VG-Wort Pixel

Portugal vs. Spanien Fünf Gründe, warum dieses Spiel richtig Bock auf die WM gemacht hat

Cristiano Ronaldo traf beim WM-Auftakt von Portugal und Spanien gleich dreifach
Cristiano Ronaldo traf beim WM-Auftakt von Portugal und Spanien gleich dreifach
© Michael Steele / Getty Images
Die WM hat ihr erstes Kracherspiel erlebt. Portugal gegen Spanien war alles, was wir am Fußball lieben. Das wilde 3:3 zeigt, warum diese paar Wochen alle vier Jahre im Sommer etwas ganz Besonderes sind.

Es war das erste Topspiel auf dem Turnierplan - und es hat gehalten, was es versprochen hat. Einen Tag nach dem WM-Start hat das Turnier in Russland nun auch tatsächlich begonnen. Portugal und Spanien lieferten sich am Abend eines dieser Spiele, für das man den Fußball liebt. Nachdem wir uns rund anderthalb Tage mit Rohkost aus Russland, Saudi-Arabien, Marokko, Ägypten, Uruguay und dem Iran begnügen mussten, haben uns der amtierende Europameister und der Weltmeister von 2010 ein Mehrgänge-Menü der Extraklasse vorgesetzt. Fünf Gründe, warum dieses 3:3 richtig Bock auf das noch junge Turnier macht.

1. Endlich Topstars gegeneinander

Schon als die Aufstellungen der beiden Teams über den Bildschirm flackerten, ging dem Fußball-Fan das Herz auf. Ramos, Busquets, Koke, Iniesta, Silva, Diego Costa liefen für Spanien auf, auch Portugal musste sich mit Pepe, Guerreiro, Moutinho, Carvalho und natürlich Cristiano Ronaldo nicht verstecken. Zwei Topteams mit ganz großen Stars.

2. Von Beginn an Feuer

Und eben weil auf beiden Seiten so viele erfahrene Topspieler an den Start gingen - die das alles schon mal gesehen hatten - gab es auch kein großes Abtasten, keine nervöse oder zaghafte Anfangsphase. Beide Teams zeigten von Beginn an alles. Nach vier Minuten führte Portugal, zur Halbzeit waren bereits drei Tore gefallen, ebenso viele sollten es in der zweiten Hälfte werden.

3. Traumtore am Fließband

Diego Costa stieß Pepe zwar klar regelwidrig mit dem Ellenbogen gegen den Hals, ehe er zum 1:1-Ausgleich ansetzte. Was er anschließend mit den verbliebenen Hintermännern Portugals veranstaltete, war dafür ganz großes Tennis: Mit Haken und Körpertäuschungen ließ er die Verteidiger gleich mehrfach ins Leere laufen, schloss dann gekonnt durch die Lücke ab. Nacho legte mit seinem Außenrist-Dropkick aus 25 Metern an den Innenpfosten zum 3:2 noch einen Drauf und Ronaldos Freistoß in den Giebel kurz vor Schluss war ein Gemälde von einem Tor.

4. Das Spiel drehte mehrfach

Portugal führte früh, Spanien glich aus. Ronaldo legte kurz vor der Pause erneut einen vor, ehe Spanien nach dem Wiederanpfiff die Partie sogar zur eigenen Führung drehte. Eigentlich schon genug Aufregung für 90 Minuten. Mit dem 3:3 kurz vor Schluss fand dieses Spiel dann aber tatsächlich noch einen weiteren Höhepunkt. Das Stadion flippte aus und selbst den ein oder anderen neutralen Zuschauer wird es vor den heimischen Fernseher vom Sofa gerissen haben.   

5. Endlich Drama!

Und nicht zuletzt: Drama Baby! Deswegen gucken und lieben wir doch schließlich die Fußball. Damit wir immer was zum Reden haben! Bei Portugal gegen Spanien gab es zumindest sanfte Aufregung um den Elfmeterpfiff, ausgewachsene Diskussionen um Costas Einsatz vor dem 1:1, der Videoassistent musste eingreifen und Spaniens Torhüter De Gea legte sich beim 1:2 ein veritables Ei ins Nest. Zu allem Überfluss schenkte Ronaldo an dem Tag, an dem seine Einigung mit den spanischen Behörden in der Steuer-Affäre bekannt wurde (saftige Geldstrafe, dafür nur Bewährung), eben jenen Spaniern gleich drei Tore ein. Dieses Spiel lieferte jede Menge Gesprächsstoff für die Raucherecke, Kaffeküche oder wo sonst noch über Fußball geschnackt wird. So wollen wir das, so macht WM Spaß!


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker