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Hoppala: Die kuriosen Seiten von Olympia

Die Medaillengewinner von Sotschi kennt jeder. Aber was ist mit den Pechvögeln und Verlierern? Mit den witzigen Bildern und schrägen Tweets. Hier werden Sie fündig.

21. Februar: Außergewöhnliches Fotofinish

Beim Skicross rasen vier Athleten gleichzeitig die Strecke herunter, halsbrecherische Sprünge inklusive. Stürze sind an sich nichts Ungewöhnliches, was im ersten Viertefinallauf der Herren am Donnerstag passierte, war aber selbst für Skicross-Verhältnisse spektakulär. Beim Zielsprung stürzten die ersten drei Fahrer derart, dass alle drei nahezu gleichzeitig über die Ziellinie rutschten. Das Fotofinish musste entscheiden, welcher der Bruchpiloten die Nase - oder was auch immer - vorn gehabt hatte. Nutznießer des Dreifach-Sturzes war der Schweizer Armin Niederer: Auf dem letzten Platz liegend, umkurvte er die Gestürzten kurz vor der Ziellinie und holte sich unverhoffterweise noch den Sieg in dem Ausscheidungslauf.

20. Februar: "Petzi" Bussler

Die Ähnlichkeit ist unverkennbar, oder? Er ist zwar schon 29 Jahre alt, aber immer noch wird Snowboarder Patrick Bussler mit seinem kindlichen Spitznamen "Petzi" gerufen. Den Namen hatte Bussler einst von seinem Vater erhalten - und trägt ihn heute noch mit Stolz und Würde."Weil ich diese Kinderbücher früher immer gelesen habe mit dem Petzi-Bären", erzählte Bussler nach dem vierten Olympia-Platz im Parallel-Riesenslalom. "Ich habe mich dran gewöhnt."

19. Februar: Blech im Bob, Glück in der Liebe

Zumindest ein Mitglied des deutschen Bob-Teams durfte in Sotschi erstmals jubeln. Anschieber Christian Poser aus Cottbus freute sich am Mittwoch trotz des schwachen Abschneidens seiner Teamkolleginnen beim Zweierbob-Rennen. Der Grund ist die Dame oben rechts auf dem Foto. Posers Verlobte Verlobte Jamie Greubel gewann Bronze bei den Bob-Frauen und damit ihre erste Olympia-Medaille. Poser, der 2011 mit Pilot Manuel Machata Viererbob-Weltmeister wurde, will Greubel im Sommer heiraten. Die Pilotin von Bob USA II musste nur der Kanadierin Kaillie Humphries und ihrer Teamkollegin Elana Meyers den Vortritt lassen.

18. Februar: No Sex, please!

Biathlet Dominik Landertinger hat für die olympische Wohngemeinschaft mit seinem österreichischen Teamgefährten Daniel Mesotitsch einen leicht schrägen Vergleich gewählt. "Wir sind wie ein altes Ehepaar, wir verstehen uns blind und Sex haben wir auch keinen", schrieb Landertinger auf seiner Facebook-Seite. Schon vorher hatte der Silbermedaillen-Gewinner im Sprint immer wieder passende Fotos gepostet, die das harmonische Duo einträchtig nebeneinander beim Lesen auf den Betten und auf dem sonnigen Balkon zeigen

17. Februar: Kein Alkohol in russischer Nacht

Viele ausländische Olympia-Besucher staunen nicht schlecht. An der Kasse hören sie ein deutliches "njet", wenn sie abends Alkohol kaufen wollen. Denn im Land des Wodkas gilt seit vergangenem Jahr ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol. Da die Verkäufer oft Schwierigkeiten haben, sich auf Englisch verständlich zu machen, kommt es an den Kassen der Geschäfte immer wieder zu heftigen Debatten. Im Bergort Rosa Khutor wurden daher nun Schilder an den Kassen der Supermärkte aufgehängt, auf denen auf Englisch steht: "Der Verkauf von Alkohol ist zwischen 22 Uhr und 11 Uhr verboten." Das nächtliche Verkaufsverbot, das je nach Region unterschiedlich lange dauert, soll den Alkoholmissbrauch eindämmen helfen. Jährlich sterben in Russland an den Folgen von Alkohol eine halbe Millionen Menschen.

