VG-Wort Pixel

Sport kompakt Nach 16 Jahren: Klub-Ikone Sergio Ramos verlässt Real Madrid

Sergio Ramos
Sergio Ramos
Djokovic dreht großes French-Open-Finale und holt 19. Grand-Slam-Titel +++ Tschechin Barbora Krejcikova gewinnt French Open in Paris +++ Djokovic besiegt Nadal im Halbfinale von Paris +++ Sport-News im Überblick.

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf. Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden mal mehr, mal weniger bedeutende Wettkämpfe statt, die wegen der Dominanz einiger weniger Sportarten kaum beachtet werden oder gleich ganz untergehen. Zu Unrecht – finden wir – und berichten an dieser Stelle auch und vor allem über hochklassigen Sport abseits von König Fußball.

16. Juni: Sergio Ramos verlässt Real Madrid

Spaniens Fußball-Rekordnationalspieler und Klub-Ikone Sergio Ramos verlässt nach 16 Jahren Real Madrid. Der 35 Jahre alte Abwehrchef, der von Nationalcoach Luis Enrique nicht für die laufende EM nominiert wurde, konnte sich mit den Königlichen nicht auf eine Verlängerung seines am 30. Juni auslaufenden Vertrages einigen. Real teilte am Abend mit, dass Ramos an diesem Donnerstag um 12.30 Uhr auf einer digitalen Pressekonferenz in Anwesenheit von Vereinspräsident Florentino Pérez verabschiedet wird.

Nach Medienberichten soll Real dem Abwehrchef einen Einjahresvertrag mit zehn Prozent weniger Gehalt angeboten haben, Ramos wollte aber angeblich einen neuen Kontrakt über mindestens zwei Jahre. Ramos litt zuletzt immer wieder unter Verletzungen und gehörte auch bei Real Madrid nicht mehr zur ersten Wahl. 

13. Juni: Djokovic dreht großes French-Open-Finale: 19. Grand-Slam-Titel

Tennis-Musketier Novak Djokovic hat sich mit einer großen Aufholjagd zum zweiten French-Open-Triumph gekämpft und jagt nach dem 19. Grand-Slam-Titel mehr denn je die Rekordsieger Roger Federer und Rafael Nadal. Gegen Final-Debütant Stefanos Tsitsipas aus Griechenland drehte der Weltranglisten-Erste am Sonntag einen 0:2-Satzrückstand und siegte noch 6:7 (6:8), 2:6, 6:3, 6:2, 6:4. Nach 4:11 Stunden verwandelte er seinen zweiten Matchball. Zum zweiten Mal nach 2016 durfte der 34-jährige Serbe danach die Coupe des Mousquetaires entgegennehmen und ist nach den legendären Australiern Roy Emerson und Rod Laver erst der dritte Spieler, der bei allen vier Grand-Slam-Turnieren mindestens zweimal triumphiert hat. Schon beim Rasen-Klassiker in Wimbledon könnte Djokovic in vier Wochen zu seinen langjährigen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal aufschließen. Beide sind mit insgesamt 20 Erfolgen Rekordsieger bei den vier wichtigsten Turnieren der Welt. Dem Sandplatz-König Nadal hatte Djokovic am Freitagabend in einem grandiosen Halbfinale den 14. Erfolg im Stade Roland Garros verwehrt. Tsitsipas verpasste nach dem Sieg über Alexander Zverev seinen bisher größten Triumph.

12. Juni: Tschechin Barbora Krejcikova gewinnt French Open in Paris

Die Tschechin Barbora Krejcikova hat die French Open in Paris gewonnen. Die 25 Jahre alte Tennisspielerin setzte sich am Samstag im Überraschungsfinale gegen die leicht favorisierte Russin Anastasia Pawljutschenkowa mit 6:1, 2:6, 6:4 durch und feierte damit den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. Für beide Spielerinnen war es das erste Endspiel bei einem der vier wichtigsten Turniere. Krejcikova verwandelte nach 1:58 Stunden ihren vierten Matchball. Am Sonntag hat Krejcikova im Stade Roland Garros sogar noch die Chance auf einen weiteren Titel. Dann steht sie mit ihrer Landsfrau Katerina Siniakova im Doppel-Finale. Bei den Herren stehen sich der Serbe Novak Djokovic und der Grieche Stefanos Tsitsipas im Endspiel gegenüber.

11. Juni: Djokovic besiegt Nadal im Tennis-Klassiker von Paris

Novak Djokovic hat nach einer Weltklasse-Leistung gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal das Finale der French Open erreicht. Der serbische Weltranglisten-Erste rang in einem hochklassigen Duell den 13-maligen Paris-Champion am Freitagabend mit 3:6, 6:3, 7:6 (7:4), 6:2 nieder und folgte damit Stefanos Tsitsipas ins Endspiel. Der Grieche hatte zuvor Alexander Zverev mit 6:3, 6:3, 4:6, 4:6, 6:3 besiegt. Für Nadal war es im 108. Spiel in Paris erst die dritte Niederlage.

11. Juni: Nach dramatischem Halbfinale: Zverev verpasst Paris-Endspiel knapp

Trotz einer beeindruckenden Energieleistung hat Alexander Zverev bei den French Open das Endspiel knapp verpasst. Deutschlands bester Tennisspieler verlor am Freitag bei den French Open in Paris im Halbfinale gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas in einer dramatischen Partie mit 3:6, 3:6, 6:4, 6:4, 3:6 und muss damit weiter auf seinen ersten Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere warten.

9. Juni: Tschechin Krejcikova im Halbfinale der French Open

Die Tschechin Barbora Krejcikova hat bei den French Open das Halbfinale erreicht. Die 25-Jährige gewann am Mittwoch in Paris gegen die 17 Jahre alte Amerikanerin Cori Gauff mit 7:6 (8:6), 6:3 und steht damit zum ersten Mal in ihrer Tennis-Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier in der Vorschlussrunde. Krejcikova, die vor den French Open bereits das Turnier in Straßburg gewonnen hatte, lief im ersten Satz stets einem Rückstand hinterher und wehrte insgesamt fünf Satzbälle ab. Nach 1:11 Stunden holte sich die Tschechin im ersten Versuch dann selbst im Tiebreak den ersten Durchgang.

Gauff verlor danach völlig den Rhythmus, so dass Krejcikova schnell auf 5:0 davonzog. Zwar gab die Amerikanerin nicht auf, mit dem sechsten Matchball machte die Tschechin das Weiterkommen nach 1:50 Stunden aber perfekt. Im Halbfinale trifft Krejcikova am Donnerstag auf die Siegerin des Duells zwischen Titelverteidigerin Iga Swiatek aus Polen und der Griechin Maria Sakkari. Das andere Halbfinale bestreiten Tamara Zidansek aus Slowenien und die Russin Anastasia Pawljutschenkowa.

8. Juni: Alexander Zverev bei French Open erstmals im Halbfinale

Der Traum vom ersten Grand-Slam-Titel lebt für Alexander Zverev weiter. Auch ohne zu glänzen hat Deutschlands bester Tennisspieler bei den French Open zum ersten Mal in seiner Karriere das Halbfinale erreicht. Zverev gewann am Dienstagabend gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina trotz durchwachsener Leistung mit 6:4, 6:1, 6:1 und steht damit zum dritten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier in der Vorschlussrunde. Zuvor war ihm das im vergangenen Jahr bei den Australian Open und bei den US Open gelungen, wo er im September in einem dramatischen Finale gegen den Österreicher Dominic Thiem in fünf Sätzen verloren hatte.

Alexander Zverev beim Match gegen Alejandro Davidovich Fokina bei der French Open
Alexander Zverev beim Match gegen Alejandro Davidovich Fokina bei der French Open
© Clive Brunskill / Getty Images

Im Kampf um den Einzug ins Finale trifft Zverev in Paris nun am Freitag auf den Gewinner des Top-Duells zwischen dem Griechen Stefanos Tsitsipas und Daniil Medwedew aus Russland, die sich am Dienstagabend noch in der Night Session gegenüberstanden. Zunächst stehen aber zwei freie Tage für den Weltranglisten-Sechsten auf dem Programm.

"Es ist schön, im Halbfinale zu stehen, aber da geht hoffentlich noch etwas mehr", sagte Zverev nach der Partie im Sieger-Interview auf dem Platz. "Ich hoffe, dass ich mich im Halbfinale noch etwas steigern kann."

8. Juni: IOC nominiert 29 Athleten für Olympia-Flüchtlingsteam

Sieben jetzt in Deutschland lebende Flüchtlinge sind vom IOC für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert worden. Insgesamt berief das Internationale Olympische Komitee am Dienstag 29 Athletinnen und Athleten ins Flüchtlingsteam für die Sommerspiele in Japan. Die Schwimmer Alaa Maso und Yusra Mardini, Boxer Wessam Salamana, Judoka Ahmad Alikaj sowie Karateka Wael Shueb aus Syrien und die aus dem Iran stammenden Saeid Fazloula (Kanu) und Kimia Alizadeh (Taekwondo) schafften es mit deutscher Unterstützung in die Mannschaft. "Ihr seid ein zentraler Teil der olympischen Gemeinschaft, wir begrüßen euch mit offenen Armen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach bei der Vorstellung der Sportlerinnen und Sportler. Ausgewählt wurden sie sowohl wegen ihrer sportlichen Leistungen wie auch im Hinblick auf eine gleichmäßige Verteilung von Frauen und Männern, über die Sportarten hinweg und bei den Herkunftsländern.

7. Juni: DFB-Auswahl stimmt sich mit Kantersieg auf die EM ein

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich mit einer starken Leistung im letzten Test gegen Lettland auf die Fußball-EM eingestimmt. Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw gewann am Abend in Düsseldorf mit 7:1 (5:0), Nationaltorwart und Kapitän Manuel Neuer musste in seinem 100. Länderspiel allerdings ein Gegentor hinnehmen. Ernst wird es für die DFB-Auswahl im ersten EM-Gruppenspiel am 15. Juni in München gegen Weltmeister Frankreich.

Robin Gosens (19.), Ilkay Gündogan (21.), Thomas Müller (27.), Serge Gnabry (45.), Timo Werner (50.) und Leroy Sané (76.) trafen vor erstmals wieder zugelassenen 1000 Zuschauern für den dreimaligen Europameister. Der Treffer des starken Kai Havertz wurde als Eigentor von Lettlands Torwart Roberts Ozols gewertet (39.). Aleksejs Saveljevs (75.) erzielte den Ehrentreffer für die Gäste.

6. Juni: DEB-Team verpasst erste WM-Medaille im Eishockey klar

Keine Kraft mehr, keine Medaille. Deutschlands lange famoses Eishockey-Team hat zum Abschluss der WM in Riga eine Demütigung erlebt und sich nicht mit der erhofften ersten WM-Medaille seit 68 Jahren belohnt. Nur 21 Stunden nach der unglücklichen Halbfinal-Niederlage gegen Finnland wurde die müde und mental ausgebrannte Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm im Spiel um die Bronzemedaille von den USA beim 1:6 (0:1, 0:4, 1:1) deklassiert. WM-Debütant Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg erzielte das einzige deutsche Tor (50. Minute), als das Spiel längst entschieden war.

Christian Wolanin (6.), Conor Garland (27.), Jack Drury (29.), Jason Robertson (32.), Trevor Moore (33.) und Ryan Donato (50.) sicherten den US-Boys die insgesamt achte WM-Bronzemedaille. Deutschland belegte wie zuletzt bei der Heim-WM 2010 Platz vier. Was vor elf Jahren indes noch einer Sensation glich, fühlt sich nun an wie eine Enttäuschung – was auch an der Lehrstunde zum Abschluss lag. Insgeheim hatte sich das Team des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) mehr ausgerechnet und gar auf den Weltmeister-Titel geschielt. 

6. Juni: Roger Federer verzichtet auf Achtelfinale in Paris

Roger Federer wird bei den French Open in Paris nicht mehr zu seinem Achtelfinale gegen den Italiener Matteo Berrettini antreten. Das teilten die Veranstalter mit. Der 39 Jahre alte Schweizer hatte bereits nach seinem Drittrunden-Sieg gegen Dominik Koepfer in der Nacht zum Sonntag erklärt, dass er über einen Rückzug nachdenke. Federer ist gerade erst nach zwei Knieoperationen und mehr als einem Jahr Pause auf die Tennis-Tour zurückgekehrt. Der Fokus des Rekord-Grand-Slam-Turnier-Siegers liegt komplett auf den nun anstehenden Rasen-Turnieren mit dem Klassiker in Wimbledon als Höhepunkt. Berrettini steht damit kampflos im Viertelfinale.

5. Juni: Deutschland verliert Halbfinale der Eishockey-WM

Individuelle Fehler gegen kühle finnische Effizienz - Deutschlands Eishockey-Cracks bleibt nach dem verpassten WM-Finale nun noch die Chance auf die erste WM-Medaille seit 68 Jahren. Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm verlor am Samstag das erste WM-Halbfinale seit elf Jahren gegen dessen Heimatland Finnland knapp mit 1:2 (0:2, 1:0, 0:0). Auch mit die beste Leistung der erneut leidenschaftlich kämpfenden deutschen Mannschaft in diesem Turnier reichte nicht zum Überraschungserfolg, weil unter anderem auch der bislang so sichere Torhüter Mathias Niederberger entscheidend patzte.

