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Uefa-Pokal: Pleite für BVB, Arbeitssieg für Wolfsburg

Borussia Dortmund ist mit einer 0:2-Niederlage gegen Udinese Calcio in den Uefa-Cup zurückgekehrt. Auch Bundesligaspitzenreiter HSV enttäuschte vor eigenem Publikum gegen den rumänischen Club Unirea Urziceni maßlos. Besser machten es die Wölfe und auch die Stuttgarter - dank Mario Gomez.

Borussia Dortmund hat bei der Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne nach fünf Jahren eine Lehrstunde erhalten. Nach dem 0:2 (0:2) zum Auftakt des UEFA-Pokals gegen Udinese Calcio droht dem BVB ein früher Abschied aus dem so lange herbeigesehnten Wettbewerb. Besser machte es der VfL Wolfsburg. Dank einer starken ersten Halbzeit bezwangen die Niedersachsen Rapid Bukarest mit 1:0 (1:0). Schwer wird es für den Hamburger SV werden. Der Tabellenführer der Bundesliga enttäuschte maßlos gegen den rumänischen Club Unirea Urziceni und kam über ein 0:0 nicht hinaus. Dagegen konnte der VfB Stuttgart jubeln: Dank Mario Gomez verwandelten die Schwaben einen Rückstand in einen 2:1-Sieg.

Dortmunder Deckung indisponiert

Der BVB war Gegner Udinese im Erstrunden-Hinspiel des Uefa-Cups klar unterlegen. Vor 52.400 Zuschauern nutzten Antonio Floro Flores (8.) und Gökhan Inler (34.) zwei Fehler der indisponierten Dortmunder Deckung zu den entscheidenden Toren. Damit ist die Hoffnung der Westfalen, den Einzug in die Gruppenphase zu schaffen, vor dem Rückspiel am 2. Oktober in Udine fast schon auf den Nullpunkt gesunken.

Wolfsburg legte los wie die Feuerwehr

Der Vfl Wolfsburg vergab vor 16.245 Zuschauern im eigenen Stadion viele gute Chancen und hat deshalb im Rückspiel am 2. Oktober in Rumänien ein schweres Stück Arbeit vor sich. Mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter sorgte der Brasilianer Grafite (45.) für das Tor des Abends. Im Bundesliga-Nordderby gegen Spitzenreiter Hamburger SV am Sonntag wollen die "Wölfe" besser treffen.

Die Mannschaft von Trainer Felix Magath legte los wie die Feuerwehr. Edin Dzeko spielte fünf Tage nach dem 2:2 in Berlin neben Grafite als zweite Spitze. Gästetorhüter Rafael Urko Pardo stand in der einseitigen Partie im Blickpunkt und wurde zum großen Rückhalt seines Teams. Auf der Bank grantelte der Wolfsburger Trainer, denn sein Team vergab die toll herausgespielten Chancen gleich serienweise. Nach einer Viertelstunde wurde Bukarest dann etwas stärker. Doch für das Team des portugiesischen Trainers José Peseiro war es nur ein Strohfeuer.

Abwehrspieler Marcel Schäfer zwang nach knapp einer halben Stunde mit seinem Schuss aus gut 20 Meter den spanischen Keeper im Bukarester Tor zu einer weiteren Glanzparade. Fünf Minuten später fälschte Constantin einen strammen Schuss des Japaners Hasebe ins Tor-Aus ab. Und so musste ein Elfmeter her, um den Hausherren die hochverdiente Führung zu bescheren. Nach einem Rempler des Brasilianer Cesinha gegen den Hasebe im Strafraum sorgte Grafite mit dem sicher verwandelten Strafstoß für die längst überfällige Führung.

Der HSV spielte erschreckend schwach

Der Hamburger SV präsentierte sich im eigenen Stadion gegen die Europacup-Underdogs von Unirea Urziceni erschreckend schwach. Jetzt müssen die ehrgeizigen Hamburger um den Einzug in die Gruppenphase bangen. Der HSV blieb beim 0:0 gegen den Überraschungs-Spitzenreiter der rumänischen Liga vor 39 010 Zuschauern erstmals in dieser Saison ohne Treffer. Die Reise zum Rückspiel in die rumänische Provinz am 2. Oktober wird nun ein denkbar ungemütlicher Ausflug. In der 17 000- Einwohner-Stadt rund 60 Kilometer nordöstlich von Bukarest ist für den HSV gegen den Europacup-Debütanten verlieren streng verboten. Nur ein Remis oder ein eigener Sieg bringt den fest eingeplanten Einzug in die nächste Runde.

Im Gegensatz zu den Norddeutschen hat sich der VfB Stuttgart eine hervorragende Ausgangsposition für das Erreichen der Gruppenphase verschafft. Mit einem Doppelpack gegen den bulgarischen Club Tscherno More Warna sicherte Mario Gomez den 2:1-Sieg, bei dem das Team von Armin Veh alles andere als glänzte. Tanko Dyakow hatte den Achten der bulgarischen A-Liga gegen die Schwaben in Führung gebracht (42.). Gomez glückte per Abstauber in der 66. Minute zunächst der Ausgleich für den Uefa-Pokal-Finalisten von 1989 und erzielte neun Minuten vor dem Abpfiff sogar das Siegtor. Gomez war kurz zuvor noch ein Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt worden.

SID/DPA/tis / DPA

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