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Radsport: Lance Armstrong über seine Doping-Vergangenheit: "Ich würde nichts ändern"

Sieben Tour-de-France-Erfolge wurden dem ehemaligen US-Radrennfahrer Lance Armstrong wegen Dopings aberkannt. In einem Fernsehinterview beteuert er, dass er an seinem Verhalten nichts ändern würde – und dass er aus seinen Fehlern gelernt habe.

Lance Armstrong

Lance Armstrong

AFP

Viele Jahre galt der US-amerikanische Rennradprofi Lance Armstrong als Star des Radsports. Doch als aufgedeckt wurde, dass Armstrong gedopt hatte, unter anderem mit dem Dopingmittel EPO, endete seine Karriere schnell. 2011 war Schluss mit dem Radsport, mehrere Erfolge, darunter sieben Titel bei der Tour de France, wurden ihm im Nachhinein aberkannt. Anschließend versucht er sich als Triathlet.

In einem Spezialreport des US-Senders NBCSN, der das Thema Doping im Radsport behandelt, kommt der 47-jährige Armstrong zu Wort. Dort spricht er über seine Doping-Vergangenheit, seine Trennung von der Livestrong Foundation und wie es für ihn weiter gehen soll. In dem Gespräch mit dem Reporter Mike Tirico verrät Armstrong bezüglich seiner Doping-Vergangenheit: "Wir taten, was wir tun mussten, um zu gewinnen. Es war nicht legal, aber ich würde nichts ändern, egal ob ich dadurch einen Haufen Geld verlieren würde oder vom Helden zum Verlierer werde". Es sei ein Fehler gewesen, der viele Konsequenzen gehabt hätte, aber er habe viel gelernt, so der Ex-Radsportprofi.

Armstrong im Einklang mit Fehlern und Konsequenzen

Armstrong fügte hinzu: "Ich würde nichts ändern. Ich würde mein Verhalten nicht ändern. Ich meine, ich würde, aber das ist eine längere Antwort. In erster Linie würde ich die Lektionen, die ich gelernt habe, nicht ändern. Ich lerne nicht alle Lektionen, wenn ich mich nicht so verhalte. Es wird nicht gegen mich ermittelt oder ich bekomme keine Strafen, wenn ich nicht so handle, wie ich es getan habe. Wenn ich gedopt hätte und nichts gesagt hätte, wäre nichts davon passiert. Nichts davon. Ich flehte darum, ich bat darum, dass sie mich erwischen. Es war ein leichtes Ziel".

Er sei heute im Einklang mit den Entscheidungen und Fehlern, die er gemacht habe sowie den Konsequenzen daraus. Laut Armstrong sei es mittlerweile falsch zu dopen, aber zu seiner Zeit sei es notwendig gewesen, um im europäischen Radsport mithalten zu können. Neben den aberkannten Titeln, wurde er lebenslang gesperrt. 2013 gab er in einem Fernsehinterview mit Oprah Winfrey zu, betrogen zu haben. 1996 wurde bei Armstrong Hodenkrebs festgestellt, der bereits gestreut hatte. Er konnte den Krebs aber besiegen. 

Jan Ullrich

Quellen: NBCSN, Nachrichtenagentur Reuters, BBC, ABC

rw

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