Ein Überzahltreffer von Mannheims Matthias Plachta (32. Minute) war zu wenig für das stark aufspielende deutsche Team, das zu verschwenderisch mit den eigenen Chancen umging. Für den gnadenlosen dreimaligen Weltmeister Finnland trafen Iiro Pakarinen (14.) von Jokerit Helsinki und Hannes Björninen (19.) von Pelicans Lahti. Bereits in der Vorrunde hatte Deutschland gegen die Heimat von Bundestrainer Söderholm, dessen Co-Trainer Ville Peltonen und Torwarttrainer Ilpo Kauhanen knapp 1:2 verloren.

Am Sonntag tritt Deutschland im Spiel um die Bronzemedaille gegen die USA (14.15 Uhr/Sport1) an und kann dann immer noch das beste Abschneiden bei einer Weltmeisterschaft seit 1953 erreichen.

5. Juni: Fraser-Pryce läuft zweitschnellste 100-Meter-Zeit der Leichtathletik-Geschichte

Die Jamaikanerin Shelly-Ann Fraser-Pryce ist bei einem Meeting in Kingston die zweitschnellste 100-Meter-Zeit der Leichtathletik-Geschichte gerannt. Die 34 Jahre alte Sprint-Olympiasiegerin von 2008 und 2012 glänzte am Samstag mit 10,63 Sekunden bei einem Rückenwind von 1,3 Meter/Sekunde

4. Juni: Alexander Zverev bei den French Open zum vierten Mal im Achtelfinale

Alexander Zverev hat bei den French Open zum vierten Mal in seiner Karriere das Achtelfinale erreicht. Deutschlands bester Tennisspieler gewann in Paris gegen den Serben Laslo Djere mit 6:2, 7:5, 6:2 und überstand im Stade Roland Garros damit als erster deutscher Tennisprofi die dritte Runde. Zverev nutzte nach 2:08 Stunden seinen ersten Matchball. Er trifft jetzt am Sonntag auf den Japaner Kei Nishikori. Im vergangenen Jahr war für Zverev im Achtelfinale gegen den Italiener Jannik Sinner Endstation. Am Samstag haben auch noch Jan-Lennard Struff, Philipp Kohlschreiber und Dominik Koepfer die Chance, das Achtelfinale zu erreichen.

4. Juni: HSV löst Vertrag mit Torwart Sven Ulreich vorzeitig auf

Der Hamburger SV zieht weitere Konsequenzen aus dem gescheiterten Aufstieg und hat den Vertrag mit Stammkepper Sven Ulreich im beiderseitigen Einvernehmen mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Das teilte der Klub auf seiner Homepage mit. Schon vorher hatte es Gerüchte gegeben, dass der neue HSV-Coach Tim Walter nicht mehr mit Ulreich plane und stattdessen lieber auf den bisherigen Ersatzkeeper Daniel Heuer Fernandes setze. Ulreich kam im Oktober 2020 von Bayern München nach Hamburg und wurde dort sofort Stammkeeper. 32 Mal stand er in der vergangenen Saison zwischen den Pfosten der Norddeutschen. Allerdings schloss er mit seinem Team die Saison auf einem unbefriedigendem vierten Tabellenplatz a und offenbarte zu oft Schwächen im Spiel mit dem Ball am Fuß.

4. Juni: Münchner EM-Spiele vor jeweils rund 14.000 Zuschauern

Jeweils rund 14.000 Zuschauer sollen die Spiele bei der Fußball-EM in München besuchen dürfen. Dies kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts am Freitag an und sprach von einer Stadionauslastung von "bis zu 20 Prozent". Zunächst hatte die "Bild" darüber berichtet.

"Die Fußball-EM ist eine Sondersituation, die wir haben", erklärte Söder. Die Partien vor Zuschauern könnten als Pilotprojekt für den weiteren Profisport betrachtet werden. Die EM-Spiele würden mit einem strengen Hygiene- und Sicherheitskonzept begleitet werden.

In der Münchner Allianz Arena finden bei der Europameisterschaft vom 11. Juni bis zum 11. Juli zunächst die drei deutschen Vorrundenspiele statt. Joachim Löws Mannschaft trifft am 15. Juni auf Weltmeister Frankreich, am 19. Juni auf Titelverteidiger Portugal sowie am 23. Juni auf Außenseiter Ungarn. Zudem ist am 2. Juli ein Viertelfinale angesetzt. Die DFB-Elf würde dem Spielplan zufolge aber nur als Gruppendritter zum K.o.-Duell nach München zurückkehren.

4. Juni: Champions-League-Sieger Chelsea verlängert Vertrag mit Tuchel

Champions-League-Sieger FC Chelsea hat bekanntegegeben, dass der Vertrag mit seinem deutschen Trainer Thomas Tuchel um zwei Jahre bis zum Sommer 2024 verlängert wurde. Der 47-jährige Tuchel hatte im Januar für zunächst 18 Monate bei den Blues angeheuert. Der frühere Trainer von Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain hatte Chelsea von Vorgänger Frank Lampard übernommen und vom neunten schließlich noch auf den vierten Tabellenplatz geführt, womit sich der Club erneut für die kommende Champions-League-Saison qualifizierte. Zudem gewann das Team mit den deutschen Fußball-Nationalspielern Antonio Rüdiger, Timo Werner und Kai Havertz in der abgelaufenen Saison die Königsklasse durch einen 1:0-Sieg im Endspiel gegen Manchester City.

4. Juni: NBA-Titelverteidiger Los Angeles Lakers scheidet in erster Runde aus

Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder ist mit den Los Angeles Lakers schon in der ersten Runde der NBA-Playoffs ausgeschieden. Der Meister der vergangenen Saison unterlag den Phoenix Suns am Donnerstag (Ortszeit) zu Hause 100:113 und verlor die Serie damit 2:4. Die Lakers sind das erst sechste Team in der Geschichte der besten Basketball-Liga der Welt, das als Titelverteidiger in der ersten Runde ausscheidet. Superstar LeBron James ist das mit seiner Mannschaft zuvor noch nie passiert.

Schröder kam in seinem womöglich letzten Spiel für den NBA-Rekordmeister nach ganz schwacher ersten Halbzeit auf 20 Punkte, drei Vorlagen und drei Rebounds. Sein Vertrag endet, bislang gibt es keine Einigung über eine weitere Zusammenarbeit.

Deutscher NBA-Star: Dennis Schröder

Durch das frühe Aus könnte er nun rechtzeitig zum Olympia-Qualifikationsturnier der deutschen Nationalmannschaft zur Verfügung stehen. Für die Teilnahme an den Olympischen Spielen muss die deutsche Auswahl das Turnier in Split (29. Juni bis 4. Juli) gewinnen.

Die Suns treffen im Halbfinale der Western Conference nun auf die Denver Nuggets. Das Team aus Colorado hatte zuvor 126:115 gegen die Portland Trail Blazers gewonnen und die Serie mit 4:2 für sich entschieden.

3. Juni: Lemgo düpiert Favorit Kiel und steht im Pokal-Finale gegen Melsungen

Der Klassen-Primus, Rekordmeister und Cupverteidiger ist im Halbfinale um den deutschen Handball-Pokal gescheitert. Im Finale stehen sich der TBV Lemgo Lippe und die MT Melsungen gegenüber. Lemgo war 2002 letztmals Pokalsieger, Melsungen noch nie. Kiel hatte gegen Lemgo mit 28:29 (18:11) verloren, Melsungen setzte sich gegen Hannover-Burgdorf mit 26:24 (14:10) durch.

Geradezu sensationell verlief das erste Halbfinale vor 1600 Fans in der Hamburger Barclaycard-Arena. Der vierfache Champions-League-Gewinner Kiel führte zur Halbzeit souverän mit sieben Toren und drohte die Lemgoer abzuschießen. Was aber im zweiten Durchgang passierte, hatte wohl niemand erwartet. Tor um Tor holte der Außenseiter auf. Mit jedem Gegentreffer wurde der THW nervöser. Insbesondere im Angriff unterliefen dem Favoriten unerklärliche Fehler. Vier Minuten vor Ende ging Lemgo erstmals in Führung und gab diese nicht mehr her. Wenige Sekunden vor Abpfiff hielt Lemgos überragender Torwart Johannesson einen Wurf von Harald Reinkind und verhinderte die Verlängerung. Ex-Nationalspieler und Sky-Experte Stefan Kretzschmar sprach hinterher von "einer der größten Überraschungen im Handball".

Die Dramatik konnte die zweite Begegnung nicht bieten. Melsungen und Hannover lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Nordhessen, in der Bundesliga auf Platz acht und damit leichter Favorit gegen den Dreizehnten Hannover-Burgdorf, führten zur Halbzeit mit vier Toren, ließen den Gegner aber wieder herankommen. Mehr als den zwischenzeitlichen Ausgleich schafften die Hannoveraner in Durchgang zwei nicht. Vor allem Nationalspieler Fabian Böhm blieb einiges schuldig und sah auch noch die Rote Karte (42.).

2. Juni: Alexander Zverev bei French Open in Runde drei

Alexander Zverev steht bei den French Open zum fünften Mal in seiner Karriere in der dritten Runde. Die deutsche Nummer eins setzte sich in Paris gegen den russischen Qualifikanten Roman Safiullin mit 7:6 (7:4), 6:3, 7:6 (7:1) durch und hatte dabei nur zeitweise ein paar Probleme. In der ersten Runde hatte Zverev im deutschen Tennis-Duell mit dem Qualifikanten Oscar Otte noch über fünf Sätze gehen müssen. Dieses Mal blieb er ohne Satzverlust und verwandelte nach 2:27 Stunden seinen ersten Matchball. "Es war heute sportlich herausfordernd für ihn. Er hat sich steigern müssen und das hat er getan. Er ist jetzt da, wo er sein müsste, um in diesem Turnier erfolgreich zu sein", sagte Tennis-Legende Boris Becker als TV-Experte bei Eurosport.

2. Juni: Mark van Bommel wird neuer Trainer des VfL Wolfsburg

Der Niederländer Mark van Bommel wird neuer Trainer des VfL Wolfsburg. Der langjährige Profi des FC Bayern München unterschrieb bei dem Champions-League-Teilnehmer einen Zweijahresvertrag und wird den zu Eintracht Frankfurt gewechselten Oliver Glasner ersetzen. Das teilte der Tabellenvierte der abgelaufenen Bundesliga-Saison am Mittwoch mit. "Mark van Bommel ist unsere Wunschlösung", sagte VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke. "Er ist ein international anerkannter Fußball-Fachmann und weiß, was ihn in der Bundesliga erwartet. Zudem hat er einen enormen Ehrgeiz, der ihn schon in seiner langjährigen Spielerkarriere ausgezeichnet hat."

2. Juni: Rummenigge schließt weiteres Fußball-Spitzenamt aus

Nach seinem vorzeitigen Rückzug beim FC Bayern zum 30. Juni dieses Jahres strebt Karl-Heinz Rummenigge (65) kein hochrangiges Fußball-Amt mehr an. Auf die Frage, ob ihn Posten als Aufsichtsrat der Münchner, Präsident bei DFB, Uefa oder Fifa reizen würden, antwortete er im Interview der "Bild" "Nein, das schließe ich alles aus, allerdings werde ich natürlich meine Verantwortung im Uefa-Exekutivkomitee wahrnehmen."

2. Juni: Schweinsteiger kritisiert Löw wegen Boateng: besser als alle anderen

TV-Experte Bastian Schweinsteiger kann die Kaderzusammenstellung von Bundestrainer Joachim Löw für die Fußball-EM nicht ganz nachvollziehen. Es sei ihm "ein Rätsel, wieso Jérôme Boateng nicht nominiert wurde", sagte der Weltmeister von 2014 in einem Interview der "Sport Bild". "Er hat maßgeblich Anteil an der Sechs-Titel-Saison des FC Bayern, an der Meisterschaft diese Saison. Wenn ich die Innenverteidiger der abgelaufenen Saison durchgehe, war Jérôme für mich der beste Mann in der Bundesliga", sagte der ARD-Experte über seinen ehemaligen Mitspieler beim deutschen Rekordmeister und in der Nationalmannschaft.

Boateng war wie Mats Hummels und Thomas Müller im Frühjahr 2019 ausgebootet worden. Hummels und Müller wurden von Löw nun für den Kader nominiert, Boateng nicht. Aus seiner Sicht führe aber kein Weg an Boateng vorbei, sagte Schweinsteiger. "Er ist auch besser als alle Verteidiger, die nun im EM-Aufgebot Deutschlands stehen", sagte der 36-Jährige. Neben Hummels und Boatengs Bayern-Kollege Niklas Süle stehen noch Robin Koch, Antonio Rüdiger und Matthias Ginter für die Innenverteidigerposition im Aufgebot.

1. Juni: Eishockey-Team steht im WM-Viertelfinale

Deutschlands Eishockey-Nationalteam hat mit einem Sieg im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Gastgeber Lettland das WM-Viertelfinale erreicht. Nach zuvor drei Niederlagen in Serie gelang ein knappes 2:1 (2:0, 0:1, 0:0) gegen die Letten, die damit vorzeitig ausschieden. John-Jason Peterka (4. Minute) und Marcel Noebels (7.) schossen die Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm vor rund 900 Zuschauern zum Sieg. Erstmals bei diesem Turnier waren zum Vorrundenende zumindest teilweise wieder Fans in den Arenen zugelassen. Im Viertelfinale am Donnerstag trifft die deutsche Auswahl auf die Schweiz. 

