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Fußball-WM: Auch Träsch muss Löw absagen

Nächste Negativnachricht für Jogi Löw: Auch der Stuttgarter Christian Träsch hat die WM verletzt abgesagt. Damit verbleiben dem Bundestrainer nur noch zwei Spieler im zentralen defensiven Mittelfeld. Dennoch verzichtet Löw auf eine Nachnominierung.

Nach Kapitän Michael Ballack fällt auch der Stuttgarter Christian Träsch definitiv für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika aus. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag mit.

Nach den beiden Absagen verbleiben Bundestrainer Joachim Löw im zentralen defensiven Mittelfeld nur noch Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira. Er hat damit auf der Position keinen Ersatzspieler bei der WM - jedenfalls keinen, der auf der Position Erfahrung hat. Co-Trainer Hansi Flick sprach jedoch davon, dass auch Verteidiger wie Heiko Westerwann und Dennis Aogo auf der "Sechser"-Position spielen könnten.

Frings und Hitzlsperger für Löw keine Alternativen

Träsch ist nach Ballack und dem Leverkusener Simon Rolfes bereits der dritte defensive Mittelfeldspieler, der für die WM in Südafrika absagen muss. Er hatte sich am Montagabend beim 4:0 der Nationalmannschaft gegen den FC Südtirol am Sprungelenkt verletzt. Nach einer Kernspintomografie in einem Krankenhaus in Bozen wurde vom DFB bereits vom WM-Aus gesprochen. Diese Interpretation wurde anschließend aber als verfrüht dargestellt - zu Unrecht, wie sich jetzt raussstellte.

Flick deutete an, dass der Trainerstab durch den Ausfall der beiden Mittelfeldspieler Ballack und Träsch neue Überlegungen anstellen wird. Löw hatte vor dem Start in die WM-Vorbereitung erklärt, dass die sechs Offensivspieler Miroslav Klose, Thomas Müller, Mario Gomez, Cacau, Stefan Kießling und Lukas Podolskibei der WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) gesetzt sind. Diese Garantie gilt jetzt offenbar nicht mehr.

Denn Löw verzichtet auf eine Nachnominierung. Ihm verbleiben jetzt noch 25 Spieler im vorläufigen Kader, von denen noch zwei gestrichen werden. Es kamen eigentlich nur zwei Spieler ansatzweise als Nachrücker in Frage: Der Bremer Torsten Frings wäre ob seiner Leistungen ein Kandidat, hat sich mit Löw aber ganz offensichtlich zu schwer überworfen. Der Ex-Stuttgarter und jetzige Römer Thomas Hitzlsperger gilt als ein Lieblingsspieler, hat aber in dieser Saison extrem schwache Leistungen geboten und steht bei Lazio Rom nicht einmal in der Stammformation. Löws Grundsatz, dass allein die Leistung zähle, wäre durch Hitzlspergers Berufung konterkariert worden.

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ben/SID / SID

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