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HSV-Ikone "Er war Vorbild für viele" – die Reaktionen auf den Tod von Fußballlegende Uwe Seeler

Fußball-Ikone Uwe Seeler im Alter von 85 Jahren verstorben
Sehen Sie im Video: Fans, Wegbegleiter und Stars trauern um Uwe Seeler.
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Mit ihm geht ein ganz Großer. HSV-Held und Fußballlegende Uwe Seeler ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das Ableben des Ehrenspielführers der deutschen Nationalmannschaft sorgt für bewegte Reaktionen.

Wer HSV sagt, meint auch Uwe Seeler. Der einstige Torjäger war ein Idol und Hamburger Markenzeichen. Mit seiner Bodenständigkeit, Bescheidenheit und Herzensgüte hat er Millionen Menschen imponiert. Der Hamburger Ehrenbürger ist nun im Alter von 85 Jahren gestorben (mehr dazu lesen Sie hier).

Das Ableben der Fußballlegende bewegende Reaktionen hervorgerufen – allen voran bei Seelers Herzensverein, dem Hamburger SV:

"Uwe Seeler steht für alles, was einen guten Menschen auszeichnet: Bodenständigkeit, Loyalität, Lebensfreude, zudem war er stets nahbar. Er ist der Inbegriff des HSV", schrieb Sportvorstand Jonas Boldt. Seeler war seinem Heimatverein ein Leben treu geblieben, hatte sogar ein Angebot von Inter Mailand in Höhe von damals ungeheuren 1,2 Millionen Mark abgelehnt.

Mit 507 Treffern ist er noch heute unangefochtener Rekordtorschütze des HSV. Der langjährige Kapitän wurde neunmal in Serie Meister der Oberliga-Nord (1955 bis 1963) sowie je einmal deutscher Meister (1960) und DFB-Pokalsieger (1963).

Fußball-Legende Uwe Seeler hält eine Dankesrede

Olaf Scholz: "So wie #UnsUwe möchten wir eigentlich alle sein"

Auch Bundeskanzler Olalf Scholz zeigt via Twitter seine Anteilnahme.

Die deutsche Nationalmannschaft spricht angesichts des Todes ihres Ehrenspielführers ebenfalls aufrichtiges Mitgefühl aus. Zu Seelers Ehren läuft das deutsche Frauen-Team im Viertelfinale der Europameisterschaft gegen Österreich mit Trauerflor auf. 

Bundestrainer Hansi Flick hat Seeler als ein "Vorbild für Generationen von Nationalspielern" gewürdigt. "Mit seiner bodenständigen, bescheidenen und zurückhaltenden Art hat er auch neben dem Platz die Menschen begeistert und für sich eingenommen. Wir haben es immer genossen, ihn um uns zu haben. Uwe Seeler hat uns inspiriert. Wir alle bei der Nationalmannschaft und beim DFB werden ihn sehr vermissen", sagte Flick in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes.

FC St. Pauli: "In den Farben getrennt, in der Trauer vereint"

Der Tod von Uwe Seeler hat in Fußball-Deutschland große Bestürzung ausgelöst. Dass die Fußballwelt mit Uwe Seeler einen echten Anker verliert, darin sind sich die Bundesligavereine einig – Rivalität hin oder her.

Sei es beim Derbygegner St. Pauli...

... oder beim Allzeit-Rivalen Werder Bremen:

Auch andere Vereine sprechen ihr Beileid aus – nicht zuletzt der Rekordmeister aus München.

Vorstandschef Oliver Kahn vom FC Bayern bezeichnete den Tod Seelers als "schmerzhaften Verlust". "Seeler stand für ehrlichen Fußball, für Loyalität und Menschlichkeit, er war ein Spieler mit Herz und für die Herzen - wir werden ihn als einen der ganz Besonderen des Sports immer in Erinnerung behalten." Bayern-Präsident Herbert Hainer sagte: "Der Tod von Uwe Seeler trifft die deutsche Fußballseele in ihrem tiefsten Inneren. "Uns Uwe" war ein Volksheld, es gab keinen Fan in Deutschland, der ihn nicht verehrt hat. Seeler hat die Nation bewegt – auch über das Spiel hinaus."

BVB-Chef Hans-Joachim Watzke würdigte die Legende als "außergewöhnlichen" Fußballer und Menschen gewürdigt. "Ohne Zweifel ist er einer der besten Stürmer gewesen, die die Bundesrepublik Deutschland je hervorgebracht hat", sagte der Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga, der auch Geschäftsführer von Bundesligist Borussia Dortmund ist.

"Uwe Seeler war ein Mann, der tief verwurzelt war in seiner Heimatstadt Hamburg", sagte Watzke. "All dies, gepaart mit einer Bescheidenheit, die ihresgleichen suchte, hat ihn zu einem Idol und zu einem Vorbild für Millionen Menschen werden lassen." 

Fußballkommentator Frank Buschmann: "Hat immer mehr gegeben als genommen!"

Selbstredend bewegt die traurige Nachricht auch die Fußballkommentatoren:

yks DPA

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