1. Juni: Markus Anfang wird neuer Werder-Trainer

Markus Anfang wird neuer Trainer von Werder Bremen. Der 46-Jährige wechselt vom SV Darmstadt 98 zum Bundesliga-Absteiger, wie die Bremer mitteilten. Über die genauen Wechselmodalitäten und die Vertragsdauer Anfangs gaben die Norddeutschen nichts bekannt. Anfang soll gemeinsam mit Geschäftsführer Frank Baumann eine Bremer Mannschaft aufbauen, die um den Wiederaufstieg ins Fußball-Oberhaus mitspielen kann. Mit Darmstadt hatte der gebürtige Kölner in der vergangenen Saison den siebten Tabellenplatz in der 2. Liga belegt. Anfang hatte bei den Hessen noch einen Vertrag bis 2022, sodass Werder für ihn eine Ablösesumme bezahlen muss.

1. Juni: Martin Kind sieht in Kartellamts-Bewertung Grund für Ende von 50+1

Hannovers Mehrheitsgesellschafter Martin Kind sieht in der jüngsten Bewertung des Bundeskartellamts einen Grund zur Abschaffung der 50+1-Regel im deutschen Profifußball. Die Behörde hatte die derzeit geltenden Ausnahmeregelungen für die Clubs Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG 1899 Hoffenheim wegen negativer Auswirkungen auf die Ausgeglichenheit des Wettbewerbs kritisiert. "Die Logik daraus ist dann, dass man das abschaffen muss, um die Wettbewerbsgleichheit herzustellen", sagte Kind. Grundsätzlich hält das Bundeskartellamt die 50+1-Regel mit dem geltenden Kartellrecht allerdings für vereinbar und moniert nur die Regelungen für die Ausnahmegenehmigung.

1. Juni: Rummenigge hört Ende Juni beim FC Bayern auf

Die Ära Karl-Heinz Rummenigge endet beim Fußball-Bundesligisten FC Bayern München ein halbes Jahr früher als geplant. Der 65-Jährige löste seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Münchner nach übereinstimmenden Medienberichten zum 30. Juni 2021 auf. Damit übernimmt Oliver Kahn ein halbes Jahr früher als geplant den Posten, wie "Bild", "Sport-Bild", "Welt" und "Kicker" berichten. Eine Bestätigung des Klubs gab es zunächst nicht.

In den fast 20 Jahren unter Rummenigges Führung erlebten die Bayern die sportlich und wirtschaftlich erfolgreichste Zeit ihrer Vereinsgeschichte. Höhepunkte waren die Triple-Siege (Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal) unter den Trainern Jupp Heynckes (2013) und Hansi Flick (2020). Einen Platz im Aufsichtsrat strebt der gebürtige Westfale offenbar nicht an.

31. Mai: Deutsche U21 nach Elfer-Krimi im EM-Halbfinale

Dank großer Moral und Elfmeter-Held Finn Dahmen hat sich Deutschlands U21-Nationalmannschaft zum vierten Mal in Serie ins Halbfinale einer Fußball-EM gekämpft. Die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz kam in einem dramatischen Viertelfinale gegen effiziente Dänen nach einem 0:1-Rückstand in  beeindruckender Manier zurück und setzte sich mit 6:5 im Elfmeterschießen durch. Nach 120 Minuten hatte es im ungarischen Szekesfehervar 2:2 (1:1, 0:0) gestanden. Gegen die Niederlande, die zuvor Frankreich mit 2:1 besiegt hatten, geht es nun am Donnerstag um den dritten Final-Einzug in Serie. Im Elfmeter-Krimi parierte Finn Dahmen zweimal, den entscheidenden Elfmeter verwandelte dann Paul Jaeckel. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes verdiente sich den Erfolg aber auch mit einer über weite Strecken engagierten Vorstellung, auch wenn die Dänen vor allem bei Kontern gefährlich blieben und durch Wahid Faghir (69. Minute) in Führung gingen. Lukas Nmecha gelang nach einer Ecke der Ausgleich (88.), der eingewechselte Jonathan Burkardt brachte sein Team erstmals in Führung (100.). Die Dänen trafen durch Victor Nelsson (108./Foulelfmeter) zum 2:2, ehe die Entschiedung vom Punkt fiel.

31. Mai: Naomi Osaka zieht sich bei French Open der Tennisprofis zurück

Nach den Diskussionen um ihren umstrittenen Boykott der Pressekonferenzen hat Tennis-Superstar Naomi Osaka bei den French Open ihren Rückzug erklärt. Die 23 Jahre alte Japanerin kündigte ihre Entscheidung am Montagabend via Twitter an. Dies sei eine Situation, die sie sich niemals habe vorstellen können und die sie auch nie beabsichtigt habe, schrieb Osaka. "Ich denke, nun ist es das Beste für das Turnier, die anderen Spieler und mein eigenes Wohlergehen, dass ich zurückziehe, so dass sich wieder jeder auf das derzeit laufende Tennis-Geschehen in Paris konzentrieren kann."

Osaka hatte kurz vor Beginn der French Open via Instagram erklärt, dass sie in Paris nicht mit den Medien reden wolle. Als Grund hatte die Nummer zwei der Welt angegeben, dass die Journalistinnen und Journalisten keine Rücksicht auf die psychische Gesundheit von Sportlerinnen und Sportlern nehmen würden.

Nach ihrem Erstrundensieg gegen die Rumänin Patricia Maria Tig war Osaka daher am Sonntag wie angekündigt nicht zur obligatorischen Pressekonferenz erschienen. Sie wurde daraufhin von den Veranstaltern der French Open mit einer Geldstrafe in Höhe von 15 000 Dollar belegt.

Für den Fall, dass die viermalige Grand-Slam-Turnier-Siegerin auch im weiteren Verlauf des Sandplatz-Events die Medien boykottiert hätte, hatten die Veranstalter der vier Grand-Slam-Events mit weiteren, deutlich härteren Sanktionen gedroht.

31. Mai: Baumann bleibt Geschäftsführer bei Werder - Bode gibt Aufsichtsrat ab

Werder Bremen setzt trotz des Abstiegs aus der Fußball-Bundesliga die Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Frank Baumann fort. Die Zeit von Aufsichtsrat Marco Bode bei den Hanseaten geht hingegen zu Ende. Neben dem früheren Nationalspieler Bode werden auch Andreas Hoetzel, Thomas Krohne und Kurt Zech bei der kommenden Mitgliederversammlung des Clubs, die voraussichtlich im September stattfindet, nicht mehr zur Wiederwahl antreten, wie Werder mitteilte. Das Gremium übernehme die Verantwortung für den ersten Bundesliga-Abstieg seit mehr als 40 Jahren.

"Wir brauchen mannschaftliche Geschlossenheit auf allen Ebenen. Unsere Geschäftsleitung muss intakt und handlungsfähig sein, denn es gilt in dieser Phase wichtige und richtige Entscheidungen zu treffen", sagte Bode als Vorsitzender des Aufsichtsrats. "Das wichtigste Ziel und die größte Aufgabe für die gesamte Geschäftsleitung ist es jetzt, schnellstmöglich einen Cheftrainer sowie eine Mannschaft für die 2. Liga zusammenzustellen, die um den Aufstieg mitspielen kann."

