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Deutscher Schiri in der Kritik: "Brych wird noch bejubelt, wenn er im Elfmeterschießen auf Elfmeter entscheidet"

Gleich zwei Elfmeter versagte Felix Brych den Portugiesen im Viertelfinale gegen Polen. Stieß seine Leistung im Netz auf heftige Kritik, lobte ARD-Mann Tom Bartels den Schiri parallel in höchsten Tönen. Das Resultat: jede Menge lustiger Tweets.

Felix Brych beim Spiel Polen gegen Portugal: viel zu tun

Felix Brych beim Spiel Polen gegen Portugal: viel zu tun

Nein, ein Sahnetag war es wahrlich nicht, den Schiedsrichter Felix Brych im Viertelfinale zwischen Polen und Portugal erwischte. Nach guten Leistungen in den Vorrundenpartien zwischen England und Wales (2:1) und zwischen Schweden und Belgien (0:1) durfte der Münchner am Donnerstagabend sein erstes K.o.-Spiel bei einem großen Turnier leiten. Stieß seine Leistung bei vielen Zuschauern auf heftige Kritik, war einer von Brychs Auftritt hellauf begeistert: ARD-Kommentator Tom Bartels.

Zunächst machte der 40 Jahre Jurist seinen Job im Marseiller Rund ja auch durchaus solide. Polens Krzysztof Maczynski und Bayern-Neuzugang Renato Sanchez ermahnte Brych schon früh energisch und machte so zunächst ohne Gelbe Karten deutlich, wo bei ihm eine Grenze ist. Nach 30 Minuten folgte dann aber der erste dicke Patzer: Nach einem heftigen Rempler des polnischen Abwehrspielers Michal Pazdan gegen Ronaldo verweigerte der Referee dem portugiesischen Superstar einen klaren Elfmeter. Ein gellendes Pfeifkonzert der Portugal-Fans war die Folge.

"Tief im Herzen auch eine Pfeife!"

Es sollte nicht die einzige Szene Brychs bleiben, in der er mit seiner Entscheidung falsch lag. Mitte der zweiten Halbzeit hätte der 40-Jährige nach einem Foul an Pepe in den Augen vieler Zuschauer erneut Strafstoß für Portugal pfeifen können, tat es aber nicht. Vor allem auf Twitter regte sich - teilweise ironisch verpackt - schnell Kritik am deutschen Schiri, dem ein User sogar unterstellte, Portugal selbst im späteren Elfmeterschießen möglicherweise einen Strafstoß zu verwehren.

"Bartels hat schon als Kind in Brych-Bettwäsche geschlafen"

Reporter Bartels indes lobte Brych fast das ganze Spiel über in höchsten Tönen. Lediglich den nicht gegebenen Elfer für Ronaldo in der ersten Hälfte merkte auch der ARD-Mann kritisch an, sonst aber attestierte er eine "hervorragende Leistung". Dass Bartels mit seinen Brych-Lobeshymnen nicht müde wurde, kam bei den Zuschauern ebenfalls nicht so gut an - wurde dafür aber umso humorvoller kommentiert.

Weiterer Brych-Einsatz auch von DFB-Elf abhängig

Ob Brych nach seiner Vorstellung im Turnier bleiben und sogar auf einen Einsatz im Finale am 10. Juli hoffen darf, hängt nun neben der Bewertung der strittigen Szenen auch von der DFB-Elf ab. Bei einem Sieg am Samstag gegen Italien ist der EM-Einsatz für Brych beendet, da die Uefa keine Schiedsrichter aus jenen Ländern mehr einsetzt, die das Halbfinale erreicht haben.

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