16. Februar: Wehe, die Mama schimpft

Mutterliebe sieht anders aus. Nach seinem enttäuschenden Auftritt im 15-Kilometer-Langlauf bekam der Norweger Martin Johnsrud Sundby von seiner Mama in aller Öffentlichkeit den Kopf gewaschen. "Du bist der schlechteste Norweger", schimpfte Gro Johnsrud Langslet im norwegischen Fernsehsender DBTV über ihren Sohn. "Du solltest nach Hause fahren." Der Olympia-Dritte im Skiathlon hatte am Freitag im Klassik-Rennen über 15 Kilometer nur den 13. Platz belegt. Das war so gar nicht nach dem Geschmack seiner Mutter, die beim Zieleinlauf giftete: "Schau dir das an. Er hat nicht den Hauch einer Chance."

15. Februar: Neue Anzüge sollen schneller sein

Nach den bislang deprimierenden Olympia-Auftritten der US-amerikanischen Eisschnellläufer in Sotschi haben die Verantwortlichen jetzt den Grund der Misserfolge ausgemacht. Die Laufanzüge sollen schuld sein. Ab Samstag verzichten die Skater daher auf das für Olympia extra gefertigte Modell und kehren zu den Anzügen zurück, die sie zuvor in der Weltcup-Saison trugen.

"Wir werden in den 1500-Meter-Läufen wieder mit unserem bisherigen Material starten", bestätigte US-Coach Matthew Kooreman am Samstag nach dem Training. "Wir versuchen es mit dieser Veränderung, weil wir wieder ein gutes Gefühl für unsere Leistungskraft bekommen wollen."

Weltrekordlerin Brittany Bowe hatte über 1000 Meter nur den achten Platz belegt, Weltcup-Seriensiegerin Heather Richardson Rang sieben. Die bisher größte Enttäuschung für die Amerikaner war der achte Rang von Shani Davis, der über 1000 Meter seinen dritten Olympiasieg nacheinander angepeilt hatte.

"Wir haben keine harten Fakten, dass es wirklich an den neuen Anzügen liegt", räumte Kooreman ein. "Aber wir müssen alles versuchen, um die Stimmung zu verbessern. Jetzt ist es an uns, die Blockade im Kopf einiger Sportler zu lösen." Das sei bei einem Gespräch mit den Athleten als Wunsch geäußert worden.

14. Februar: Bei Frau Alcott piept es

Die britische Skirennfahrerin Chemmy Alcott hat immer ihr Handy parat, wenn sie bei den Sicherheitskontrollen einen Metalldetektor passieren muss. Nach einer Verletzung befindet sich ein 38 Zentimeter langer Nagel vom Knie bis zum Knöchel in ihrem rechten Bein und sorgt damit für Alarm. Alcott zeigt dann das Foto einer Röntgenaufnahme vor, das sie auf ihrem Handy gespeichert hat. "Ich hätte wirklich einen Brief vom Arzt dabeihaben sollen", sagte sie schmunzelnd. Allerdings seien die vielen Narben ebenfalls auffällig. Glück gehabt ...

13. Februar: Punkt, Punkt, Komma, Strich ...

Was macht man so, wenn einem langweilig wird bei Olympia? Ganz einfach: Man schaut sich die Logos der Teams an - und wenn man dann auch noch ein wenig Phantasie besitzt, fällt einem auf, wie man mit ein paar Punkten beispielsweise aus einem russischen Bären, einen Comic-Hund machen kann. Schauen Sie sich's oben an, Warren Christmas hat damit auf Twitter für einen Wurf gesorgt.

13. Februar: Eishockey-Opi

Mit seiner sechsten Olympia-Teilnahme hat der Finne Teemu Selänne den Eishockey-Weltrekord eingestellt. Der 43-Jährige stand am Donnerstag in Sotschi in der Auftaktpartie gegen Österreich auf dem Eis, 22 Jahre nach seinem Winterspiel-Debüt 1992 in Albertville. Bis auf 1994 in Lillehammer kam der Stürmer aus der nordamerikanischen NHL bei allen Winterspielen seitdem zum Einsatz. Sechs Olympia-Teilnahmen schaffte vor Selänne nur dessen Landsmann Raimo Helminen. Im Match gegen die Österreicher musste Selänne nach dem ersten Drittel allerdings verletzt passen.

12. Februar: Pro Sportler zwei Kondome pro Tag

Rund 100 000 Kondome haben die Organisatoren der Olympischen Winterspiele in Sotschi an die insgesamt 2800 Athleten verteilt. "Das sind für jeden Sportler zwei Präservative pro Tag - als hätten die nicht noch andere Höchstleistungen zu erbringen", kommentierte der russische Radiosender Echo Moskwy am Mittwoch. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) rechne wohl "wie bei vergangenen Spielen mit einem regen Sexualleben im olympischen Dorf".

