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Fan-Reaktionen : "Da soll noch mal einer sagen, dass es leicht ist, Bayern-Fan zu sein"

Oh je, FCB! Mit der Niederlage im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den BVB fühlt sich die Saison für die Bayern endgültig verkorkst an. Im Netz lecken die Fans ihre Wunden und diskutieren über die Zukunft.

DFB-Pokal BVB Bayern: Thomas Müller steht im Regen

Im Regen: Thomas Müller nach dem Aus der Bayern im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den BVB

So hat sich der FC Bayern München diese Saison irgendwie nicht vorgestellt. Klar, wahrscheinlich wird man Deutscher Meister, aber die Pleiten gegen Real Madrid in der Champions League und gegen Borussia Dortmund im DFB-Pokal werfen doch einen ungewöhnlich großen Schatten auf die erste Spielzeit unter Trainer Carlo Ancelotti. Im Netz diskutieren die enttäuschten Fans des Rekordmeisters entsprechend leidenschaftlich - und malen düstere Zukunftsszenarien.

"Ich denke, das gestrige Spiel hat noch einmal vor Augen geführt, was für eine Baustelle der FC Bayern ist", schreibt Userin Hanna Bach im Fan-Forum "Bayernkurve", wo sie sogleich auch die Trainerdiskussion anschiebt: "Leider ist auch bei mir inzwischen die unschöne Erwartung angekommen, dass Ancelotti insgesamt wohl auch für die nähere Zukunft nicht das Richtige für Bayern ist. Aber da werden wir alle durch ein ganz tiefes Tal müssen, bevor dann in einem Jahr der ersehnte Neuanfang kommen könnte."

FC Bayern: "Kader lebt von Einzelaktionen"

In die gleicher Kerbe schlägt User "gkgyver": "Sich auf die individuelle Klasse verlassen und die gemütliche Papafigur geben, das reicht halt nicht aus. Die Abwehr wirkt nicht abgestimmt, Spielzüge wirken nicht einstudiert, Ballzirkulation wirkt wie ewig nicht trainiert." Wenn es nicht laufe, stünde Ancelotti ratlos an der Seitenlinie, ohne Anweisungen zu geben. Das würde die Spieler merklich frustrieren.

Was also tun? Geld in die Hand nehmen, fordert User "Thorsten1986": "Was bringt uns ein riesiges Festgeldkonto wenn nix davon genutzt wird??? Sollte sich auf einigen Positionen nichts ändern (auch auf lange Sicht wegen Rib/Rob) kann man sich vom CL-Sieg die nächsten Jahre verabschieden."

Der Kader lebe von Einzelaktionen, findet auch User "Porsche": "Aber Robben kann nicht immer außerirdisch sein. Ribéry ist es schon längst nicht mehr." Bei Facebook stimmt User Luca Kuchenbecker ein: "Unser momentaner Kader reicht einfach nicht für die großen Titel aus, viel zu alt und qualitativ einfach nicht hochwertig genug." Ebenfalls auf der offiziellen Facebook-Seite des FC Bayern schreibt User Nicolas Breier: "Man muss was tun, wenn man weiter eine Macht in Europa bleiben möchte. Klar finde ich die Transferpolitik von Bayern gut, aber in der heutigen Zeit muss man leider mehr Geld ausgeben, um gute Spieler zu bekommen."

Bayern-Fans: Kein Verständnis für Selbstmitleid

User Jochen Bierbass findet derweil, dass Ancelotti bekäme, was er nach dieser Saison verdient: "Grotten-Fußball gespielt in der ersten Saisonhälfte, nie rotiert, Kimmich schmoren lassen, CL raus und jetzt noch Pokal! Er ist der falsche Mann für einen Umbruch! Leider! Da soll noch mal einer sagen, dass es leicht ist, Bayern Fan zu sein."

Für Selbstmitleid fehlt aber selbst einigen Bayern-Fans das Verständnis: "Ich bin enttäuscht von den Fans", schreibt Enrico Jüngling. "Dieses Analysieren, Beleidigen und Rumheulen geht mir so aufn Sack! Kein Wunder, dass uns so gut wie niemand ausstehen kann. Ich schäme mich langsam!"

Überhaupt finden viele User, dass die Ergebniskrise der Bayern ein Jammern auf sehr hohem Niveau nach sich zieht. Stellvertretend bringt es dieser Tweet auf den Punkt:

 

Arjen Robben und Cristiano Ronaldo umarmen sich beim Spiel von Real Madrid gegen FC Bayern München in der Champions League
tim

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