Marco Bode räumt wie fast der gesamte Aufsichtsrat seinen Posten im Kontrollgremium von Werder Bremen
Marco Bode räumt wie fast der gesamte Aufsichtsrat seinen Posten im Kontrollgremium von Werder Bremen
© Sören Stache / DPA

31. Mai: Sergio Agüero wechselt von Manchester City zum FC Barcelona

Der argentinische Stürmerstar Sergio Agüero wechselt wie erwartet ablösefrei vom englischen Fußballmeister Manchester City zum FC Barcelona. Das gaben beide Vereine am Montag bekannt. Noch am Abend sollte der 32-Jährige bei Barça einen Vertrag über zwei Jahre unterschreiben, der ab 1. Juli gilt, und offiziell vorgestellt werden. Die festgeschriebene Ablösesumme für Agüero beträgt demnach 100 Millionen Euro.

30. Mai: Ingolstadt steigt in 2. Liga auf, Osnabrück muss runter

Der FC Ingolstadt steigt in die 2. Liga auf. Die Oberbayern verloren zwar am Sonntag das Rückspiel der Relegation beim Fußball-Zweitligisten VfL Osnabrück mit 1:3 (1:2), setzten sich aber dank des 3:0-Erfolgs im Hinspiel am Ende durch. In den vergangenen zwei Jahren waren die Schanzer zweimal in den Relegationsspielen gescheitert, nun kehrt der FCI ins Fußball-Unterhaus zurück. Für Osnabrück war es nach 2009, 2011 und 2013 die vierte Pleite in der Relegation. Die Tore von Marc Heider (6./20. Minute) und Etienne Amenyido (81.) waren zu wenig für die Gastgeber, die wieder in die 3. Liga müssen. Für Ingolstadt traf Filip Bilbija (31.).

30. Mai: 19-jähriger Motorrad-Pilot Jason Dupasquier an Unfallfolgen gestorben

Der bei der Motorrad-WM in Italien schwer verunglückte Schweizer Fahrer Jason Dupasquier ist am Sonntag gestorben. Das bestätigte ein Sprecher des Careggi-Spitals in Florenz der Deutschen Presse-Agentur. Der 19-Jährige war am Samstag beim Qualifikationsrennen der Moto3 auf dem Motodrom von Mugello in einer Kurve gestürzt. Dabei soll ihn mindestens ein nachfolgender Fahrer touchiert oder gar überrollt haben. Die TV-Bilder können den Unfallhergang jedoch nicht aufklären. Die Qualifikationsrennen wurden nach einer Unterbrechung fortgesetzt. Bei Dupasquier aus dem deutschen Prüstel-Rennstall wurde in der Nacht zum Sonntag ein Eingriff im Brustkorb wegen einer Gefäßverletzung vorgenommen. Jedoch hatte er auch schwere Hirnschäden davongetragen.

27. Mai: Zidane hört als Trainer bei Real Madrid auf

Trainer Zinédine Zidane verlässt den spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid. Das teilte der Verein mit. "Zidane ist einer der großen Mythen von Real Madrid, und seine Legende geht über das hinaus, was er als Trainer und Spieler unseres Vereins war. Er weiß, dass er im Herzen von Real Madrid ist und dass Real Madrid sein Zuhause ist und immer sein wird", schrieb der Verein auf seiner Webseite.

Der Abschied des 48 Jahre alten Franzosen, dessen Vertrag eigentlich noch bis Ende Juni 2022 gültig war, hatte sich zuletzt angedeutet. So soll er seinen Spielern bereits Mitte Mai vor dem letzten Spieltag mitgeteilt haben, dass er Real nach dieser Saison verlasse. Damit zog er wohl auch die Konsequenzen aus der Tatsache, dass die Königlichen in dieser Spielzeit erstmals seit elf Jahren keinen Titel eroberten. Real wurde in der Primera División Meisterschafts-Zweiter hinter dem Lokalrivalen Atlético Madrid. In der Champions League war Zidanes Team im Halbfinale am FC Chelsea mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel gescheitert.

26. Mai: 13 Jahre alte Skateboarderin Stoephasius qualifiziert sich für Olympia

Die erst 13 Jahre alte Skateboarderin Lilly Stoephasius hat sich als jüngste Deutsche für die Sommerspiele in Tokio qualifiziert. "Es fühlt sich immer noch etwas unwirklich an", schrieb die Berlinerin am Dienstagabend bei Instagram. Zuvor hatte sich Stoephasius bei einem Wettbewerb in Des Moines im US-Bundesstaat Iowa mit Rang 18 in der Disziplin Park weitere Ranglisten-Punkte gesichert und hat damit den Olympia-Startplatz sicher. Skateboarding ist mit den spektakulären Park-Wettbewerben und der zweiten Disziplin Street neu im olympischen Programm.

26. Mai: Super League: UEFA-Disziplinarverfahren gegen Real, Barcelona, Juve

Gut einen Monat nach den vorerst gescheiterten Plänen für eine Super League geht die Europäische Fußball-Union offiziell gegen die drei verbliebenen Mitbegründer Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin vor. Wie die UEFA am Dienstagabend mitteilte, wurde ein Disziplinarverfahren gegen die drei Clubs eingeleitet. Zuvor hatte die Ethik- und Disziplinarkommission des Verbandes wegen möglicher Verstöße gegen die rechtlichen Rahmenbedingungen der UEFA Untersuchungen gegen das Trio aus Spanien und Italien geführt.

25. Mai: Hamburger SV verpflichtet Tim Walter als neuen Trainer

Tim Walter ist neuer Cheftrainer beim Hamburger SV. Der 45-Jährige hat beim Fußball-Zweitligisten einen Zweijahresvertrag unterzeichnet, teilte der Nordclub mit. Walter folgt auf Daniel Thioune und Interimstrainer Horst Hrubesch, unter denen der HSV auch im dritten Anlauf die Rückkehr in die Bundesliga verpasste.

Zuletzt hatte Walter bis Dezember 2019 den VfB Stuttgart in der 2. Liga trainiert, dann musste er gehen. Am Ende der Saison stiegen die Schwaben auf. Vor seinem Stuttgarter Engagement war Walter für ein Jahr beim Zweitligisten Holstein Kiel tätig gewesen.

25. Mai: Hansi Flick wird Nachfolger von Joachim Löw als Bundestrainer

Hansi Flick wird neuer Bundestrainer der Fußball-Nationalmannschaft. Der bisherige Bayern-Erfolgscoach folgt nach der Europameisterschaft in diesem Sommer auf Joachim Löw und erhält einen Vertrag bis ins Jahr 2024, wie der Deutsche Fußball-Bund bestätigte.

