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Sensation in Wimbledon Lisicki bezwingt Scharapowa


Mit Rasentennis vom Allerfeinsten hat Sabine Lisicki in Wimbledon sensationell die Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa geschlagen. Ins Viertelfinale ist ihr gleich eine weitere Deutsche gefolgt.

Sabine Lisicki steht nach einem sensationellen Sieg gegen Top-Favoritin Maria Scharapowa im Viertelfinale von Wimbledon. Mit einer 6:4, 6:3-Weltklasse-Vorstellung setzte sich die Berlinerin gegen die Weltranglisten-Erste durch und nahm damit erfolgreich Revanche für die Halbfinalniederlage aus dem Vorjahr. Lisicki, die Nummer 15 der Tenniswelt, machte ihren dritten Viertelfinaleinzug bei dem wichtigsten Rasentennisturnier der Welt perfekt.

Nach 83 Minuten Spielzeit verwandelte sie ihren dritten Matchball und sank weinend auf die Knie. Im vierten Vergleich mit der 25 Jahre alte French-Open-Siegerin war es ihr erster Sieg. "Es ist unglaublich", sagte Lisicki überglücklich. "Ich habe alles gegeben. Mal sehen, was noch möglich ist."

Deutsch-deutsches Duell im Viertelfinale

In der Runde der besten Acht kommt es nun zum deutsch-deutschen Duell mit Angelique Kerber. Die Weltranglisten-Achte aus Kiel bezwang die vierfache Grand-Slam-Turniersiegerin Kim Clijsters aus Belgien mit 6:1, 6:1. Zuletzt hatten im Jahr 1987 zwei deutsche Damen im Viertelfinale der All England Championships in London gestanden: Steffi Graf und Claudia Kohde-Kilsch.

Scharapowa hatte vorher noch Lisicki respektvoll als "toughe Gegnerin und sehr gute Rasenspielerin" bezeichnet. Dass sie an der Deutschen scheitern würde, hätten aber die wenigsten für möglich gehalten. Auch Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner hatte gemeint: "Gegen Schara muss sich Bine sehr steigern, um mithalten zu können."

Regenpause und Nowitzki auf der Tribüne

Das tat Lisicki vor den Augen von Tribünengast Dirk Nowitzki. Von Beginn an war sie in dem Powertennis-Duell hellwach und spielte mit äußerst niedriger Fehlerquote. Dazu kam ihr Aufschlag wieder weitaus effektiver als in den ersten drei Runden. Scharapowa machte dagegen bei ungemütlichen Windböen bei den wichtigen Punkten unerklärliche Fehler. Rasch führte Lisicki 4:1.

Auch im Vorjahr hatte die 22-jährige Lisicki in Satz eins einen 3:0-Blitzstart gegen Scharapowa hingelegt, um dann am Ende in zwei Sätzen zu verlieren. Diesmal ließ sie Scharapowa von 5:2 noch auf 5:4 herankommen - behielt aber dann mit einem Break die Nerven bei ihrem erklärten Lieblingsturnier. Auch von einer Regenunterbrechung nach dem zweiten Satz ließ sie sich nicht irritieren. Im Gegenteil: Sie holte sich sofort das Momentum, ein Vorhand-Return-Winner zum 2:0-Break zeigte ihre Extra-Klasse.

csa/DPA DPA

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