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WM 2010: Uruguay genießt den Triumph

Der überragende Luis Suárez hat Uruguay mit einem Doppelpack in das Viertelfinale der WM geschossen. In der Schlussphase sorgte der Stürmer mit seinem zweiten Tor für die Entscheidung gegen Südkorea. Bei den Asiaten flossen nach dem Aus die Tränen.

Der überragende Luis Suárez hat Uruguay mit einem Doppelschlag das erste Mal seit 40 Jahren wieder in das Viertelfinale bei der Fußball-WM geschossen. Zehn Minuten vor Schluss sorgte der Stürmer von Ajax Amsterdam Port Elizabeth für das verdiente 2:1 (1:0) gegen Südkorea. Mit seinem ersten Treffer hatte Suárez die "Celeste" ("Himmelblauen") bereits nach acht Minuten in Führung gebracht, Lee Chung-Yong (68.) erzielte für die zu zögerlichen Asiaten nur den zwischenzeitlichen Ausgleich. Am kommenden Freitag trifft Uruguay auf den Sieger der Partie zwischen USA und Ghana.

Beim ersten Achtelfinal-Auftritt außerhalb des eigenen Landes war den Südkoreanern ihre Nervosität zunächst deutlich anzumerken. Mit einem Freistoß von Park-Chu Young (5.), der aus halblinker Position an den Außenpfosten knallte, sorgte das Team von Trainer Huh Jung-Moo für einen Warnschuss, agierte ansonsten aber fehlerhaft. Die "Urus" setzten aus einer sicheren Defensive auf schnelle Vorstöße, konnten die zahlreichen Mängel in Südkoreas Spielaufbau allerdings zu selten nutzen.

Koreas Keeper patzt schwer


So brauchte es einen schweren Patzer von Jung Sung-Ryong zur Führung. Koreas Keeper ließ eine vermeintlich harmlose Hereingabe von Atlético-Star Diego Forlan durch den eigenen Strafraum segeln. Der 23 Jahre alte Suárez schob den Ball eiskalt ins verwaiste Tor und unterstrich erneut seine Klasse. Der Angreifer von Ajax hatte diese Saison in 33 Ligaspielen 35 Mal getroffen.

Die Südkoreaner waren geschockt und kamen auch weiterhin nur schwer mit der körperlichen, aber nicht unfairen Verteidigung der "Urus" zurecht. Die Innenverteidiger Diego Lugano und Diego Godín, der zur Pause wieder durch Mauricio Victorino ersetzt wurde, waren besonders in Kopfballduellen kaum zu bezwingen. Einzig Park Ji-Sung von Manchester United setzte hin und wieder Akzente, rieb sich aber als Einzelkämpfer im Mittelfeld aus. Der frühere Freiburger Cha Du-Ri war nach der jüngsten Kritik zunächst zurückhaltender und wagte sich erst später nach vorne.

Zu früh zurückgeschaltet


Die "Urus" schalteten nach ihrer frühen Führung einen Offensivgang zurück und überließen den Südkoreanern das Mittelfeld. Aufregung gab es nur eine Minute vor der Halbzeit, als diese von Schiedsrichter Wolfgang Stark einen Hand-Elfmeter forderten, weil Ki Sung-Yueng ein Schuss von Maximiliano Pereira an die Hand sprang.

Nach der Pause begannen die Südkoreaner deutlich schwungvoller und setzten die "Himmelblauen" stark unter Druck. Doch zum vierten Mal brauchten die Asiaten eine Standardsituation zum Erfolg: Victorino lenkte einen Freistoß von Ki Sung-Yueng unglücklich vor das eigene Tor, Park Chu-Young staubte per Kopf. Muslera zögerte bei seinem ersten Gegentreffer in diesem Turnier zu lange. Mit dem Ausgleich wachte Uruguay wieder auf. Suárez setzte sich mit einer Einzelleistung durch und zirkelte den Ball von der Strafraumgrenze ins rechte Eck. Fucile klärte drei Minuten vor Schluss auf der eigenen Linie und sicherte den verdienten Sieg.

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DPA/tis / DPA

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