Wettskandal Sportgericht will Vergleich


Im Streit um die Wertung des manipulierten Pokalspiels zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV hat das DFB-Sportgericht einen Vergleich vorgeschlagen. Der HSV will eine neue Chance.

Eine gute Möglichkeit wäre ein Spiel des Hamburger SV gegen den Sieger der Viertelfinalbegegnung SC Freiburg gegen Bayern München, sagte der Sportgerichtsvorsitzende Rainer Koch am Freitag in Frankfurt am Main. Aber auch die Vergabe eines Länderspiels nach Hamburg sei möglich, um den finanziellen Verlust des HSV zu begleichen und gleichzeitig die Fans zu entschädigen.

HSV will die Pokalchance

Es gehe darum, eine schnelle Lösung zu finden und Rechtssicherheit zu schaffen, sagte Koch. Der Rechtsanwalt des Hamburger SV, Christoph Schickhardt, erklärte sich zu einem Spiel gegen den Sieger Freiburg gegen München bereit. Ein Länderspiel sei nur eine Lösung, falls eine sportliche Einigung scheitere. Anschließend zogen sich die Parteien zu Beratungen zurück.

Schiedsrichter Robert Hoyzer hatte gestanden, das Erstrunden-Pokalspiel zu Gunsten des Regionalligisten Paderborn manipuliert zu haben. Die Partie endete am 21. August 2004 mit einem 4:2-Sieg des SC Paderborn, wobei Hoyzer zwei fragwürdige Elfmeter gab und den Hamburger Spieler Emile Mpenza vom Platz stellte. Hoyzer selbst war bei der Verhandlung nicht anwesend.

Paderborn war im Laufe der Pokalrunde gegen Duisburg ausgeschieden, Duisburg wiederum gegen Freiburg, das jetzt im Viertelfinale gegen München steht.

AP


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