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Olympische Winterspiele 2022: Die Kandidaten heißen Almaty, Oslo und Peking

Der Kreis der Olympia-Kandidaten für die Winterspiele 2022 ist klein. Nur Almaty, Oslo und Peking gehen in den Bewerbungsendspurt. Unterdessen wollen Hamburg und Berlin sich für 2024 bewerben.

Die ehemalige kasachische Hauptstadt Almaty, Oslo und Peking sind die drei offiziellen Kandidaten für die Olympischen Winterspiele 2022. Dies gab das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Montag in Lausanne bekannt. Das ukrainische Lwiw zog sich in der vergangenen Woche wegen der politischen Unruhen im Land aus dem Bewerbungsverfahren zurück und erwägt einen neuen Anlauf für die Winterspiele 2026.

München, Krakau, Stockholm und die Region Graubünden (Schweiz) hatten nach Widerständen in der Bevölkerung zuvor ihre Olympia-Pläne für 2022 aufgegeben. Die Winterspiele 2018 sind nach Pyeongchang (Südkorea) vergeben worden.

Offen ist, ob sich Oslo auf der IOC-Session am 31. Juli 2015 in Kuala Lumpur zur Wahl stellen wird. Erst im Herbst will die norwegische Regierung endgültig über eine Bewerbung und finanzielle Garantien entscheiden. Auch in Norwegen gibt es erhebliche Widerstände in der Bevölkerung gegen eine Olympia-Ausrichtung.

Deutschland kandidiert für 2024 oder 2028

München, Krakau, Stockholm und die Region Graubünden (Schweiz) hatten zuvor ihre Winterspiele-Pläne für 2022 aufgegeben, weil die Bürger bei Befragungen dagegen stimmten. In Deutschland haben nun Berlin und Hamburg ihr Interesse angemeldet, sich um die Olympischen Sommerspiele 2024 zu bewerben.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will die Lehren aus der am Widerstand der Bürger gescheiterten Winterspiele-Kandidatur von München ziehen. "Wir wollen bei einem neuen Olympia-Anlauf den Bewerbungsprozess von Anfang an mit den Menschen gestalten", erklärte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper in einem Interview. Mit Wehmut hat er am Montag die Kür von Almaty, Oslo und Peking durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) zu offiziellen Kandidaten für die Winterspiele 2022 verfolgt. Für ihn sei das eine vergebene Chance gewesen, "Olympische Spiele zeitnah nach Deutschland zu holen".

Berlin und Hamburg haben Interesse an der Ausrichtung der Sommerspiele 2024 bekundet, noch in diesem Jahr soll die Entscheidung fallen, wer ins Bewerbungsrennen geht. "Es geht nicht mehr um die Frage, ob wir uns bewerben, sondern wann und mit welcher Stadt", sagte Vesper. "Beide können es, das bezweifelt niemand." Nicht entschieden ist, ob man die Kandidatur für die Spiele 2024 oder 2028 beim IOC anmelden soll. "Für 2024 spräche, dass es von heute an eine überschaubare Perspektive von nur zehn Jahren gäbe, denn jeder möchte die Spiele beizeiten erleben", meinte Vesper.

ivi/DPA / DPA

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