12. Februar: Ungarin schneller als Riesch

Damit hatte auch Maria Höfl-Riesch überhaupt nicht gerechnet. "Die Edit Miklos wird Sechste - Wahnsinn", sagte die dreifache Olympiasiegerin nach der Abfahrt am Mittwoch. Mit Rang 13 hatte Höfl-Riesch die erhoffte vierte Olympia-Medaille klar verpasst. Die Ungarin Miklos dagegen überraschte mit nur 0,71 Sekunden Rückstand auf die Spitze - und ließ nicht nur Favoritin Höfl-Riesch, sondern auch alle Starterinnen aus Österreich hinter sich. Zuvor war die 25-Jährige im Weltcup, bei Weltmeisterschaften oder Olympia noch nie in die Top 10 gefahren.

11. Februar: Der coolste Kühlschrank von Olympia

Die Kanadier wissen, wie man feiert. Das haben sie vor vier Jahren schon eindrucksvoll bewiesen, als sie die Spiele von Vancouver zu einem Volksfest gemacht haben, von dem die ganze Sportwelt heute noch spricht. Erst recht im Vergleich zu den Spielen von Sotschi, wo die Sportler zum Teil vor halbleeren Tribünen ihre Wettkämpfe austragen.

Ganz Sotschi also ein Ort ohne Herz und ohne Emotionen? Nicht ganz. Im Olympischen Haus der Kanadier ist immer Bombenstimmung. Was sicherlich auch am "free beer fridge" liegt, einem knallroten Freibier-Kühlschrank. Einziger Haken an der Sache: Man kriegt ihn nur mit einem kanadischen Pass auf!

10. Februar: Athleten, die aus Ringen starren

Es ist der wohl beliebteste Athletensportsport in Sotschi: ein Foto, bei dem man freundlich aus den Olympischen Ringen herausgrinst. Egal, ob als Selfie oder vom Betreuer geschossen - das Bild vor der Skultpur mit den fünf Kreisen ist ein Must. Björn Kircheisen etwa und die deutschen nordischen Kombinierer zeigten sich in der Pose ebenso der Welt, wie die US-Bofahrerin Kaillie Humphries.

10. Februar: Olga macht auf

So ist das eben bei den Eisschnelllläuferinnen: Wenn man gerade 3000 Meter auf dem Eis absolviert hat, wenn die Beine blau sind und man keine Luft mehr in den Lungen hat - dann sieht man zu, dass man möglichst schnell an möglichst viel frische Luft kommt. Das Aufreißen des Rennanzuges wird da geradezu zu einem Reflex.

Normalerweise ist das kein Problem, die Trainingshalle ist leer, guckt also eh keiner zu. Olympia ist da natürlich schon ein ganz anderer Schnack, wie die Russin Olga Graf nach ihrem Bonze-Rennen in Sotschi erfahren musste. Gewohnheitsgemäß hatte sie ihren Anzug beim Zieleinlauf bis zum Bauchnabel aufgerissen - und zog ihn gleich darauf mit erschrecktem Gesicht ruckartig wieder nach oben."Ich hatte völlig vergessen, dass ich hier nicht allein auf der Bahn bin", sagte sie ein wenig peinlich berührt. "Es wäre nicht schön, wenn die Szene jetzt ein großes Publikum über Youtube sehen könnte."

10. Februar: Der Joghurt macht's

So ist das eben, wenn man Heißhunger auf ein ganz spezielles Lebensmittel hat - da wird man dann schon kriminell. Na ja, sagen wir: kleinkriminell. Norwegens Ski-Ass Aksel Lund Svindal jedenfalls ist zum Dieb geworden - wegen eines Bechers Joghurt. Im olympischen Dorf in den Bergen hatte Svindal vergeblich nach naturbelassenem Joghurt gesucht. Also nutzte er seinen Ausflug als Fahnenträger ins Athleten-Dorf am Schwarzen Meer. "Da haben sie viel mehr Essen. Also habe ich es da gestohlen", verriet Skirennfahrer.

9. Februar: Briten hetzen gegen deutsche Olympia-Klamotten +++

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Bei der Eröffnungsfeier hat das deutsche Team mit seiner kunterbunten Kleidung für viel Aufsehen gesorgt - und für hitzige Diskussionen. Vor allem britsche Zeitungen lästerten über den qietschbunten Germanen-Look. "Es wird keine Vermisstenfälle geben", urteilte der "Telegraph". Der seriöse "Guardian" schrieb spontan in seinem Liveticker: "Es sieht, als hätte jemand zuviel getrunken und im Stadion ausgekotzt."

