HOME

Stern Logo EM 2012

Zum Viertelfinale: Jogis böses Omen kommt nach Danzig

Ein Ausscheiden der deutschen Elf gegen Griechenland wäre die Sensation dieser EM schlechthin. Also zweifelt niemand an einem deutschen Sieg. Wären da nicht die schlechten Omen, wie Daniela Löw.

Von Dieter Hoß

Bellstedts Ballshow zur EM: Vorsicht vor diesen Griechen!

Ach ja, der Aberglaube. Natürlich sind wir nicht anfällig dafür, schon gar nicht wir Deutsche, sind wir es doch gewohnt, das Schicksal einfach wegzuorganisieren. Es bleibt also dabei: Am Abend mag es in Danzig ein zähes Spiel werden gegen tapfer verteidigende Griechen (20.45 Uhr/live im stern.de-Ticker), doch am Ende werden es Schweinsteiger, Özil und Co. schon schaukeln. Deutschland kommt ins Halbfinale! Fertig!

Oder?

Wie sagte Jean Paul Sartre doch so treffend: "Beim Fußball verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft." Und vielleicht geht ja doch mal einer... Bundestrainer Jogi Löw drückt es profaner, aber ebenso treffend aus: Von zehn Spielen gewinnt die weitaus bessere Mannschaft acht gegen die schwächere. Gemünzt hat er das vor dem Turnier zwar auf das Champions-League-Halbfinale, in dem sich der FC Chelsea gegen Barcelona ins Finale mauerte, doch das Kräfteverhältnis dürfte "normalerweise" bei Deutschland gegen Griechenland ähnlich sein. Das Problem? Nun, Deutschland hat bisher überhaupt erst acht Mal gegen Griechenland gespielt. Keines der Spiele ging verloren. Nun steht also das neunte an.

Das muss gar nichts heißen

Nichts weiter als Statistik. Das muss gar nichts heißen. Stimmt schon. Jogi Löw ist ja eigentlich auch gar nicht abergläubisch. Überhaupt nicht! Jedenfalls nicht mehr, als es Fußballer ohnehin sind (schon mal aufgefallen, wieviele Kicker beim Einlaufen ins Stadion auf einem Bein hüpfen, um nur ja nicht mit dem linken Fuß das Spielfeld zu betreten?!). Den blauen Glückspulli von der WM in Südafrika trägt er auch nur noch in der Werbung.

Trotzdem könnte es dem Bundestrainer mulmig werden, wenn er die Bilder einer privaten TV-Station sieht. Gewohnt lässig beantwortet er die Fragen des Reporters. Da geschieht's: Just in dem Moment, in dem der DFB-Chefcoach über die Konsequenzen eines möglichen EM-Ausscheidens spricht, kreuzt eine schwarze Katze in Löws Rücken den Weg - natürlich von links nach rechts! "Keine Ahnung, an so etwas denke ich nicht. Das Leben würde auch weiter gehen", sagt Löw in diesem von ihm nicht bemerkten tierischen Augenblick über ein mögliches EM-Aus - und bezeichnet die Griechen kurz darauf auch noch als "Überlebenskünstler"! Na, schönen Dank.

Holt Frau Löw ihren Jogi heim?

Und jetzt kommt auch noch eine Frau an Bord! Eine bestimmte Frau! Daniela Löw. Selten besucht sie ihren Gatten bei den großen Turnieren. Doch wenn sie's tut, dann holt sie ihren Jogi heim. 2008 beim EM-Finale in Wien war sie da (0:1 gegen Spanien). 2010 beim WM-Halbfinale war sie auch da (0:1 gegen Spanien). Und jetzt ist sie wieder da. Seefahrer wissen: Frauen an Bord bringen Unglück!

Aber das hier ist ja Fußball. Und die Griechen sind keine Spanier, wie Franz Beckenbauer sagen würde. Und wir sind ja nicht abergläubisch.

Oder?

PS: War's das jetzt mit der EM? Bei den unübersehbaren Zeichen? Unken Sie mit in der stern.de-Fankurve auf Facebook.

mit Agenturen

Wissenscommunity