HOME

Fußball-Bundesliga: Dortmund jubelt, Hertha unter Schock

War es das für die Hertha? Gegen Nürnberg kassierten die Berliner ein Tor in letzter Minute und damit die nächte Niederlage. Aufgebrachte Fans stürmten daraufhin das Stadion. Im kleinen Revierderby siegte der BVB gegen enttäuschende Bochumer.

Schlusslicht Hertha BSC verliert im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga immer mehr den Anschluss. Die Berliner unterlagen am Samstag im "Kellerduell" gegen den 1. FC Nürnberg daheim mit 1:2 (1:0) und liegen damit nun acht Punkte hinter dem Relegationsplatz 16. Ein wichtiger Sieg gelang dagegen Hannover 96 beim 2:1 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt. Für den VfL Bochum rückt nach dem bitteren 1:4 (0:2) gegen Borussia Dortmund die Abstiegszone wieder näher. Wenig Mühe hatte am 26. Spieltag Meister VfL Wolfsburg beim 4:0 (1:0) in Mönchengladbach. Der FSV Mainz.05 feierte trotz Unterzahl einen 1:0 (0:0)-Sieg gegen äußerst schwache Kölner.

Tor in letzter Minute

Im "Abstiegs-Endspiel" in Berlin übernahm die Hertha von Beginn an die Initiative und drängte die Gäste in deren Hälfte. Nach vielen verpassten Großchancen erlöste Theofanis Gekas die Hauptstädter (36.). Der Grieche verwertete den Abpraller zum vielumjubelten 1:0. Doch die Hertha verpasste es, den Sack zu zu machen und so kam es, wie es kommen musste: Albert Bunjaku (61.) traf nach einem Eckball wie aus dem Nichts zum Ausgleich. In der Nachspielzeit sorgte dann Angelos Charisteas für den endgültigen Berliner K.o.

Für Hertha wird die nächste Spielzeit mit großer Wahrscheinlichkeit in der 2. Liga stattfinden. Mehrere Dutzend zum Teil vermummte Hertha-Chaoten durchbrachen nach dem Schlusspfiff die Absperrungen und drangen bis vor den Spieler-Bereich vor. Ordner und Polizei mussten die Berliner Profis schützen.

In einer intensiven Partie in Hannover brachte Leon Andreasen die Hausherren mit seinem ersten Saisontor in Führung (14.). Doch die Niedersachsen beschränkten sich in der Folge weitestgehend auf Konter und wurden in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für ihre Passivität bestraft: Halil Altintop setzte sich bei einer weiten Flanke im Strafraum gegen zwei Hannoveraner durch und schob den Ball zum 1:1 ins Tor. Die Eintracht übernahm nach der Pause die Kontrolle über das Spiel, wurde in ihren Bemühungen aber in der 54. Minute durch die Gelb-Rote Karte gegen Selim Teber jäh gebremst. Hannover nutzte die Überzahl prompt aus, Sergio Pinto traf drei Minuten später zum 2:1. Maik Franz (90.+1) sah kurz vor Schluss auch noch Gelb-Rot.

Torfestival im kleinen Revierderby

Dortmund tat sich beim Revier-Nachbarn auch Bochum zunächst schwer und brauchte einige Minuten, um ins Spiel zu finden. Bei der Führung bekamen die Borussen tatkräftige Unterstützung von Bochums Kapitän Marcel Maltritz, der einen Freistoß mit dem Rücken ins eigene Tor beförderte (18.). Bochum war geschockt und wurde durch Mohamed Zidan (27.) bestraft. Nach einer Tätlichkeit und der folgenden Roten Karte gegen Milos Maric schien die Partie für den VfL gelaufen zu sein. Doch trotz Unterzahl stemmten sich die Hausherren gegen die drohende Niederlage und trafen durch Lewis Holtby (53.). Ein Doppelschlag von Lucas Barrios (74./77.) beendete dann aber jäh die Aufholjagd.

Erschreckend schwache Kölner

In Mainz sorgte ausgerechnet der zuletzt so stark aufspielende Aristide Bancé für den negativen Höhepunkt der ersten Hälfte: In der 27. Minute fuhr der Stürmer im Zweikampf gegen Pedro Geromel den Ellbogen aus und wurde nach der Tätlichkeit vom Platz gestellt. Trotz Überzahl brachten die Gäste aus Köln kaum Zählbares zustande - die Folge: André Schürrle traf zum mehr als verdienten 1:0 (57.).

Weniger als 48 Stunden nach ihrem schweren Europacup-Auftritt in Kasan musste Meister Wolfsburg schon in Mönchengladbach ran. Aus einer stabilen Abwehr heraus erarbeiteten sich die "Wölfe" Vorteile und gingen kurz vor der Pause durch Zvjezdan Misimovic (41.) verdient in Führung. Alles klar machten nach dem Seitenwechsel Toptorjäger Edin Dzeko (49./Handelfmeter, 80.) und Christian Gentner (58.).

Wissenscommunity