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FC Bayern: Guardiola wollte Neymar - nicht Götze

Das ist ein Ding - und Uli Hoeneß hat es ausgeplaudert: Die Bayern haben ihrem Neu-Trainer Pep Guardiola einen Transfer von Neymar ausgeredet - und ihn schließlich von Mario Götze überzeugt.

Bayern München und Brasiliens Superstar Neymar: Vor 14 Tagen war die Sache mal heiß. Ein ehemaliger Funktionär des FC Santos namens Vicente Cascione hatte angeblich Informationen aus erster Hand, dass Neymar im Sommer zum FC Bayern wechseln würde. Die Gerüchteküche brodelte. Aber nur kurz. Münchens Pressechef Markus Hörwick dementierte umgehend: "Diese Geschichte stimmt hinten und vorne nicht." Der Transfer von Mario Götze vom BVB zu den Bayern war zu diesem Zeitpunkt schon fix.

Zumindest ein bisschen war aber wohl doch dran an der Story aus Brasilien. Denn wie jetzt herauskam, war der Dortmunder offenbar gar nicht die erste Wahl von Neu-Trainer Pep Guardiola - sondern Neymar. Das jedenfalls plauderte Uli Hoeneß bei einer Gesprächsrunde des Computerverlags "IDG Communications Media AG" Anfang der Woche aus.

"Guardiola hatte gewisse Vorstellungen, einen jungen brasilianischen Spieler zu kaufen. Aber wir waren in der Vergangenheit nicht so gut gelegen mit jungen Brasilianern", erklärte Hoeneß. "Wenn du dann einen holst, der 20 oder 30 Millionen Euro oder mehr kostet, dann ist es extrem schwierig. Wir haben es im Fall Breno erlebt." Schon während seiner Zeit als Barҫa-Coach hatte Guardiola (vergeblich) versucht, den 21-jährigen Offensivstar vom FC Santos nach Spanien zu lotsen.

Münchner stimmen Guardiola um

Die Bayern-Bosse konnten Guardiola umstimmen, der allerdings im Gegenzug einen ähnlichen Spielertypen wie Neymar forderte. Laut Hoeneß richteten sich die Blicke dann gen Dortmund: "Weil Pep einen ähnlichen Spieler haben wollte, sind wir dann auf Mario Götze gekommen." Neymar wird derweil in der nächsten Saison für den FC Barcelona an der Seite von Lionel Messi stürmen.

Neymars Vater hatte übrigens nie einen Hehl daraus gemacht, dass sein Sohn am liebsten mit Guardiola zusammengearbeitet hätte: "Bei Bayern wird Guardiola sein. Für Neymar wäre es eine tolle Sache gewesen, unter Pep zu trainieren und zu spielen, weil die Entwicklungsmöglichkeiten unter diesem Trainer enorm gewesen wären", wird er auf der brasilianischen Sport-Website "GloboEsporto" zitiert. In diesen Genuss wird jetzt Mario Götze kommen.

Klaus Bellstedt

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