auf den Straßen, trotzen Wind und Wetter und langweiligen Spielerstatements. Die wirklich prägenden Figuren sind jedoch die Moderatoren. stern.de betrachtet drei unterschiedliche Typen in der Nahaufnahme.

Die Arbeiterin

Am Freitag traute man seinen Augen nicht: Eine Frau mit offenen Haaren und einem strahlend weißen Blazer stand auf der Ostseebühne. Hatte das "Traumschiff" in Heringsdorf festgemacht und Heide Keller alias Chefhostess Beatrice Freigang? Erst als die Kamera aufzog und unter dem Blazer eine pinkfarbene Hose ins Bild kam, erkannte man sie wieder: Katrin Müller-Hohenstein, die Chefplauderin des ZDF. Modisch nicht immer in der ersten Reihe, doch unter der Klamotte mit dem Herzen auf dem rechten Fleck.

Müller-Hohenstein hat einen Titanenjob bei dieser EM: Sie muss mehrere Hundert Kurgäste bei Laune halten ("Herzlich willkommen! Hallihallo! Hallihallo!"), ihre Online-Praktikantin mit Aufträgen versorgen ("Sag nochmal schnell die Webadresse, Jeannine!") und ihrem Fernsehexperten den Ball immer so hinlegen, dass er ihn nur noch reinmachen muss ( "Oliver, wir sind gespannt auf deinen Tipp"). Die 46-Jährige sieht manchmal sehr müde aus auf ihrem schwimmenden Ponton. Wenn "Oliver" sich wie so oft in seinem Endlos-Ego verirrt, steigt sie meistens aus und sortiert ihre Spickzettel. Jeder ihrer Blicke verrät dann: Lieber Gott, lass diesen Kahn an mir vorüberziehen. Die Augen von Katrin Müller-Hohenstein sind viel zu blau für die trübe Algensuppe, die sie umgibt.

Der Kulturbeutel

Wessen Geistes Kind Reinhold Beckmann ist, zeigt sich schon daran, wie er Zlatan Ibrahimović ausspricht: mit rollenden "r" und zischendem "itsch". Ich bin in den Kulturen der Welt zu Hause, soll das heißen, und auch sonst sehr aufgeweckt. Man will sich nicht ausmalen, wie der Mann beim Italiener seine Pizza bestellt. Beckmann ist ein typischer Schönspieler: viel Tiki-Taka, aber keine Tore. Während er seine Sätze wie parfümierte Rosen in die Luft wirft ("Die Leinen sind noch nicht los! Die Gedanken noch nicht frei!"), überlegt sich Scholl schon mal was Substantielles zum Spiel.

Jüngst wurde Beckmann in einem internen Papier des ARD-Programmbeirats mit Lob überschüttet. Wie er frage und zuhöre und die Gespräche strukturiere, sei "brillant". Doch anders als bei seinem Gesellschaftstalk spät nachts sitzen bei der EM nicht nur pensionierte Lehrer vor dem Fernseher. "Ich will nicht, dass Zlatan vor mir steht!", rief er am Freitag. Das ist verständlich, denn dann würde rauskommen, dass er weder Schwedisch noch Serbokroatisch spricht.

Der Scherzkeks

Als Gerhard Delling wegen der Erkrankung seiner Mutter nach Deutschland zurückkehrte, sprang Matthias Opdenhövel für ihn ein. Er machte seine Sache prima und wird Delling auch bei Deutschland gegen Dänemark am Sonntag vertreten. Opdenhövel unterscheidet vor allem eine Sache von Beckmann: Er hat Humor. Das wiederum verbindet ihn mit Delling. Dass er es mit seiner Flapsigkeit manchmal übertreibt ("Da schickt er Fernando Torres schön auf die Rutsche"), sieht man ihm nach, denn der 41-Jährige hat richtig Ahnung von Fußball.

Scholl findet "Opdi", wie er Opdenhövel nennt, wahnsinnig komisch. Er schmunzelte und kicherte beim Spanienspiel am Freitag in einer Tour, wenn bei "Opdi" einer "abgetanzt" wurde (ausgespielt) oder einen "Strahl von hinten" losließ (Fernschuss). Selten erlebte man Scholl so ausgelassen. Und selten wurde ein Fußballgespräch streckenweise zu einem echten Doppelpass wie bei den beiden ("Worum geht's hier, Opdi?" – "Um den Titel" – "Und wie holt man den?" – "Sag du's mir"). Wenn Delling wieder einsatzbereit ist, muss Opdenhövel zurück in den Danziger Regen und von der deutschen Elf berichten. Das ist schade, aber "Opdis" Zeit wird kommen.

Wissenscommunity

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?