HOME

NBA: Dallas Mavericks unterliegen auch den Denver Nuggets

Sean Williams brachte den desolaten Zustand seiner Mannschaft treffend auf den Punkt, als er sich völlig ausgepowert vor der Bank der Mavericks übergab. Mit 93:115 verlor Dallas auch das zweite Saisonspiel deutlich.

Die Szene war irgendwie bezeichnend für die derzeitige Situation bei den Dallas Mavericks. Als Sean Williams völlig erschöpft den Court verließ, übergab sich der Center direkt vor der eigenen Bank. Einfach nur zum Kotzen dürfte auch seinen Mitspielern nach der 93:115-Heimpleite, der zweiten in Serie nach der Auftaktpleite gegen Miami, zumute sein.

Löchrige Defense, abschlusschwache Offense

Der amtierende Meister kommt nicht in Tritt und erlebt derzeit den ersten 0:2-Saisonstart seit der Spielzeit 2006/07. Die Defensive, in der Meistersaison noch das Prunkstück, hat durch den Abgang von Tyson Chandler ihre Stabilität verloren und war gegen die Nugget-Angriffe chancenlos.

Der Gegner glänzte bei den Rebounds und traf fast nach Belieben von der Dreierlinie. Besonders tat sich Denvers Ty Lawson hervor, brachte mit seiner Schnelligkeit die Mavericks immer wieder zur Verzweiflung und traf aus fast allen Lagen. Mit 27 Punkten, 4 Rebounds, 4 Assists und 3 Steals avancierte er zum Matchwinner seiner Mannschaft.

So ein Mann fehlte den Mavericks völlig. Vorne vergaben die Texaner reihenweise ihre Würfe. Neuzugang Lamar Odom kam gerade einmal auf 6 Punkte. Die Mavs scheiterten im zweiten Viertel sogar binnen knapp zehn Minuten satte 14 Mal in Folge. Entweder agierten die Mavs zu überhastet oder entschieden sich einfach für den falschen Wurf. Kein Wunder, dass die 20.408 Fans im American Airlines Center Mitte des Spiels lautstark buhten.

Williams der Lichtblick

"Wir sehen alt und langsam aus, sind völlig außer Form“, analysierte ein resignierter Dirk Nowitzki laut espn.com. Der Deutsche war mit 20 Punkten zwar wieder einmal bester Werfer seiner Mannschaft, durfte angesichts des großen Rückstandes von zwischenzeitlich 33 Punkten im dritten Abschnitt, im vierten Viertel sein bandagiertes Knie schonen und sich den Auftritt seiner Mannschaft von der Bank aus ansehen.

Dort konnte er zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer erkennen. Williams, der in den letzten Minuten des dritten Abschnitts auf das Feld gekommen war, zeigte auf der Center-Position ein gutes Spiel, kam in elf Minuten Einsatzzeit auf 12 Punkte und 3 Rebounds, tat sich aber auch durch gute Abwehraktionen hervor.

Doch das änderte weder am Ergebnis etwas, noch an der bitteren Erkenntnis, dass gegen die Oklahoma City Thunder schon viel auf dem Spiel steht. "Ich muss die Jungs in einen spielfähigen Zustand versetzen“, war sich Coach Rick Carlisle laut usatoday.com der schweren Aufgabe bewusst und flüchtete sich in eine Floskel: "In Oklahoma müssen wir deutlich besser spielen."

sportal.de / sportal

Wissenscommunity