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Wechselgerüchte: Stuttgart will Figo holen

Sammer weg, Kuranyi weg und auch Alexander Hleb ist auf dem Absprung: Der VfB Stuttgart braucht nun Ersatz und liebäugelt mit einem Spieler, der vor nicht allzu langer Zeit noch für Real Madrid aktiv war.

Nach dem Coup mit Trainer Giovanni Trapattoni denkt der VfB Stuttgart laut Informationen der "Stuttgarter Zeitung" über die Verpflichtung eines weiteren Weltstars nach. Der Fußball- Bundesligist will Luis Figo von Real Madrid an den Neckar holen, schreibt das Blatt. Der 32-jährige Portugiese könnte Alexander Hleb ersetzen, dessen Transfer zu Arsenal London immer wahrscheinlicher wird. "In den nächsten Tagen wird der Transfer über die Bühne gehen", zitieren die "Stuttgarter Nachrichten" Arsenal-Trainer Arsène Wenger.

Stuttgart schweigt

Der Verein ließ sich auch vom Namen Figo nicht aus der Defensive locken und verweigerte wie bereits in den vergangenen Tagen jede Stellungnahme zu den ausufernden Transfer-Spekulationen. "In den Medien werden täglich neue Namen ins Spiel gebracht, und wir werden auch weiterhin nicht jeden Namen kommentieren", sagte VfB-Pressesprecher Oliver Schraft.

Figo hatte bei Real Madrid Anfang des Monats trotz eines bis 2006 laufenden Vertrages die Freigabe für einen neuen Verein erhalten. Der Mittelfeldstar will bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland unbedingt für Portugal spielen und hatte Anfang Juni beim 2:0 gegen die Slowakei sein Comeback in der Nationalmannschaft gefeiert.

Kann sich Stuttgart Figo leisten?

Unklar ist, ob Figo bereit wäre, sein Gehalt auf eine für die Bundesliga und insbesondere für den VfB machbare Summe zu reduzieren. Zudem haben die Schwaben finanzkräftige Konkurrenz. Spanischen Medienberichten zufolge haben auch der englische Premier-League-Club Newcastle United, der FC Valencia sowie die Champions-League- Teilnehmer Inter Mailand und FC Liverpool ihr Interesse an Figo bekundet.

Voraussetzung für den spektakulären Wechsel wäre jedoch der Transfer von Alexander Hleb zu Arsenal London. Der englische Vizemeister und Pokalsieger hat Medienberichten zufolge sein Angebot für den Weißrussen auf etwa 15 Millionen Euro erhöht.

Arsenal-Trainer Arsene Wenger scheint fest mit dem 24-Jährigen zu rechnen. "Alexander Hleb wird es schwer bei uns haben, denn die Konkurrenz bei uns ist groß. Dazu rücken viele junge Spieler nach", sagte er den "Stuttgarter Nachrichten". Er traue ihm aber zu, "dass er es bei uns packt". Hlebs Berater Uli Ferber lehnte jeden Kommentar ab und sagte der Nachrichtenagentur DPA: "Ich habe seit über einer Woche weder Kontakt mit Arsenal noch mit dem VfB gehabt."

Bis zum Trainingsauftakt am kommenden Montag will der VfB die Personalie Hleb geklärt haben. "Wir brauchen Planungssicherheit", sagte Manager Herbert Briem. Unklar ist auch noch die Nachfolge des für etwa sieben Millionen Euro Ablöse zu Schalke 04 abgewanderten Kevin Kuranyi. Die Ablösesumme für den Schweizer Alexander Frei (Stades Rennes) dürfte hoch ausfallen. Zudem ist die Vorliebe Trapattonis für italienische Spieler bekannt: Während seiner Trainerzeit beim FC Bayern München holte "Trap" Stürmer Ruggiero Rizzitelli nach Deutschland.

DPA / DPA

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