HOME

Radsport: Cancellara gewinnt den Tour-Prolog

Das ganze Jahr hatte Tony Martin auf den Prolog der Tour de France hingearbeitet und den Sieg zum Ziel erklärt. Dann machte ihm die Technik einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen holte sich der Schweizer Fabian Cancellara den Sieg in Lüttich.

Riesenpech für Tony Martin: Ein Hinterrad-Platten hat den Zeitfahr-Weltmeister die Chance auf das erste Gelbe Trikot bei der Tour de France gekostet. Der in Cottbus geborene Radprofi musste beim 6,4 Kilometer langen Prolog in Lüttich nach dem technischen Malheur sein Rad wechseln und konnte damit nicht in die Entscheidung um den Tagessieg eingreifen.

Diesen holte sich Olympiasieger Fabian Cancellara, der den Tour-Titelfavoriten Bradley Wiggins um sieben Sekunden auf den zweiten Platz verwies. Bester Deutscher wurde Tour-Neuling Patrick Gretsch, der mit zwölf Sekunden Rückstand auf einen starken siebten Rang fuhr - Martin wurde nur 45.

Ein klares Ziel verpasst

"Ich bin sehr enttäuscht", meinte Martin. "Ich habe so lange auf diese Gelegenheit gewartet. Jetzt ist der Traum von Gelb vorbei." Schon seit Monaten gab er den Prolog, die beiden folgenden langen Zeitfahren und Olympia in London als seine Ziele für 2012 aus. Vor dem Start hatte der Wahl-Schweizer noch optimistisch verkündet: "Das ist ein guter Kurs mit langen Geraden." Die Aussicht auf den Sieg und zugleich das Gelbe Leibchen sei eine "doppelte Motivation".

Zunächst hatte es für den Fahrer vom Team Omega Pharma-Quick Step auch gut ausgesehen, bei der Zwischenzeit lag er nur eine Sekunde hinter Cancellara und sechs Sekunden vor Wiggins. Unmittelbar nach Halbzeit der Strecke musste er dann aber unfreiwillig sein Rad wechseln und war aller Chancen beraubt. "Was für ein unglaubliches Pech", meinte Martins Sportlicher Leiter Brian Holm.

Drei Debütanten

Für Gretsch, Marcel Kittel und Dominik Nerz war die kleine Runde in der belgischen Industriestadt auch ohne vorderen Platz ein Erfolg - alle drei gaben ihr Tour-Debüt. Als "kurz und schmerzhaft" bezeichnete Kittel seinen ersten Auftritt mit einem Schmunzeln. "Die Nervosität ist schon sehr groß", räumte der Sprintspezialist ein. Zehntausende Zuschauer seien eine Extra-Motivation gewesen. "Bei dieser Kulisse tritt man automatisch fünf Watt mehr", sagte Kittel.

Die erste Etappe führt an diesem Sonntag von Lüttich nach Seraing und zwingt die Favoriten gleich zu Beginn zu erhöhter Aufmerksamkeit. Auf der kurzen, aber steilen Schlussrampe kann man sofort wertvolle Sekunden verlieren. Die Sprinter werden nach 198 Kilometer wohl nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen können.

sportal.de / sportal

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.