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Fußball-Presseschau: "Hohl klingende Motivationsparolen"

Die Fußball-Woche stand ganz im Zeichen der Champions League. Und während das "Fußvolk" aus Hamburg lahmt, nimmt die deutsche "Doppelspitze" langsam Fahrt auf. stern.de und indirekter-freistoss.de blicken in die Gazetten.

Klaus Hoeltzenbein (SZ) schöpft aus den Siegen Bayerns und Werders frischen Mut: "Wer Mannschaften an ihren Höhen misst und darauf vertraut, dass diese Höhen bei guter Trainerarbeit häufiger zu erklimmen sind, dem muss nicht mehr gar so bang sein um die Repräsentanz der Bundesliga. Zumindest in ihrer Doppelspitze nicht: Die Bayern haben mit drei Siegen und ohne Gegentor einen rekordverdächtigen Start hingelegt, die Bremer haben sich in ihrer Hammertodeswahnsinnsgruppe in Chelsea nicht blamiert, sie hatten Titelverteidiger FC Barcelona am Rand der Niederlage, gegen Sofia haben sie routiniert gewonnen.

Nun gut, das Fußvolk aus Hamburg, Schalke oder Berlin lahmt, aber die Doppelspitze nimmt Tempo auf." Dem weiteren Saisonverlauf blickt Hoeltzenbein mit großer Zuversicht entgegen: "Vielleicht wird Bremen dieses Jahr noch auf der Strecke bleiben, auch für Bayern wird's in der K.o-Runde mit den Super-Reichen eng, aber Fußball ist auch die Kunst, in den Augenblicken mitzufiebern."

Ralf Wiegand (SZ) hebt Bremens neue Abwehrstärke hervor: "Auf der neuen Defensivbasis lassen sich auch unangenehme Aufgaben wie die gegen Sofia unaufgeregt bewältigen. Die biederen Bulgaren boten lange solide Gegenwehr, verwickelten die Bremer in ein lästiges Klein-Klein, raubten ihnen phasenweise jede Kreativität durch hartnäckige Defensivschufterei." Frank Heike (FAZ) betont den Zufall und die Bedeutung des Führungstreffers: "Die Bulgaren spielten mit acht Mann defensiv, und wäre nicht Naldos Freistoß in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ins Tor gerutscht, es wäre wohl ein Wettlauf mit der Zeit und gegen ein drohendes 0:0 geworden."

"Ihr Flaschen habt Doll gar nicht verdient"

Entsetzen in der Presse über das 1:4 der Hamburger in Porto; die Journalisten stellen die Trainerfrage, und ihre Antwort fällt nicht mehr so einheitlich aus wie vor dem Spiel. Hans Trens (FAZ) wendet sich von den Hamburgern ab: "Die Hanseaten erweisen sich als ein schwachbrüstiger Vertreter des gerade eben durch die Nationalelf aufgeweckten deutschen Fußballs." Er zählt einige Verantwortliche für die Hamburger Kargheit auf, zuletzt jedoch den Trainer: "An dem rabenschwarzen Abend setzte sich die Leidenszeit einer Formation fort, in der auch vermeintliche Lenker wie die Benelux-Nationalspieler Mathijsen, de Jong oder Kompany sowie der in die Jahre gekommene argentinische Weltstar und Wandervogel Sorin kein Rückhalt sind. Der Kreuzweg durch die nationalen und internationalen Stadien schmerzt vor allem Thomas Doll, den zu bedauernden Trainer, der die allergeringste Schuld an der Entwicklung trägt." Christian Zaschke (SZ) empfiehlt, Doll zu vertrauen: "Die Frage in solchen Situationen ist immer: Wie weit will man mit dem Trainer gehen? In Anbetracht der Umstände erscheint es ratsam, leidensfähig zu sein. Es wird noch eine Weile dauern, bis die Lage besser wird. Entscheidend dabei ist: Ohne Doll wird es kein bisschen schneller gehen." Bild-T-Online tritt den Spielern auf die Füße: "Ihr Flaschen habt Doll gar nicht verdient!"

Chelsea und Barcelona pflegen die neue Sachlichkeit

Roland Zorn (FAZ) hingegen will die Verlegenheit Dolls erkannt haben: "Inzwischen sucht der Trainer mit immer wieder ähnlichen Worten die Balance zwischen allmählich hohl klingenden Motivationsparolen und nicht selten allzu zart anmutenden kritischen Sätzen an die Adresse der Spieler; inzwischen scheint auch Doll ziemlich ratlos." Jürgen Ahäuser (FR) rechnet wohl mit der Trennung: "Mit Doll in die Zweite Liga? Nicht beim HSV, nicht mit diesem Kader. Dann doch lieber mit einem neuen Trainer auf zu neuen Ufern." Christian Schreider (Tagesspiegel) lästert: "Unter die besten 20 Mannschaften Europas wollten sie in Hamburg. Jetzt können sie sich darauf konzentrieren, unter den ersten 15 Deutschlands zu bleiben."

Chelsea besiegt Barcelona 1:0 - Christian Eichler (FAZ) schildert die Reduktion des Konflikt- und Konversationswertes des Spiels: "Kaum etwas fesselt das Publikum so sehr wie Kleinkrieg auf höchstem Niveau, wie hässlicher Streit unter den Schönen und Mächtigen der Welt. Viermal füllte das Duell Chelsea gegen Barça diese Dallas-und-Denver-Marktnische im Fußballsegment. Erst beim fünften Mal schrumpfte Europas Fußball-Gipfel zur Randnotiz auf Englands Titelseiten. Dort hatte er am Donnerstag keine Chance gegen den Rosenkrieg von Paul McCartney und Heather Mills. Geschlagene Ehefrauen sind noch besser für die Auflage als geschlagene Champions-League-Sieger. Keiner schimpfte, keiner sah Verschwörungen. Die Meister der beiden stärksten Ligen der Welt pflegen die neue Sachlichkeit. Dazu passte die Darbietung von Michael Ballack. Für sie kennt der Fußball-Jargon den schönen Begriff 'unauffällig'. Aber auch Barça blieb, was es sonst nie ist: unauffällig. Chelsea zeigte, wie man die hochtourigste Offensivmaschine des europäischen Fußballs abwürgen kann."

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(