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Mehr Sport: Deutschland im Finale der Tischtennis-WM

Die deutschen Tischtennis-Herren haben ihren Beitrag auf dem Weg zum Traumfinale gegen China erfüllt und Japan im Halbfinale der Heim-WM in Dortmund sicher mit 3:1 bezwungen.

Auf dem Weg zum WM-Gipfel haben Timo Boll und seine Kollegen auch den vorletzten Schritt mit Bravour zurückgelegt. Die Herren des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) stürmten mit einem souveränen 3:1-Erfolg gegen Japan in das Endspiel der Dortmunder Heim-WM.

Dort wollen Trainer Jörg Roßkopf und sein Team an diesem Sonntag nach drei vergeblichen Versuchen 1969, 2004 und 2010 im vierten Anlauf den ersten Titel holen. Als Gegner wird Rekordweltmeister China erwartet, der vor dem Traumfinale allerdings noch Südkorea besiegen muss.

"Einmal kann man doch die Chinesen packen, oder?", hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bei der Vorstellung der Sonderbriefmarke "Tischtennis" kurz vor WM-Beginn gesagt. Der Politiker hatte die DTTB-Asse auch bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking unterstützt. Dort konnte der fünfmalige Europameister die Japaner in einem packenden Halbfinale mit 3:2 besiegen, ehe im Endspiel China eine Nummer zu groß war. Vor zwei Jahren hatte das Reich der Mitte im Moskauer WM-Finale mit 3:1 die Nase vorn.

Ovtcharov ebnet mit dem Sieg gegen Mizutani den Weg 

Bereits vor der Neuauflage des Pekinger Halbfinals gegen Japan hatten die deutschen Profis gewarnt. "Japan hat zwei Linkshänder. Das ist sehr unangenehm, also wird es ein heißes und schweres Spiel", sagte Ovtcharov. Mit seinem Drei-Satz-Sieg über Japans Spitzenspieler Jun Mizutani wies Dima gleich im Auftakteinzel seinen Kollegen den Weg.

Der hart erkämpfte 11:7, 15:13, 13:11-Erfolg versetzte die 11.000 Zuschauer in Hochstimmung und schockte die Japaner. "Das ist hier eine Wahnsinns-Kulisse. Ohne Euch hätte ich es nicht geschafft, Mizutani erstmals auf internationaler Ebene zu besiegen", sagte der 23-jährige Ovtcharov. Der in der Weltrangliste zwei Plätze besser eingestufte Mizutani hatte zuvor noch kein Einzel in Dortmund verloren und galt als Bank für die Söhne Nippons.

Boll mit zwei Siegen 

Anschließend sparte der Weltranglisten-Sechste Boll bei seinem 3:0-Erfolg gegen Japans Talent Koki Niwa Kräfte. Beide hatten zuvor noch nie gegeneinander gespielt. "Ich habe ihn mir vorsichtshalber angeschaut. Ich glaube, er hat eine große Zukunft", urteilte der höfliche Boll über seinen chancenlosen Gegner.

Der EM-Zweite Patrick Baum (Düsseldorf) verlor zwar gegen Seiya Kishikawa das erste Einzel eines deutschen Spielers in Dortmund. Der formstarke WM-Dritte Boll machte aber mit seinem zweiten Sieg gegen Mizutani den Sack zu.

sportal.de / sportal

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