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Torsten Frings: Fatale Verletzung mit fatalem Verdacht

Der erneute Rückschlag bei Torsten Frings nährt die Vermutung, dass die medizinische Abteilung mit dem Fortschritt bei Werder Bremen nicht mitgehalten hat. Frings: "Ich bin angekotzt."

Von Frank Hellmann, Bremen

Die Hoffnung, auf die sich Torsten Frings bald stützen wird, ist schwarz-gelb. So sehen nämlich die Krücken aus, die der 31-Jährige bis heute nicht weggeworfen hat. Überbleibsel aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund - und Glücksbringer, die der 70-fache Nationalspieler immer dann benutzt, wenn er mal wieder verletzt ist. Die im neuen Jahr überwunden geglaubte Leidenszeit des Wortführers von Werder Bremen wird sich um mindestens sechs Wochen verlängern, nachdem ein Innenbandriss im gerade geheilten rechten Knie diagnostiziert wurde. "Ich bin angekotzt", keift Frings.

Der Mittelfeldantreiber ist geschockt, fühlt sich vom Pech verfolgt - und steht vor einem Rätsel. Im Trainingslager in Belek war er voll belastbar, er hatte beim Wintercup in Düsseldorf wieder mitgekickt. Am Montag hatte er indes bei einem harmlosen Pass heftige Schmerzen verspürt, am Dienstag stellte sich die vermutete Reizung als Riss des Innenbandes am Ansatz heraus, wie Trainer Thomas Schaaf betroffen mitteilte. Der Trainer und Sportchef Klaus Allofs wollen nun genau überlegen, ob noch ein Nachkauf getätigt wird, nachdem just der wechselwillige Leon Andreasen an den FC Fulham abgegeben, Carlos Alberto an den FC Sao Paulo ausgeliehen wurde. "Jetzt darf nicht mehr viel passieren", warnt bereits der besorgte Kapitän Frank Baumann, der die Causa Frings als Tragödie wertet. Wohl wahr.

Born verteidigt Werder-Doc

"Das Knie ist wieder kaputt", hatte Frings nach dem ernüchternden Ergebnis der Computertomografie beim Aussteigen aus dem Ferrari geraunzt, "es ist einfach nicht meine Saison." Während der Vorbereitung im vergangenen Juli knickte Frings, der schon in Dortmund einen Kreuzbandriss erlitt, im Testkick in Paderborn unglücklich um, danach wurde die Diagnose Kreuzbandriss gestellt, was später als Innenbandschaden korrigiert wurde. Im Oktober folgte das Comeback und fünf durchwachsene Einsätze, ehe Frings sich wieder in den Krankenstand verabschiedete - erneut machte das rechte Knie nicht mehr mit, das zur Sicherheit im November gleich ganz eingegipst wurde. Ein unendliches Hickhack um ein Gelenk, das neuerlich nicht hält.

Der Rückschlag des nun auch um die EM-Teilnahme bangenden Mittelfeldspielers nährt latente Vermutungen, dass die medizinische Abteilung mit dem allgemeinen Fortschritt der Werder Bremen GmbH & Co KGaA nicht mitgehalten hat. Die Kardinalfrage: Ist speziell der gebürtige Pole Dr. Götz Dimanski, überfordert? Dimanski übernahm 1999 vom erst vor zwei Wochen verstorbenen langjährigen Mannschaftsarzt Dr. Karl Meschede die medizinische Leitung des Klubs. Seitdem, Tendenz steigend, lassen sich viele Profis gar nicht mehr in den schmucken Räumen des Werder-Sportheps behandeln, sondern suchen Ärzte ihres Vertrauens auf - ein Umstand, der auch bei anderen Vereinen so praktiziert wird. "Die Kritik an Doktor Dimanski ist völlig unberechtigt", entgegnet Bremens Vereinsboss Jürgen L. Born stern.de, es gebe überhaupt keinen Grund, an dem Mannschaftsarzt zu zweifeln. Born: "Das Problem sind eher frustrierte Spieler, die manchmal vielleicht zu schnell wieder spielen wollen." Und speziell im Falle Frings habe der Profi alle Freiheiten gehabt - so ist Frings einer von jenen, die sich regelmäßig vom nicht unumstrittenen, aber bei Werder ein- und ausgehenden Bioenergetiker Kurt Schweinberger behandeln lassen.

"In Bremen jedenfalls nicht"

Doch längst kursiert eine öffentliche Debatte um die Werder-Ärzte, nachdem erst Dr. Arno E. Lison, der behandelnde Spezialist von Ivan Klasnic, die angeblich dilettantische Behandlung des nierenkranken Profis im Fernsehen angeprangert hatte, kurz darauf dem dauerverletzten Pierre Womé der Kragen platzte. "Wir haben hier ein großes Problem mit den Ärzten, da können sie jeden Spieler fragen", klagte der Kameruner, der seine Leistenverletzung in Paris behandeln ließ. Es sei nicht seine Schuld, dass er diese Saison noch kein Spiel für Werder gemacht habe, sondern "die der Ärzte hier", so Womé, der im September fünf Wochen nach seiner Leistenoperation noch munter Torschusstraining absolvierte, um bis heute in den Verletztenstand abzutauchen. Fehlbare Ärzte, falsche Diagnosen als Ursache für lange Ausfallzeiten?

Ein Verdacht, der indirekt von Frings befeuert wird. "Ich werde mir gut überlegen, wo ich die Reha mache. In Bremen jedenfalls nicht." Ist er mit der Arbeit von Dimanski unzufrieden? "Nein. Seit Wochen sehe ich nur dieselben Reha-Räume. Ich muss hier mal rauskommen", sagt Frings, der schon zuletzt Teile der Reha bei Nationalmannschafts-Physiotherapeut Klaus Eder in Donaustauf absolviert hatte. Die Frage ist erlaubt, warum ein wochenlang eingegipstes Knie abermals die Belastungen nicht ertragen hat. Und da ist die lange Liste jener Werder-Spieler, die allen medizinischen Prognosen zum Trotz viel länger als gedacht und geplant ausfielen.

Frings macht sich Mut

Patrick Owomoyela erlitt im Juli einen Sehnenteilabriss im Oberschenkel, kehrte im September zurück - und meldete sich acht Tage später wegen Narbengewebe für den Rest des Jahres ab. Clemens Fritz erlitt zwei Bauchmuskelzerrungen, einen Muskelfaserriss und hatte Leistenprobleme - in der Winterpause wurde er an beiden Leisten operiert. Die fortgeschriebene Malaise des Tim Borowski, die ewigen Knieprobleme des Sebastian Boenisch oder das Knochenödem des Peter Niemeyer - beide mussten schließlich operiert werden - Rückschläge in der Genesungsphase sind Alltag an der Weser. Die neuerliche Frings-Verletzung sei ein Schock für den gesamten Klub und seine hohen Ziele in der Rückrunde, gibt Born zu. "Der Torsten Frings hat so viel Charisma, dass er schon den Gegner einschüchtert, wenn er nur auf dem Platz steht." Das wird aber noch ein paar Wochen dauern.

Oder nicht? "Ich weiß aus meiner Zeit in Dortmund, dass es auch mal schneller gehen kann, als der Arzt sagt", erklärt Frings und macht sich sogleich Mut. "Die paar Wochen gehen schnell rum." Zumal er mit den schwarz-gelben Gehhilfen offenbar überall hinkommt - bei seiner letzten Zwangspause hat sich der Unverwüstliche sogar mit Krücken mitten in den Partytrubel des Bremer Freimarkts begeben.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(