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EM-Qualifikation: DFB-Auswahl trifft zum Auftakt auf Belgien

Zum Auftakt der Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine muss die deutsche Nationalmannschaft gegen Belgien antreten. Auch das Duell mit einem ehemalige Bundestrainer steht noch 2010 an.

Die Zeitrechnung nach der WM beginnt für Fußball-Deutschland am 3. September in Belgien - ob mit oder ohne Joachim Löw, bleibt dabei die spannendste Frage. "Das weiß ich nicht, wir reden ja erst nach der Weltmeisterschaft darüber", bekräftigte der Bundestrainer am Montag die Funkstille in den Vertrags-Gesprächen bis zum WM-Turnier im Sommer in Südafrika. Zwar hatten sich Löw, Teammanager Oliver Bierhoff und die DFB-Spitze nach den geplatzten Verhandlungen und einer beispiellosen Eiszeit Anfang diesen Monats mühevoll auf einen Burgfrieden geeinigt. Doch neue Bewegung in Sachen neuer Löw-Kontrakt gibt es nicht, wie auch DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach bestätigte.

So handelte Löw am Montag in Frankfurt mit den Gegnern der neuen Europameisterschafts-Qualifikation zwar den Terminplan aus, seine Konzentration aber gilt jetzt der WM. "Der Spielplan ist mir egal, es muss ohnehin alles gespielt werden", sagte der der 50-jährige nur kurz zu den EM-Aufgaben noch in diesem Jahre gegen das von Berti Vogts betreute Aserbaidschan (7. September), die Türkei (8. Oktober) und in Kasachstan (12. Oktober).

In dieser Woche trifft Löw bei einem Workshop im südafrikanischen Sun City auf seine WM-Trainerkollegen. Danach inspiziert er nochmals das WM-Quartier "Velmore Grande" und die Trainingsplätze bei und in Pretoria. "Mehr Zeit werde ich gar nicht haben", erklärte Löw, der direkt nach der Rückkehr aus dem WM-Land an diesem Freitag seinen Kader für das Länderspiel gegen Argentinien am 3. März in München bekanntgeben will.

Die Ausscheidungs-Gegner der EM-Gruppe A, zu der auch noch Österreich gehört, hatten sich am Montag in der DFB-Zentrale in Frankfurt im Schnelldurchlauf auf die Spiel-Termine geeinigt. "Alle wollten das erste Spiel zu Hause gegen Deutschland", berichtete Löw. Den Zuschlag bekamen die vom ehemaligen Gladbacher Trainer Dick Advocaat betreuten Belgier. Als ärgsten Rivalen um ein Ticket für die EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine - der Gruppensieger qualifiziert sich direkt; der Zweite geht in die Relegation - stuft der Bundestrainer die Türkei ein. Unabhängig vom neuen Trainer Guus Hiddink hätten die Türken hervorragende Spieler und begeisterungsfähiges Publikum. "Nach der Enttäuschung um die nicht geschaffte WM-Qualifikation werden sie heiß sein", betonte Löw.

Dass laut den neuen Abstellungsbedingungen des Weltverbandes FIFA jeweils in der EM-Ausscheidung nun immer am Freitag und Dienstag gespielt wird, hält der Bundestrainer für richtig, "weil wir auch den Clubs verpflichtet sind". So können die Nationalspieler nach Länderspielen einen Tag eher als bisher zu ihren Vereinen zurückkehren. Falls Löw doch weiter als Bundestrainer arbeiten wird, kündigte er bereits mögliche Konsequenzen in den Spiel-Vorbereitungen an: "Es kann sein, dass wir uns dann schon am Montag treffen."

Spielorte für die Heimpartien gibt es noch nicht, laut Niersbach soll das erste Heimspiel gegen Aserbaidschan in eine Stadt im Westen gehen. Einen Bonus hat nach dem ausgefallenen Länderspiel im November des Vorjahres Köln, dort könnte gegen die Türkei gespielt werden. Als "problematisch" stuft Löw die Reise nach Kasachstan ein, auch wegen der fünf Stunden Zeitverschiebung. Gegen Österreich tritt das DFB- Team erst im kommenden Jahr an.

DPA

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