Verantwortlich für den Look ist Modedesigner Willy Bogner. Der hatte mit heftigen Reaktionen gerechnet. Natürlich könne man nicht allen Leuten gefallen, sagte Bogner der "Welt". Aber es sei wichtig, "dass wir uns gegen die anderen durchsetzen. Das ist uns gelungen."

Oder, wie es Deutschlands Chef de Mission Michael Vesper ausdrückte: "Lieber bunter Vogel als graue Maus - die Bunte Republik Deutschland lässt grüßen."

9. Februar: Sexy Knickerbocker

Es gibt noch einen weiteren Mode-Hammer in Sotschi. Das norwegische Curling-Team ist mit schicken Karo-Knickerbockern und in Strümpfen der Fußball-Nationalmannschaft eine echte Attraktion. "Ich hasse es zu sagen, aber das ist sehr komfortabel. Leicht und locker", sagte Kapitän Thomas Ulsrud und grinste unter seiner bunten Schiebermütze hervor.

8. Februar: Ausbruch aus Sotschi

Da würde wir doch mal sagen: Das Training als Bob-Anschieber hat sich gelohnt. US-Bobfahrer Johnny Quinn hatte sich in sein Badezimmer zurückgezogen und dort eingeschlossen. Wie man das unter zivilisierten Menschen halt macht, wenn man ungestört auf dem Klo sein will. Womit er nicht gerechnet hat, waren die baulichen Unvollkommenheiten in Sotschi. Jedenfalls ließ sich die Tür nicht öffnen. Da er kein Telefon zur Hand hatte, um Hilfe zu holen, griff Quinn kurzerhand zu roher Gewalt. Anschließend teilte er der Welt seinen erfolgreichen Ausbruch via Twitter mit.

8. Februar: Wo fliegen sie denn?

Okay, an die Begriffe muss man sich erst noch mal gewöhnen: triple cork, backside 1620, backside rodeo, overflip und haste nicht gesehen. Aber die Snowboarder auf dem Slopestyle-Kurs gehören ohne Frage zu den ersten Gewinnern von Sotschi. Nicht nur dass der Amerikaner Sage Kotsenburg sich gleich mal die erste Sotschi-Goldmedaille gekrallt hat, die Bilder, wie Mark McMorris & Co. über die Rails und Kicker flogen, waren spektakulär und dürften der Sportart jede Menge neue Fans beschert haben.

7. Februar: Ösi-Ausrutscher

Ach Mensch! Stell Dir vor, Du läufst bei der Eröffnungsfeier von Olympia ein und packst Dich voll auf den Hosenboden. Das arme Mitglied der österreichischen Delegation, dem das im Fischt-Stadion passiert ist, dürfte sich wahrscheinlich in Grund und Boden geschämt haben - schließlich gucken nicht jeden Tag Millionen Menschen dabei zu, wie man sich zum Horst macht. Und das die Teamkollegen den Fauxpas auch noch filmen, dürfte die Sache nicht unbedingt besser gemacht haben.

7. Februar: Biathlon-Strecke ist zu kurz

Die perfekten Spiele hat Russlands Präsident Wladimir Putin versprochen. Einige Hotels sind nicht fertig oder die Küche funktioniert noch nicht - und nun auch noch das: Um 40 Meter ist die 2,5-Kilometer-Runde für die Biathletinnen im Olympia-Stadion "Laura" in den Bergen über Sotschi zu kurz. Bis zum Sonntag soll die Schleife aber für den Damen-Sprint über 7,5 Kilometer wieder lang genug sein, versprach man nun. "Das hätte man auch vorher messen können", sagte US-Cheftrainer Per Nilsson leicht amüsiert.

7. Februar: Ärger wegen Australiens Känguru

Das boxende Känguru ist das inoffizielle Maskottchen und Symbol der australischen Mannschaft. Jetzt sorgte das schlagkräftige Tier für Ärger. Shane Morris, Vater des australischen Freestylers Dave Morris, wurde von einem Wachmann an der Buckelpiste am Rosa Chutor Extreme Park aufgefordert, die gold-grüne Flagge mit dem Känguru einzurollen. Shane Morris, der mit seiner Frau und seinem zweiten Sohn die Sportler aus Down Under anfeuert, weigerte sich standhaft. Am Ende gab der Wachmann auf, die Fahne mit dem Känguru durfte weiter im Wind flattern.

