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Champions League 0:2 gegen Liverpool: Leipzig kann Klopps kriselnde Reds nicht gefährden

Liverpool gegen Leipzig: Mo Salah im Zweikampf mit Dani Olmo
Liverpools Superstar Mo Salah im Zweikampf mit dem Leipziger Dani Olmo. Salah leitete mit seinem Tor zum 1:0 den Einzug der "Reds" ins Viertelfinale der Champions League ein.
© Trenka Attila / DPA
Der FC Liverpool mag in einer tiefen Krise stecken, doch für RB Leipzig ist das Team von Jürgen Klopp dennoch zu stark. Die Sachsen verloren auch das zweite Spiel gegen die Truppe vom Anfield, die nicht wirklich in Gefahr geriet.

Aus statt Aufholjagd: Julian Nagelsmann hat das Trainer-Duell mit dem kriselnden Jürgen Klopp verloren und ist mit RB Leipzig in der Champions League vorzeitig gescheitert. Die Sachsen verloren das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Liverpool am Mittwochabend in Budapest mit 0:2 (0:0). Nach dem 0:2 aus dem ersten Duell ist die Saison auf Europas größter Fußball-Bühne für Leipzig vorbei, Liverpool kann auf den nächsten Triumph in der Champions League nach 2019 hoffen.

Ein erfolgreicher Konter genügte dem FC Liverpool, um völlig verdient in Führung zu gehen. Mohamed Salah (70.) nahm Leipzig alle Hoffnung, vier Minuten später sorgte Sadio Mané für klare Verhältnisse. Die beiden Superstars hatten bereits im Hinspiel beide Tore des FC Liverpool erzielt, der in der englischen Premier League zuletzt sechs Heimspiele nacheinander verloren hatte.

Trotz der verpassten Wiederholung des Königsklassen-Märchens - im Vorjahr war Leipzig bis ins Halbfinale vorgestoßen - hat RB weiterhin die Chance auf zwei Titel. Das Team steht im Halbfinale des DFB-Pokals, ist zudem Zweiter in der Bundesliga. Dort kommt es Ostern zum womöglich vorentscheidenden Spiel gegen Meister Bayern München.

Leipzig: Viel Ballbesitz, geringe Wirkung

In der Puskas Arena brachte Nagelsmann Emil Forsberg erstmals nach dessen Knieverletzung wieder in der Startelf. Der schwedische Nationalspieler sollte im Angriff neben Yussuf Poulsen Druck erzeugen. Doch statt eines furiosen Leipziger Starts übernahm Liverpool die Kontrolle in Ungarns Nationalstadion. Von einer Krise war bei den Briten nichts zu spüren.

Wie schon im Hinspiel hatte plötzlich Dani Olmo die Leipziger Führung auf dem Fuß. Doch den Schuss des spanischen Nationalspielers (10.) hielt LFC-Keeper Alisson Becker. In der Folge tat sich RB trotz 60 Prozent Ballbesitzes schwer, Lücken in der soliden Abwehr des englischen Meisters zu finden.

Liverpool stets brandgefährlich

Stattdessen war Liverpool fast jedes Mal vor dem Leipziger Tor brandgefährlich. Diogo Jotas (19.) Kopfball nach einer Ecke entschärfte RB-Torwart Peter Gulacsi ebenso grandios wie den Schuss von Salah (24.) nach einem Konter. Fünf Minuten später war Dayot Upamecano vor dem einschussbereiten Superstar aus Ägypten zur Stelle.

Nagelsmann reagierte, löste die Doppel-Sechs auf und beorderte Kapitän Marcel Sabitzer weiter nach vorn. Dadurch gelang es RB, den Druck zu erhöhen. Mehr als ein Schuss von Forsberg (32.), der knapp am Tor vorbei ging, spielten sich die Sachsen jedoch nicht heraus. Auf der anderen Seite war es erneut der für den verletzten Roberto Firmino in das Team gerückte Jota (41.), der an Gulacsi scheiterte.

Sörloth köpft an die Latte, Salah trifft

Nagelsmann erhöhte weiter den Druck, brachte Stürmer Alexander Sörloth für Spielmacher Kevin Kampl. Die nächste Großchance hatte allerdings wieder Jota (55.), der im Duell mit Gulacsi erneut der Verlierer war. Leipzig tat sich weiterhin schwer, überhaupt für Gefahr zu sorgen. Also zog Nagelsmann die nächsten Joker, Poulsen und Forsberg mussten Justin Kluivert und Hee-chan Hwang nach einer Stunde weichen.

Hwang leitete die bis dahin größte Leipziger Chance ein. Nach einer Flanke des Südkoreaners köpfte (66.) Sörloth den Ball allerdings an die Latte. Doch dann nutzte Liverpool schließlich einen seiner Konter, Salah ließ Gulacsi nach einem Zuspiel von Jota keine Chance. Kurz darauf bediente der eingewechselte Divock Origi den völlig ungedeckten Mané.

Im zweiten Spiel des Abends reichte Paris St. Germain ein Elfmetertor von Kylian Mbappé, um mit einem 1:1 den FC Barcelona aus dem Wettbewerb zu werfen. Für die Katalanen traf der argentinische Superstar Lionel Messi, der allerdings auch einen Strafstoß vergab. Das Hinspiel hatte PSG deutlich mit 4:1 für sich entschieden.

dho DPA

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