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Mannschaftsgolf: Der Ryder Cup und seine Regeln

Der Ryder Cup ist der wichtigste Mannschaftswettbewerb im Golfsport. Dort treffen jeweils die besten zwölf Spieler aus den USA und Europa alle zwei Jahre aufeinander. Es geht um die Ehre, nicht um Siegprämien.

Der Golfenthusiast und Samenhändler Samuel Ryder aus Manchester war der Namensgeber des Pokals. Die Premiere des dreitägigen Wettbewerbs von jeweils Freitag bis Sonntag war 1927 in Worcester (Massachusetts/USA). Bis 1977 stellten USA und Großbritannien (später mit Irland) die Teams.

Der Ryder Cup wird zum 36. Mal ausgespielt. Titelverteidiger ist Europa und Gastgeber von diesem Freitag bis Sonntag der exklusive "The K Club" in Straffan, County Kildare bei Dublin. Seit 1979 gibt es nur noch ein Team Europa, an dem bei der Qualifikation der gesamt Alte Kontinent beteiligt ist. Europa gewann die Trophäe aus purem Gold seitdem sieben Mal - zuletzt unter Kapitän Bernhard Langer mit dem Rekordergebnis von 18,5:9,5 im Oaklandhills GC in Detroit. Ein Remis wie das 14:14 von 1989 in Birmingham wird immer als Sieg für den Titelverteidiger - damals Europa - gewertet.

Neun Profis von 2004

Europa-Kapitän Ian Woosnam (Wales) hat folgende Spieler nominiert: Henrik Stenson (Schweden), Luke Donald (England), Paul Casey (England), Sergio Garcia (Spanien), David Howell (England), Colin Montgomerie (Schottland), José Maria Olazábal (Spanien), Robert Karlsson (Schweden), Padraig Harrington (Irland), Paul McGinley (Irland). Die zwei Wildcards hat er an Darren Clarke (Nordirland) und Lee Westwood (England) vergeben. Neun Profis von 2004 sind dabei.

USA (Kapitän Tom Lehman): Tiger Woods, Phil Mickelson, Jim Furyk, Chad Campbell, David Toms, Chris DiMarco, Vaughn Taylor, J. J. Henry, Zach Johnson, Brett Wetterich. Wildcards: Stewart Cink und Scott Verplank. Damit sind noch sechs Profis von 2004 im neuen Team USA.

Mann gegen Mann

Die insgesamt 28 möglichen Punkte werden im Lochspiel, nicht im Zählspiel vergeben: 16 Punkte am Freitag und Samstag in den jeweils vier Vierern (Foursomes und Fourballs). Dabei treten jeweils zwei Spieler pro Team gegeneinander an. Die restlichen zwölf Punkte werden am Sonntag in zwölf Einzeln Mann gegen Mann ausgespielt. Der Kapitän entscheidet, wer - maximal fünf Mal - im Ryder Cup eingesetzt wird.

Beim Bestball (Foursomes) spielt jeder seinen Ball bis ins Loch. Das niedrigste Schlagergebnis wird als Loch-Gewinn des jeweiligen Paares gewertet. Beim klassischen Vierer (Foursomes) wechseln sich die Spieler im Team vom Abschlag bis zum Putt ins Loch ab. Über den Gewinn entscheidet wieder die niedrigere Schlagzahl.

Das Zählverfahren: Jeder Lochgewinn ergibt einen Punkt pro Team. Bei gleicher Schlagzahl wird 0,5:0,5 geteilt. Liegt ein Team oder Spieler zum Beispiel nach dem 16. Grün mit bis dahin drei mehr gewonnenen Löchern vorn, ist das Match mit "3 und 2" entschieden, da nur noch zwei Löcher am 17. und 18. Grün zu spielen waren.

DPA / DPA

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