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Winter-Verpflichtungen: Schürrle, Kampl und Co.: Transfer-Elf im Kurz-Check

Drei Spiele hat jeder Club in der Fußball-Bundesliga im Jahr 2015 bestritten. Damit haben auch die Neuzugänge ihre ersten Bewährungsproben absolviert. Elf Winter-Transfers im Kurz-Check.

Wolfsburg kann am letzten Transfertag Weltmeister André Schürrle nach Niedersachsen lotsen.

Wolfsburg kann am letzten Transfertag Weltmeister André Schürrle nach Niedersachsen lotsen.

Hot or not? Die Englische Woche zum Rückrundenstart in der Bundesliga war mit drei Spielen gleich eine echte Bewährungsprobe für die Neuen. Von teuer wie André Schürrle beim VfL Wolfsburg bis preiswert wie Srdjan Lakic beim SC Paderborn war bei den Winter-Verpflichtungen alles dabei.

Einige Fußball-Profis haben voll eingeschlagen, andere sind im Pech oder haben noch Luft nach oben. Elf Winter-Transfers im Kurzcheck:

André Schürrle (32,0 Millionen Euro)

Der Rekordtransfer des VfL Wolfsburg feierte ein grandioses Bundesliga-Comeback. Beim 3:0 gegen Hoffenheim überzeugte er mit zwei Torvorlagen, und mit Kevin De Bruyne verstand er sich blind. "Ein besseres Debüt kann man sich nicht vorstellen", lobte Trainer Dieter Hecking den Weltmeister.

Nils Petersen (ausgeliehen)

Die Leihgabe des SV Werder Bremen hat beim SC Freiburg mit drei Toren in 45 Minuten für Furore gesorgt. "Da hätte man auch eine Kiste Bier vorne reinstellen können, die hätte die drei Dinger vielleicht auch gemacht", scherzte er. Inzwischen ist dem Stürmer das Lachen vergangen: Knieverletzung, vier Wochen Pause.

Kevin Kampl (12 Millionen Euro)

Ein Glücksgriff. Der Mittelfeldspieler schaffte in den drei Rückrundenspielen den Sprung in die Startelf und stach Konkurrenten wie Henrich Mchitarjan aus. Weil er vom ungeliebten Red Bull-Club Salzburg kam und bei dessen Ableger RB Leipzig im Gespräch war, wurde der Deutsch-Slowene von den Fans beargwöhnt.

Matija Nastasic (ausgeliehen)

Vom Bankdrücker bei Manchester City zum Stammspieler: Der Überraschungstransfer von Trainer Roberto di Matteo bestritt beim FC Schalke 04 alle drei Partien. Doch Vorsicht: Der Serbe ist verletzungsanfällig. Seit der Saison 2011/2012 fehlte er seinen Clubs wegen verschiedener Blessuren insgesamt 32 Wochen.

Ivica Olic (1,5 Millionen Euro):

Der 35-jährige Dauerläufer belebt die Offensive des Hamburger SV - wie schon bei seinem Gastspiel von 2007 bis 2009. Getroffen hat der Kroate aber noch nicht. "Ich habe immer und überall meine Tore gemacht - garantiert", sagt der Kroate. Stimmt: Bei seinem bisherigen Club VfL Wolfsburg waren es 28 Treffer in 78 Spielen.

Marcelo Diaz (2 Millionen Euro)

Klein, aber oho: Der chilenische Nationalspieler ist nur 1,66 Meter groß, spielte aber beim 2:1 des Hamburger SV gegen Hannover auf der Sechser-Position groß auf. 79 Prozent seiner Pässe kamen an. Der zentrale Mittelfeldspieler, der vom FC Basel kam, "hat sich ganz gut eingefügt", sagt Trainer Josef Zinnbauer.

Srdjan Lakic (350.000 Euro):

Der Stürmer ist zwar da, aber noch nicht angekommen beim SC Paderborn. Als Last-Minute-Verpflichtung vom 1. FC Kaiserslautern für den verletzten Marvin Ducksch fehlte der Kroate in der Vorbereitung. Daher sieht seine Bilanz bislang mager aus: Er hat 132 von 270 Spielminuten absolviert und kein Tor erzielt.

Jannik Vestergaard (2 Millionen Euro)

Der baumlange Däne spielt beim SV Werder Bremen wie befreit auf. Nach sieben Spielen ohne Einsatz bei der TSG Hoffenheim ist der Innenverteidiger an der Weser gleich zur Stammkraft avanciert. Drei Spiele, drei Siege und dreimal 90 Minuten auf dem Feld sind Beleg für die seine Qualität.

Pierre-Emile Hojbjerg (ausgeliehen):

Der Däne hatte in dieser Saison beim FC Bayern München nur acht von 17 Spielen absolviert. Beim FC Augsburg brauchte der 19-Jährige nur drei Partien, um auf fast die gleiche Einsatzzeit zu kommen. Beachtlich: Der Mittelfeldspieler hat in dieser Saison noch kein Bundesliga-Spiel verloren.

Dong-Won Ji (2 Millionen Euro):

Bei Borussia Dortmund ist der Koreaner nicht über die 2. Mannschaft in der 3. Liga hinaus gekommen. Mit seiner Rückkehr zum FC Augsburg scheint sich alles zum Besseren zu wenden. Nur eins fehlt dem Stürmer zum Fußball-Glück: Endlich wieder ein Erstliga-Tor. Das letzte datiert vom 25. Januar 2014 - gegen Dortmund.

feh/DPA / DPA

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