24. Mai: Ehemaliger Fia-Präsident Max Mosley ist tot

Der langjährige Automobil-Weltverbandschef Max Mosley, einer der Väter der modernen Formel 1, ist tot. Der Brite starb im Alter von 81 Jahren, wie zunächst mehrere britische Medien am Montag berichteten. Seine Familie bestätigte später den Tod. Mosley sei einem Krebsleiden erlegen. 

Mosley prägte gemeinsam mit dem einstigen Chefvermarkter Bernie Ecclestone die Formel 1 über viele Jahre hinweg und verbesserte die Sicherheit in der Rennserie als oberster Regelhüter enorm. Von 1993 bis 2009 führte Mosley den Internationalen Automobilverband Fia, nachdem er eine Karriere als Anwalt zu Gunsten des Motorsports aufgegeben hatte. "Es ist wie der Verlust eines Familienmitglieds, er war wie ein Bruder für mich. Wir haben uns gegenseitig verstanden. Das bedeutete, dass einer von uns den anderen kritisieren konnte, wenn uns eine bestimmte Idee nicht gefiel", zitierte die "Daily Mail" Ecclestone, der nach eigener Aussage stets im Kontakt zu Mosley geblieben ist. "Er war ein geradliniger Typ, er war nicht jemand, der tolerant gegenüber Dummköpfen war."

24. Mai: Sergio Ramos fliegt für EM aus spanischer Nationalelf

Spanien tritt bei der Fußball-EM ohne Kapitän und Rekordnationalspieler Sergio Ramos an. Nationalcoach Luis Enrique verzichtet auf den Abwehrchef in seinem 24-köpfigen Kader, den er am Montag bekanntgab. "Es war eine Entscheidung, über die wir viel nachgedacht haben", betonte Enrique. "Ich muss machen, was für das Team am besten ist." Der 35 Jahre alte Ramos litt zuletzt immer wieder unter Verletzungen und gehörte auch bei seinem Stammverein Real Madrid nicht mehr zur ersten Wahl. Sein Vertrag bei den Königlichen endet am 30. Juni.

Für die spanische Nationalmannschaft, mit der Ramos 2008 und 2012 Europameister sowie 2010 Weltmeister wurde, bestritt er 180 Länderspiele. Er hätte bei der EM zur internationalen Rekordmarke (184) des Ägypters Ahmed Hassan aufschließen können. Über seine Nichtberücksichtigung wurde Ramos am Sonntag von Enrique informiert. "Es war ein sehr höfliches und korrektes Gespräch", sagte Enrique.

Durch den Verzicht auf Ramos ist kein einziger Spieler von Real Madrid im Aufgebot für die EM. Aus der Bundesliga wurde Dani Olmo von Vizemeister RB Leipzig nominiert. In der Gruppe E trifft Spanien auf Schweden, Polen und die Slowakei. Die Partien finden alle in Sevilla statt, nachdem Bilbao als spanischer EM-Ort gestrichen worden war.

24. Mai: Ausschreitungen in Bochum nach Aufstieg des VfL

In Bochum ist es nach dem Sieg des Fußballvereins VfL gegen den SV Sandhausen am Sonntagnachmittag zu Ausschreitungen gekommen. 6000 bis 7000 Menschen hätten sich in der Nähe des Stadions und in der Innenstadt aufgehalten, teilte die Polizei am Montag mit. Zahlreiche Menschen seien durch Flaschenwürfe und illegales Feuerwerk verletzt worden. Es habe Knalltraumata, Augenverletzungen und Verbrennungen gegeben. Auch auf die Einsatzkräfte seien Flaschen, Feuerwerksartikel und Steine geworfen worden, teilte die Polizei weiter mit. Acht Beamte seien dabei verletzt worden, zwei von ihnen so schwer, dass sie nicht mehr dienstfähig gewesen seien. Die Polizei habe zudem in 70 Fällen das illegale Abbrennen von Pyrotechnik geahndet, zwölf Anzeigen wegen Drogen und elf wegen Sachbeschädigung geschrieben. 

23. Mai: Max Verstappen gewinnt in Monaco – Vettel auf Platz fünf

Max Verstappen hat zum ersten Mal den Großen Preis von Monaco gewonnen. Mit dem Sieg am Sonntag übernahm der 23 Jahre alte Niederländer im Red Bull nach fünf Rennen auch die Führung in der WM-Wertung von Formel-1-Titelverteidiger Lewis Hamilton aus Großbritannien. Der siebenmalige Champion kam im Mercedes nicht über Platz sieben hinaus.

Zweiter wurde der Spanier Carlos Sainz Junior von Ferrari, Dritter der Brite Lando Norris von McLaren. Als Fünfter schaffte Sebastian Vettel im Aston Martin sein bisher bestes Saisonresultat und erstmals Punkte für sein neues Team. Mick Schumacher kam im Haas auf Rang 18. Für Lokalmatador Charles Leclerc war das Rennen bereits vor dem Start beendet. Der 23 Jahre alte Monegasse hatte sich erstmals Startplatz eins in Monaco in der Königsklasse gesichert. Ein Defekt am Getriebe des Ferrari stoppte Leclerc aber, ehe es losging.

23. Mai: Fiasko für Leclerc – Getriebeschaden verhindert Start in Monaco 

Charles Leclerc ist nicht von der Pole Position in Monaco gestartet und musste auf sein Heimspiel beim Formel-1-Klassiker verzichten. Auf einer Einführungsrunde funkte der 23 Jahre alte Monegasse, dass es Probleme mit seinem Ferrari gebe. Er fuhr langsam zurück in die Box. Dort bekam er die bittere Nachricht, nicht vom sogenannten Grid ins Rennen gehen zu können. Nach weiteren Überprüfungen entschied sich Ferrari auch gegen einen Start aus der Boxengasse, Leclerc verließ die Garage und winkte betrübt den Zuschauern zu.

Damit wurde ein persönliches Fiasko für Leclerc und ein Desaster für die Scuderia besiegelt. Nach einem Unfall in der Qualifikation am Samstag hatte Ferrari das Getriebe untersucht, aber keine Schäden festgestellt. Am Morgen vor dem Rennen kam nach weiteren Inspektionen die endgültige Freigabe. Das Getriebe müsse nicht gewechselt werden, hieß es. Leclerc entging so einer Zurückstufung um fünf Positionen. Während am Sonntag das Orchester Richtung Startaufstellung marschierte, stieg Leclerc aus seinem Auto. Für ihn setzt sich eine unglückliche Serie bei seinem Heimrennen fort. In der Formel 2 hatte er 2017 die Pole Position geholt, kam aber in den beiden folgenden Rennen nicht ins Ziel. 2018 und 2019 schied er bei seinen Formel-1-Einsätzen ebenfalls in den Rennen aus.

