HOME

Eiskunstlauf: Deutsches Paar triumphiert bei der WM

Es ist vollbracht: Das Chemnitzer Eislaufpaar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy hat in Los Angeles seinen Titel als Eiskunstlauf-Weltmeister verteidigt. Zuletzt hatten Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler zweimal in Folge WM-Gold gewonnen. Das war vor 45 Jahren.

Das Chemnitzer Eiskunstlauf-Paar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy hat die WM-Krone im Paarlauf errungen und damit erstmals nach 45 Jahren wieder einen WM-Titel für Deutschland verteidigt. Zuletzt hatten Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler 1963/64 zweimal in Folge WM-Gold gewonnen. Mit ihrer Kür zur Filmmusik von "Schindlers Liste" gewannen die dreimaligen Europameister und Titelverteidiger von Göteborg 2008 aus Sachsen am Mittwoch (Ortszeit) in Los Angeles und sicherten sich den Siegerscheck in Höhe von 67.000 Dollar (55.111 Euro).

Die Ausnahmestellung der beiden Deutschen bewies die hohe Gesamtpunktzahl von 203,48 Zählern, mit der sie die magische Grenze von 200 Zählern überboten, aber noch nicht den Weltrekord von 206,54 Punkten der Chinesen Xue Shen/Hongbo Zhao knackten. Die Preisrichter verziehen Szolkowy vor 12.000 Zuschauern im Staples Center auch einen Ausrutscher zwischen den Sprüngen. "Ich weiß nicht, was geschehen ist", sagte der 29-jährige Robin Szolkowy, "vielleicht wollte ich den Titel so sehr, dass ich zu motiviert war".

Mit deutlichem Abstand kamen die Chinesen Zhang Dan/Zhang Hao (186,52) und Yuko Kawaguti/Alexander Smirnow (186,39) aus Russland auf die Plätze. Die deutschen Vize-Meister Maylin Hausch/Daniel Wende (Oberstdorf/Essen/125,96) beendeten die WM in Kalifornien auf Platz 15. Damit verfügt Deutschland über zwei Startplätze bei Olympia 2010 in Vancouver.

Zuvor hatte der Franzose Brian Joubert Kurs auf den Titel genommen. Der Sieger von 2007 setzte sich in der Kurzkür vor den Amerikaner Evan Lysacek (USA) und den Kanadier Patrick Chan. Wie im Vorjahr verpasste der deutsche Meister Peter Liebers das Kürfinale der besten 24 Läufer um Haaresbreite. Der 20 Jahre alte Berliner beendete die Titelkämpfe auf Rang 25 und versäumte es, einen deutschen Startplatz für die Winterspiele in elf Monaten zu sichern. Bei der Nebelhorn-Trophy im September in Oberstdorf werden die letzten Plätze vergeben.

DPA / DPA

Wissenscommunity