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Olympia 2012 in London: Beach-Volleyballer sind voller Zuversicht

Angeführt von ihrem Top-Duo Julius Brink und Jonas Reckermann rechnen sich die deutschen Beach-Volleyballer bei Olympia einiges aus. Verbandschef Werner von Moltke hofft sogar auf zwei Medaillen.

Mit Olympia hat Beach-Boy Julius Brink noch eine Rechnung offen. 2008 in Peking reichte es für den Beach-Volleyballer zusammen mit Christoph Dieckmann nur zum frustrierenden 19. Platz. 2012 soll nun mit Erfolgspartner Jonas Reckermann alles besser werden: "Ganz ehrlich: Ich fahre nicht nach London und sage, wenn wir eine Medaille holen, dann ist das eine Überraschung", sagte Brink. "Wir sind Sportler und geben alles, um eine Medaille bei den Olympischen Spielen zu holen."

So viel Selbstvertrauen steckt an. "Brink/Reckermann können das schaffen", äußerte Werner von Moltke, Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), sein volles Vertrauen in die zweimaligen Europameister. Doch auch den anderen drei deutschen Teams, die im Olympia-Sand von London an den Start gehen, traut der scheidende DVV-Präsident durchaus einiges zu. "Wir wollen eine, vielleicht sogar zwei Medaillen erreichen", formulierte er die selbstbewusste Vorgabe.

"Olympia ist etwas Besonderes, die Öffentlichkeit schaut ja schon mehr auf uns", erläuterte Blockspezialist Reckermann den Reiz des Großereignisses. Aus rein sportlicher Sicht bleibt Reckermann aber wie immer nüchtern: "Es geht auch in London wie bei jedem anderen Turnier darum, den Ball auf den Boden zu bekommen." Das gilt auch für die letztjährigen EM-Zweiten Jonathan Erdmann und Kay Matysik, die im langen Schatten von Brink/Reckermann auf ein starkes Turnier hoffen.

Auch bei den Frauen können sich die Deutschen durchaus etwas ausrechnen. Vor allem Sara Goller und Laura Ludwig dürfen im Vorfeld durchaus von olympischem Edelmetall träumen. Doch Ludwig wiegelt ab: "Es ist so eng. Es kann fast jeder jeden schlagen." Das erste Ziel des deutschen Top-Duos ist denn auch völlig losgelöst von allen Platzierungen. "Wir wollen richtig gutes Beach-Volleyball spielen."

Dies gilt auch für Katrin Holtwick und Ilka Semmler. Wie im Abo heimste das Duo in diesem Jahr auf der Welttour einen neunten Rang nach dem anderen ein. In London darf die Serie gerne reißen. "Wenn man dabei ist, ist unser Motto nicht nur "Dabeisein ist alles"", sagte Holtwick.

Von Michael Fox /DPA / DPA

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