HOME

Europa League: Hannover 96 und Schalke 04 mit Problemen vor dem Achtelfinale

Die Vorzeichen könnten wahrlich besser sein. Schalke und Hannover haben vor dem Achtelfinale der Europa League mit jeder Menge Problemen zu kämpfen. Bei Schalke fehlt der Toptorjäger, bei Hannover der Spielmacher.

Die beiden Bundesliga-Vertreter Hannover 96 und Schalke 04 haben vor den Achtelfinal-Hinspielen der Europa League mit jeder Menge Probleme zu kämpfen.

Schalke mit Verletzungssorgen und Psychoknacks

Besonders heftig hat es den FC Schalke 04 erwischt. In der Bundesliga straucheln die Schalker derzeit und sind psychisch angeknackst, jetzt kommt auch noch das Verletzungspech hinzu. Klaas-Jan Huntelaar, der in der Europa League bereits zehn Treffer erzielte, laboriert nach seinem Zusammenprall mit Chris Smalling beim Länderspiel der Niederlande gegen England weiter an einer Gehirnerschütterung und ist noch nicht wieder einsatzfähig.

Ebenfalls fraglich sind die Einsätze von Benedikt Höwedes und Christoph Metzelder, der an einem Muskelfasserriss laboriert. "Ich gehe davon aus, dass Christoph Metzelder nicht einsatzfähig ist. Und bei Klaas wollen wir kein Risiko eingehen", sagte Trainer Huub Stevens.

Draxler, Holtby und Marica sollen es richten

Jefferson Farfan ist in der Europa League gelb-gesperrt und fehlt den Schalkern ebenso wie der Finne Teemu Pukki, der in der Europa-League nicht spielberechtigt ist. "Die Ausfälle tun uns natürlich weh", sagte Julian Draxler, der gegen Twente Enschede bereits vor seinem 17. Europapokalspiel steht.

Bauen kann Huub Stevens dagegen auf Jermaine Jones und den wiedergenesenen Lewis Holtby, die ebenso in der Startelf stehen werden wie Stürmer Ciprian Marica. Die Fehler aus der Bundesliga seien "analysiert und abgehakt", versicherte Holtby und gewann dem Ganzen positives ab: "Wir sind noch enger zusammengerückt."

Schalke seit neun Spielen ungeschlagen, Enschede heimstark

Trotz der jüngsten Ergebnisse in der Bundesliga, international läuft es für Schalke. Die Mannschaft von Huub Stevens ist immerhin seit neun Spielen ungeschlagen. Mit Twente Enschede trifft S04 jedoch auf einen  extrem heimstarken Gegner. Enschede gewann fünf seiner sechs Heimspiele in dieser Europa-League-Saison und geht nach einem 6:2 Sieg beim PSV Eindhoven mit breiter Brust ins Hinspiel. "Wir fahren mit viel Respekt nach Enschede, aber wir müssen uns dort nicht verstecken. Ich denke, dass sie auch Respekt vor uns haben", ist sich Huub Stevens sicher.

Hannover 96 kehrt zurück in die "verbotene Stadt" Lüttich

Auch Hannover plagen vor der Rückkehr nach Lüttich personelle Probleme. Jan Schlaudraff ist gegen Standard Lüttich wegen einer Gelbsperre ebenso nicht an Bord, wie der kranke Toptorjäger Mohammed Abdellaoue und der verletzte Manuel Schmiedebach. "Solche Ausfälle sind nie ein Vorteil, aber wir haben das die ganze Saison gut ersetzt", wollte Christian Schulz die Situation nicht überbewerten. "Gegen Lüttich haben wir noch eine Rechnung offen, und wir wollen am Donnerstag anfangen, dies geradezubiegen."

Schulz spielte damit auf die bisher einzige Niederlage der 96er in der diesjährigen Europa-League-Saison an, als Hannover in der Gruppenphase mit 0:2 gegen Standard Lüttich das Nachsehen hatte. "Da haben wir noch was gutzumachen", meinte Sportdirektor Jörg Schmadtke.

Schlaudraff und Abdellaoue fehlen Slomka

Neben den sportlichen Problemen hat Hannover vor allem mit den rigiden Einreisebeschränkungen für seine Anhänger zu kämpfen. Im Hinspiel war es bereits zu Auseinandersetzungen zwischen 96-Fans und der Polizei gekommen, die mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen die Anhänger vorging, nachdem diese Flaschen geworfen hatten.

Die Partie gilt deshalb als Hochsicherheitsspiel, weswegen sich die Fans von Hannover 96 nicht in der Innenstadt aufhalten dürfen und die Fan-Busse von Hannover erst kurz vor Spielbeginn anreisen dürfen. "Hannover 96 rät dringend davon ab, individuell und ohne Eintrittskarten anzureisen", schrieb 96 auf seiner Homepage. Hannovers Zeitungen sprachen vom Spiel in der "verbotenen Stadt". Klubchef Martin Kind appelierte an die eigenen Anhänger "Hannover positiv zu vertreten".

Slomkas Lehren aus dem Gruppenspiel

96 will dieses Mal vor allem für sportliche Schlagzeilen sorgen, das wird schwer genug, wie Mirko Slomka weiß: "Das wird ein brutal schweres Spiel, das wissen wir aus der Gruppenphase." Ein erneutes 0:2 wäre eine denkbare schlechte Ausgangsposition für das Rückspiel in Hannover.

sportal.de / sportal

Wissenscommunity