6. Februar: Bobhochburg Istanbul

Wir kennen Istanbul als Grenze zwischen Orient und Okzident. Die Fußballvereine Fenerbahçe und Galatassary haben der Stadt auch sportlich zu Meriten verholfen. Und jetzt zieht auch der Wintersport in die größte Stadt der Türkei. Denn die Millionenmetropole am Bosporus wird zwischen dem 6. bis 12. Februar zur Bobhochburg. Ein klein wenig zumindest. Denn das deutsche Bobteam um Cheftrainer Christoph Langen schlägt in der Zeit sein Trainigslager in Istanbul auf. Nach einer kurzen Testphase dürfen die Athleten nämlich nicht mehr in den Eiskanal von Sanki, ehe am 18. und 19. Februar dort die Medaillen vergeben werden. In Istanbul gibt es zwar kein Eis, aber im Gym von Fenerbahçe optimale Trainingsmöglichkeiten im Kraft- und Athletikbereich.

06. Februar: Launische Langlauf-Diva

Ihr Image als launische Diva pflegt Langläuferin Justyna Kowalczyk auch in Sotschi. Als am Donnerstag nach dem Training zwar ein Athleten-Shuttle, jedoch kein Fahrer am Langlauf-Stadion in Krasnaja Poljana stand, schimpfte und gestikulierte die polnische Medaillenfavoritin wie ein Rohrspatz, um schließlich mit einer despektierlichen Handbewegung im Kleinbus zu verschwinden.

Ob dieser Ausbruch mit ihrer nach wie vor nicht auskurierten Fußverletzung in Verbindung gebracht werden muss, konnte nicht geklärt werden. Die meisten Athleten gehen die rund 10 Minuten bis zum olympischen Dorf in den Bergen übrigens zu Fuß ...

02. Februar: Nominiert, ausgeladen - und jetzt doch dabei

Das ist die wunderbare Geschichte von Benedikt Mayr. Der Sopestyle-Skifahrer, den allen nur "Bene" rufen, schien der ersten Pechvogel von Sotschi zu sein, bevor Olympia überhaupt losgegangen ist. Er war als einer der ersten Deutschen sicher für Sotschi qualifiziert. Bei der Vorstellung der offiziellen Teamklamotte war er deshalb ganz vorn dabei - mit der Fahne in der Hand. Doch aufgrund einer absurden Bewertung beim letzten Wettkampf und dem komplizierten Regelwerk fiel Mayr plötzlich durchs Nominierungsraster - so schien es zunächst. "Für irgendetwas wird das schon gut sein", sagte Mayr im Interview mit der "Taz" enttäuscht, "für was genau, weiß ich auch noch nicht." Und in der Tat: Ein Protest des Deutschen Skiverbandes hatte auf den letzten Drücker Erfolg - und Mayr fährt nun doch glücklich zu Olympia.

31. Januar: Medaille holen - Wohnung kriegen

Gut, die Ukraine hat momentan andere Probleme. Und es ist auch keinesfalls sicher, das die Zusicherung der aktuellen Regierung in ein paar Wochen noch Bestand hat. Aber wie auch immer: Derzeit gilt das Wort, das der Chef der Präsidialverwaltung, Andrej Kljujew, seinen Athleten vor der Abreise nach Sotschi gegeben hat. Er will nämlich alle Medaillengewinner in Sotschi mit Eigentumswohnungen belohnen. Olympiasieger können sich zudem über 85.000 US-Dollar (rund 63.000 Euro) Prämie freuen.

"Auf dass zu Ehren Ihrer Siege häufig die Nationalflagge gehisst wird und die Hymne der Ukraine ertönt", sagte Kljujew. Die Athleten hätten eine "vereinigende Kraft", betonte der Topbeamte mit Blick auf den Machtkampf in der Ex-Sowjetrepublik.

Hoffnungen machen können sich vor allem die Ski-Freestyler sowie der Biathlon-Damenstaffel. Das Quartett hatte am 7. Dezember 2013 den Weltcup in Hochfilzen gewonnen - und den Sieg den Demonstranten auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew gewidmet.

23. Januar Vonns Hund auf Instagramm

Was tut man, wenn man die Olymischen Spiele wegen einer Verletzung verpasst? Man lenkt sich ab mit ein paar skurrilen Ideen. So auch Skirennläuferin Lindsey Vonn. Die spendierte ihrem Hund Leo kurzerhand mal einen eigenen Instagramm-Account. Unter dem Namen "leovonn" sind dort zunächst fünf Fotos von dem Tier zu sehen. Plus einer Kurzvorstellung aus der Ich-Perspektive: "Ich wurde in einem Park gefunden, dann wurde ich von einem Auto angefahren und jetzt habe ich sechs Nägel im Knie."

Animationsvideo: Die Geschichte der Olmypischen Winterspiele
kng/dho/DPA/Reuters/AFP / DPA / Reuters

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