Transferspekulation "Über einen Verkauf von Frings denken wir nicht nach"


Borussia Dortmund hat die Spekulationen um einen Transfer von Torsten Frings beendet und die Kritik des Nationalspielers an der Vereinsführung barsch zurückgewiesen.

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat die Spekulationen um einen Transfer von Torsten Frings beendet und die Kritik des Nationalspielers an der Vereinsführung zurückgewiesen. "Über einen Verkauf von Frings denken wir nicht nach", betonte Michael Meier am Dienstag. Die Vorwürfe des Spielers an die BVB-Vereinsführung will der Dortmunder Manager so nicht hinnehmen. "Darüber wird mit ihm noch zu sprechen sein", meinte Meier. Frings hatte seinem Club undurchsichtige Personalpolitik vorgeworfen und als Konsequenz einen Wechsel zum FC Bayern München ins Kalkül gezogen.

"In Ruhe arbeiten kann man bei solch einem Umfeld nicht"

"Von uns wird verlangt, dass wir Leistung bringen. Aber der Verein tut nichts dafür, dass wir in Ruhe Fußball spielen können», hatte der der Nationalspieler am Montag am Rande der Vorbereitungen auf das Länderspiel in Kroatien erklärt und ein klares Bekenntnis seines Clubs zum derzeitigen Personal gefordert. «Anscheinend braucht der Verein Geld, und sie wollen Spieler verkaufen. Wenn sie mich verkaufen wollen, sollen sie mir das frühzeitig sagen», meinte der von einem Kreuzbandriss nach halbjähriger Pause genesene Vize- Weltmeister. Es gehe ihm «auf die Nerven, dass man in den Medien permanent von drohenden Spielerverkäufen liest», sagte Frings. «In Ruhe arbeiten kann man bei solch einem Umfeld nicht.»

Meier trat den Vorwürfen des BVB-Profis am Dienstag entgegen. "Frings sollte wissen, dass er bei uns sein Geld bekommt und dass er sich voll auf Fußball konzentrieren kann", sagte der Manager und betonte: "Es wird beim BVB keinen Ausverkauf geben."

Frings reagierte in einem Journalistengespräch vor dem Abflug nach Split auf Meldungen des Fachmagazins "Kicker", dass der FC Bayern den Mittelfeldspieler aus seinem bis Sommer 2006 datierten Vertrag beim BVB auslösen wolle. Bereits vor knapp zwei Jahren hatte der FC Bayern offiziell bei Frings angefragt, als der heute 27-Jährige noch bei Werder Bremen unter Vertrag stand. "Damals hatte ich bereits Borussia Dortmund mein Wort gegeben", schilderte Frings, warum er nicht zum deutschen Rekordmeister gewechselt war.

Sammer genervt

Genervt ist auch Matthias Sammer angesichts der anhaltenden Spekulationen um mögliche Spielerverkäufe. "Mir ist es egal, welche Spieler in Buxtehude im Winterschlussverkauf angeboten werden", sagte der BVB-Trainer, der sich dazu erst äußern will, "wenn solche Transfers im Sommer nötig sein sollten". Sammer: "Welcher meiner Spieler, der die Kugel nur einigermaßen treffen kann, ist im Moment eigentlich bei keinem anderen Club im Gespräch?"


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