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WM 2014 Argentinien enttäuscht gegen Bolivien - Suarez mit vier Toren


Argentinien steckt in der WM-Qualifikation weiter in der Krise. Nach dem enttäuschenden 1:1 im Heimspiel gegen Bolivien droht nun gegen Kolumbien sogar der Sturz von den direkten Qualifikationsplätzen. An der Spitze thront ungeschlagen Uruguay nach einer grandiosen Partie von Liverpools Luis Suarez.

Luis Suarez hat Weltfußballer Lionel Messi in der südamerikanischen WM-Qualifikation die Show gestohlen. Während Argentiniens Dribbelkünstler beim mageren 1:1 des zweifachen Weltmeisters gegen Bolivien wenig Glanz verbreitete, wurde Suarez nach dem 4:0 von Südamerika-Champion Uruguay gegen Chile von den Fans mit Ovationen verabschiedet.

Der 24-jährige Angreifer des FC Liverpool traf gegen den von internen Querelen geschwächten Gegner gleich viermal ins Schwarze und schoss seine Mannschaft am 3. Spieltag mit sieben Zählern an die Tabellenspitze der WM-Ausscheidung. Hinter Uruguay folgen vier Mannschaften mit vier Punkten, Argentinien ist eine davon, könnte bei einer Pleite in Kolumbien am kommenden Dienstag aber von Platz zwei verdrängt werden und theoretisch auf Rang sechs abstürzen.

Auf den Spuren Romarios

Suarez wurde nach der Galavorstellung von seinen Emotionen übermannt. "Am liebsten möchte man in Tränen ausbrechen", gestand der Stürmer nach seinem eindrucksvollen Viererpack in der 42., 45., 63. und 68. Minute. Unter Jubelstürmen verließ Suarez 13 Minuten vor Ende des Spiels den Rasen. Vier Tore in einem Qualifikationsspiel waren letztmals dem Brasilianer Romario im Jahr 2000 gegen Venezuela geglückt. Mit jetzt 16 Länderspieltoren fehlen Suarez nur noch sechs Treffer, um mit Diego Forlan gleichzuziehen, der gegen Chile verletzungsbedingt pausieren musste.

Für die Chilenen endete eine turbulente Woche mit einer sportlichen Demütigung. Nationalcoach Claudio Borghi hatte den früheren Leverkusener Arturo Vidal und vier weitere Spieler wegen Disziplinlosigkeit aus dem Team geworfen.

Pfiffe im River Plate-Stadion

Superstar Messi stand der Frust nach Argentiniens dürftigem Remis gegen die Andenkicker aus Bolivien ins Gesicht geschrieben. "Wir dürfen uns keinen einzigen Punktverlust mehr erlauben. Wir sind sauer, weil wir heute genug Chancen hatten, um Tore zu machen", meinte der Ballzauberer, dem nur im Trikot des FC Barcelona Treffer wie am Fließband gelingen.

Ezequiel Lavezzi bewahrte den zweimaligen Weltmeister im River Plate-Stadion von Buenos Aires mit seinem Treffer in der 60. Minute vor der drohenden Heimpleite gegen den Außenseiter. Vier Minuten zuvor hatte Marcelo Martins einen schweren Abwehrfehler des früheren Bayern-Profis Martin Demichelis zum 0:1 genutzt. Mit Glück und Geschick rettete Bolivien seinen ersten Qualifikationspunkt, für die Gauchos setzte es gellende Pfiffe von den Tribünen. Argentinien hatte zuvor Chile mit 4:1 besiegt und gegen Venezuela überraschend 0:1 verloren.

Paraguay errang seinen ersten Sieg mit einem 2:1 über Ecuador in Asunción. Christian Riveros (46.) und Darío Verón (57.) trafen für die Gastgeber bei einem Gegentor durch Joao Rojas (90.). Kolumbien spielte in Barranquilla 1:1 gegen Venezuela. Freddy Guarin (11.) und der in der Schweiz geborene Venezolaner Frank Fletschner (78.) waren die Torschützen.

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