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Pilotprojekt: NRW reduziert Polizeipräsenz rund um Fußballspiele

Die Debatte um die Kosten von Polizeieinsätzen in der Bundesliga geht in die nächste Runde. NRW will in einem Pilotprojekt sogar auf Einsatzkräfte verzichten. Die Sorgen vor Gewalt sind groß.

Von Nils Kemter

Ein Erlass des nordrhein-westfälischen Innenministeriums sorgt für neuen Zündstoff in der Bundesliga. Nach Bremen plant nun das zweite Bundesland Einschnitte beim Polizeieinsatz anlässlich von Fußballspielen. In einem Pilotprojekt an vier Spieltagen der am 22. August beginnenden Saison wird in und um die westdeutschen Stadien herum die Präsenz der Einsatzkräfte erheblich runtergefahren.

Das Innenministerium begründet dies unter anderem damit, dass durch die Aufstiege des 1. FC Köln und des SC Paderborn zwei weitere Westclubs der Bundesliga angehören und sich die Zahl der Spiele in dem Bundesland von 210 auf 231 erhöhen wird. "Bereits jetzt verwendet die Bereitschaftspolizei ein Drittel ihrer Einsatzzeit nur für die Sicherheit bei Fußballspielen. Machten wir weiter wie bisher, würde sich das nochmal deutlich erhöhen. Das kann ich dem Steuerzahler nicht mehr vermitteln", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger.

Die Polizei will laut des Erlasses einige Spiele fast ohne Einsatzkräfte durchführen. Sowohl in den Arenen als auch rund um die Bahnhöfe und Anfahrtswege sollen die Polizisten aus Kostengründen reduziert werden. "Es geht uns allein um die Spiele, die in den letzten drei Jahren ohne Krawalle geblieben sind. Hier wollen wir den Kräfteeinsatz der Bereitschaftspolizei lageangepasst runterfahren", teilte Jäger mit.

NRW-Innenminister Ralf Jäger stellte in Düsseldorf das Pilotprojekt für vier Bundesliga-Spieltage vor

NRW-Innenminister Ralf Jäger stellte in Düsseldorf das Pilotprojekt für vier Bundesliga-Spieltage vor

Risikospiele bleiben unangetastet

Hochsicherheitsspiele wie das Derby Schalke 04 gegen Borussia Dortmund am letzten Septemberwochenende oder Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln sind von dem Vorhaben jedoch ausgenommen. "Ich sage es ganz deutlich: Einsätze bei Risikospielen bleiben unangetastet. Gleiches gilt für das konsequente Vorgehen gegen Gewalttäter", sagte Jäger in Düsseldorf.

Die Bremer Landesregierung hatte sich bereits vor NRW dafür ausgesprochen, die Deutsche Fußball-Liga (DFL) an den Kosten für Polizeieinsätze rund um Bundesliga-Spiele zu beteiligen. Als Konsequenz verlegte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das ursprünglich am 14. November in Bremen geplante EM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft gegen Gibraltar nach Nürnberg. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bezeichnete die Pläne als "verfassungswidrig".

Auch DFL-Präsident Reinhard Rauball wehrte sich gegen die Kostenbeteiligung. "Das Bremer Anliegen kommt einer Blanko-Vollmacht zur willkürlichen Belastung Einzelner gleich", sagte er. Die Bundesliga-Clubs lehnen die finanzielle Verantwortung ab, weil ihr Einfluss auf Gewalttäter außerhalb des Stadions, etwa an öffentlichen Bahnhöfen, sehr begrenzt ist. Zudem argumentiert die Liga mit rund einer Milliarde Steuerzahlungen pro Jahr.

"Riesenprobleme mit Hooligans"

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hatte vergangene Woche die Summe von 50 Millionen Euro jährlich von den Vereinen für Einsätze rund um die Partien gefordert. Wie dieser Betrag auf die Vereine und Bundesländer umgelegt werden könnte und aus welchen Berechnungen er stammt, blieb Wendt jedoch schuldig.

Der Vorstoß der NRW-Landesregierung dürfte die Debatte nun erneut befeuern. Arnold Plickert, Chef der nordrhein-westfälischen Polizeigewerkschaft, äußerte gegenüber der "Bild"-Zeitung bereits erhebliche Bedenken: "Wenn das Innenministerium Einsatzkonzeptionen wie verdeckte Aufstellung, keine Busbegleitung sowie keine Polizei im Stadion vorgibt, gehe ich davon aus, dass es auch die Verantwortung für die zu erwartenden Ausschreitungen und Gewalttätigkeiten übernimmt", zitiert das Blatt. Plickert fürchtet "Riesenprobleme mit Hooligans in den Innenstädten", wenn die Polizei den öffentlichen Nahverkehr nicht mehr schützen will und gegnerische Fans ohne Polizeibegleitung zu den Stadien reisen können.

Jäger setzt indes auf die Eigenverantwortung der Zuschauer. "Gespräche mit Fans haben mir gezeigt, dass sie bereit sind, mehr Verantwortung zu übernehmen. Das können sie jetzt unter Beweis stellen", sagte er.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(