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Basketball: Nowitzki und Co. auf EM-Kurs

Die deutschen Basketballer bleiben in der Qualifikation zur Europameisterschaft weiterhin ohne Niederlage. Beim Sieg gegen Belgien stand allerdings ausnahmsweise einmal nicht NBA-Star Dirk Nowitzki im Mittelpunkt.

Drei Spiele - drei Siege: Mit einem klaren 81:61 (39:30)-Erfolg gegen Belgien haben Deutschlands Basketballer am Mittwochabend in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2005 einen großen Schritt Richtung Serbien-Montenegro gemacht. Zuvor hatte die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann in der Gruppe C mit 81:61 in der Ukraine und mit 82:72 gegen Ungarn gewonnen.

Noch ein Sieg bis zur EM

Mit einem Sieg im Rückspiel gegen die Ukraine am Samstag in Nürnberg kann die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) ihre siebte EM-Teilnahme in Serie seit 1993 schon perfekt machen. Die ersten Beiden der fünf Gruppen qualifizieren sich für den kontinentalen Titelkampf im kommenden Jahr. Zweiter aussichtsreicher EM-Anwärter in der deutschen Gruppe sind die Ungarn, die gegen die Ukraine eine deutlichen 90:67-Sieg feierten.

Erfolgreichste deutsche Korbschützen waren Ademola Okulaja (Pamesa Valencia/22 Punkte), Demond Greene (Bayer Giants Leverkusen/16), der sich deutlich zurückhaltende NBA-Star Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/11), Patrick Femerling (Panathinaikos Athen/10) und der Bamberger Spielmacher Steffen Hamann (10). Beste belgische Werfer waren Axel Hervelle (14) und Patrick Mutombo (13).

Vor nur 4000 Zuschauern in der nicht einmal halb gefüllten Dortmunder Westfalenhalle fand das DBB-Team wie in den beiden ersten Begegnungen nur langsam seinen Rhythmus. Nach dem ersten Viertel stand es gegen die noch sieglosen Belgier nur 22:17. Nowitzki hatte bis dahin seine vier Punkte per Freiwürfe erzielt. Seine Mitspieler - Ausnahme Okulaja - verzettelten sich meist in unproduktiven Einzelaktionen.

Ausgeglichenes Spiel bis zur Halbzeit

Erst als mannschaftsdienlicher gespielt und besser verteidigt wurde, schlug sich dies im zweiten Viertel auch gleich positiv nieder. Mit einem 9:0-Lauf vom 29:23 (14.) zum 38:23 (17.) gingen die Deutschen deutlicher auf Distanz. Doch bis zur Pause konnten die physisch unterlegenen Belgier immerhin noch auf 39:30 verkürzen.

Auch nach dem Seitenwechsel, als das DBB-Team "ernst" machte, war Bauermanns Taktik erkennbar, die deutschen Aktionen wie in den beiden ersten Partien nicht vorwiegend über Nowitzki laufen zu lassen. Neben Okulaja fanden auch Greene und Femerling immer besser ins Spiel, das immer "runder" lief. Über die Stationen 43:33 (24.) und 51:35 (27.) war nach dem dritten Viertel mit 61:39 der höchste Vorsprung erreicht. Im Schlussviertel begnügte sich die deutsche Mannschaft damit, diese Führung souverän über die Bühne zu bringen. Auf diese beorderte Bauermann am Ende auch seine Bankspieler.

DPA / DPA

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