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Transfergerüchte: Schalke will Kuranyi

VfB-Star Kevin Kuranyi steht offenbar vor einem Wechsel zum FC Schalke 04. Medienberichten zufolge liegt dem 22-Jährigen ein Vier-Jahres-Vertrag der Gelsenkirchener vor.

Nationalstürmer Kevin Kuranyi vom VfB Stuttgart steht offenbar vor einem Wechsel zum Bundesliga-Konkurrenten FC Schalke 04. Dem 22-Jährigen liegt nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" ein Vier-Jahres-Vertrag der Gelsenkirchener vor, den er noch in dieser Woche unterschreiben soll. "Mag sein, dass Kevin ein Angebot hat", sagte VfB-Teammanager Felix Magath, "aber sicher ist auch, dass er bei uns einen Vertrag bis 2005 besitzt." Die Verantwortlichen bei Schalke wollten ein Angebot weder bestätigen noch dementieren. "Wir werden keinen Namen mehr kommentieren", sagte Manager Rudi Assauer.

Der Torjäger verdient nach Angaben der "Stuttgarter Zeitung" derzeit nur 200 000 Euro im Jahr und habe nun die Aussicht, bei Schalke fünf Mal so viel zu kassieren. Assauer hat bereits mit der Millionen schweren Verpflichtung der Bremer Ailton und Mladen Krstajic für Aufsehen und Ärger gesorgt.

Völler rät Kuranyi zu Stuttgart

Kuranyi selbst war am Dienstag auf dem Weg zur Nationalmannschaft nach Essen. Vor dem Länderspiel am Samstag gegen Frankreich - ausgerechnet in Gelsenkirchen - gab DFB-Teamchef Rudi Völler dem Stuttgarter aber schon mal einen guten Rat: "Das Allerwichtigste ist, zu einem Verein zu gehen, wo man absolut gesetzt ist. Das wird der Kevin auch wissen." Zumindest indirekt empfahl er damit Kuranyi, in Stuttgart zu bleiben. Denn die Konkurrenzsituation in Schalkes Offensivabteilung wird in der nächsten Saison auf jeden Fall größer sein als beim VfB. Als Beispiel nannte Völler Benjamin Lauth, der bei 1860 München zum Saisonbeginn eine lange Durststrecke durchmachen musste. "Er hat aber immer gespielt, dass war nur bei den Löwen möglich", sagte Völler.

Stuttgart will bis an seine Schmerzgrenze gehen

Bei den Stuttgartern bemüht man sich derweil demonstrativ um Gelassenheit. "Wir sind permanent im Gespräch mit dem Spieler und verfallen nicht in Hektik", sagte Präsident Erwin Staudt und betonte erneut, dass der Verein im Fall des umworbenen Angreifers bis an die Grenzen seiner Möglichkeiten gehen werde. Es gebe allerdings eine "Schmerzgrenze nach oben in unserem Angebot". Die Stuttgarter können zwar 15 Millionen Euro an Einnahmen aus der Champions League verbuchen, sind aber noch mit über 16 Millionen verschuldet. Bei einem Wechsel bereits zur Saison könnte Stuttgart eine ordentliche Ablösesumme kassieren, ein Jahr später wäre er ablösefrei.

Auch Hinkel bei Schalke im Gespräch

Die inzwischen vorsichtig kalkulierenden Schwaben verhandeln seit Wochen mit Kuranyi und dessen Berater Karlheinz Förster, ohne dass bisher eine vorzeitige Verlängerung des Kontrakts zu Stande gekommen ist. "Je länger dieser Zustand so bleibt, umso begehrlicher wird Kevin für andere", erklärte der frühere Nationalspieler.

Die Wechselgerüchte sorgen zunehmend für Unruhe beim VfB. Auch Abwehrspieler Andreas Hinkel, dessen Vertrag ebenfalls 2005 ausläuft, ist immer wieder bei Schalke im Gespräch. Zudem soll der AC Mailand ein Auge auf Kuranyi geworfen haben.

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