23. Mai: Buchmann muss Giro d'Italia nach schwerem Sturz aufgeben

Die deutsche Rad-Hoffnung Emanuel Buchmann hat beim 104. Giro d'Italia nach der Verwicklung in einen Massensturz aufgeben müssen. Der Gesamtsechste war am Sonntag zu Beginn der 15. Etappe von Grado nach Gorizia in einen Crash auf gerader Strecke verwickelt und erlitt dabei offenbar Verletzungen im Gesicht. Das Rennen war nach dem Sturz gestoppt worden, Buchmanns Team Bora-hansgrohe vermeldete wenig später die Aufgabe des Kapitäns.

22. Mai: Leclerc holt sie Pole in Monaco – und baut danach einen Unfall

Charles Leclerc hat sich die Pole Position für sein Formel-1-Heimrennen in Monte Carlo gesichert. Der 23 Jahre alte Monegasse raste am Samstag in der Qualifikation zum Großen Preis von Monaco auf Platz eins mit 0,230 Sekunden Vorsprung auf Max Verstappen im Red Bull, ehe er mit einer Bandenberührung für einen vorzeitigen Abbruch der entscheidenden Phase der K.o.-Ausscheidung sorgte und sein demolierter Wagen per Kran abtransportiert werden musste.

Es ist Leclercs achte Pole in seiner Karriere und für Ferrari wie für ihn die erste seit Oktober 2019 in Mexiko. Dritter wurde Valtteri Bottas im Mercedes vor Carlos Sainz Junior im zweiten Ferrari. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton, der vor dem fünften WM-Lauf an diesem Sonntag (15.00 Uhr/Sky) 14 Punkte Vorsprung im Klassement auf Verstappen hat, kam über Platz sieben im zweiten Mercedes nicht hinaus. Sebastian Vettel wurde im Aston Martin Achter. Mick Schumacher konnte an der Qualifikation nicht teilnehmen. Der 22 Jahre alte Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher hatte im Training rund zwei Stunden zuvor seinen Haas-Rennwagen bei einem Unfall so demoliert, dass er nicht mehr rechtzeitig repariert werden konnte.

22. Mai: Erneuter Crash im Training: Schumacher verpasst Monaco-Quali

In der Box bekam Mick Schumacher einen aufmunternden Klaps auf den Rücken. Sein Formel-1-Rennwagen hing zu dem Zeitpunkt schon wieder am Abschleppkran. Der 22 Jahre alte Neuling hat noch vor den wirklich entscheidenden Runden in den engen Straßen von Monaco einen schweren Dämpfer hinnehmen müssen. Weil sein Auto nach einem Trainingscrash schwer demoliert war, musste der Haas-Pilot am Samstag (15.00 Uhr/Sky) auf einen Start in der Qualifikation zum Klassiker im Fürstentum verzichten. "Ich weiß nicht wirklich, was ich sagen soll. Es tut mir sehr leid", hatte Schumacher nach seinem nächsten Unfall an die Box gefunkt.

Schon am Donnerstag hatte der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher für ein vorzeitiges Trainingsende gesorgt. Er war mit seinem Haas-Rennwagen seitlich in die Leitplanken geraten. Er habe die Bande geküsst, kommentierte Mick Schumacher danach, das gehöre in Monaco irgendwie auch dazu und er kenne nun das Limit. Er hatte seinen Wagen noch langsam über die Strecke fahren können, musste ihn aber wegen eines Raddefekts letztlich abstellen.

21. Mai: Acht Männer in England nach Rassismusvorfällen festgenommen

In England sind acht Männer festgenommen worden, die unter Verdacht stehen, einen Fußball-Profi auf Twitter rassistisch beleidigt zu haben. Wie die Premier League am Freitag mitteilte, seien zudem vier weitere Personen verhört worden. Auslöser des Ganzen war, dass während des Spiels zwischen Manchester United und Tottenham Hotspur am 11. April "ein namentlich nicht genannter Spieler mit einer Reihe offensiver und rassistischer Äußerungen auf Twitter ins Visier genommen wurde". Die zwölf Männer aus England und Wales haben mit ihren Aktionen "Rassenhass" schüren wollen, hieß es in der Mitteilung.

Die rassistischen Äußerungen waren vom Online-Meldetool von Manchester United aufgegriffen und an die Polizei weitergeleitet worden. Die Polizei arbeitete sowohl mit Fußballclubs als auch mit Social-Media-Unternehmen und anderen Polizeikräften zusammen, um die Täter zu identifizieren. "Es gibt keinen sicheren Hafen für diese Art von missbräuchlichem Verhalten und wir sind entschlossen, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um es auszurotten", sagte Kriminalkommissar Matt Simpson.

21. Mai: Eishockey-Nationalteam startet mit Torfestival in die WM

Das deutsche Eishockey-Nationalteam ist mit einem souveränen Pflichtsieg gegen Italien in die Weltmeisterschaft in Riga gestartet. Beim 9:4 (2:2, 5:0, 2:2) gegen den corona-geplagten Außenseiter gerieten die Deutschen zunächst mit 1:2 in Rückstand, ehe sie sich in einem Torfestival souverän durchsetzten. Italien tritt nach insgesamt 15 Corona-Fällen stark ersatzgeschwächt an und musste ohne Chefcoach Greg Ireland auskommen. Schon am frühen Samstagmittag (11.15 Uhr/Sport1) trifft die deutsche Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm auf Norwegen und muss für das angestrebte Erreichen des Viertelfinals nachlegen.

21. Mai: Costa und Dantas verlassen FC Bayern München nach einer Saison wieder

Die Leihspieler Douglas Costa und Tiago Dantas verlassen den FC Bayern München nach dieser Saison wieder. Das teilte der deutsche Fußball-Meister am Freitag mit. "Douglas Costa und Tiago Dantas haben mit uns in dieser Saison die erneute deutsche Meisterschaft gewonnen. Wir möchten uns bei beiden herzlich bedanken und wünschen ihnen für ihre Zukunft alles Gute", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Beide konnten sich nicht in München für ein weiteres Engagement empfehlen.

21. Mai: Bayern-Legende Sepp Maier zweifelt an Nagelsmann

Bayern Münchens Club-Legende Sepp Maier hat Zweifel an der jüngsten Trainer-Entscheidung beim deutschen Fußball-Rekordmeister geäußert. "Ich weiß nicht, ob sie mit Julian Nagelsmann so glücklich werden. Ich bin sehr skeptisch. Er hat noch keine Erfolge vorzuweisen", sagte der ehemalige Bayern- und Nationalmannschafts-Torhüter in einem Interview mit dem TV-Sender Sport 1. "Fast jeder Trainer beim FC Bayern hat schon vorher Erfolge gehabt und Titel gewonnen", sagte der 77-Jährige. Nagelsmann kommt vom Vizemeister RB Leipzig nach München; Erfolgstrainer Hansi Flick verlässt den Serienmeister FC Bayern zum Saisonende.

Auch der Abschied von Co-Trainer Hermann Gerland hat bei Maier für Unverständnis gesorgt. "Was man mit Hermann Gerland gemacht hat, ist ein Hammer. Er hat für den FC Bayern alles getan, was nur möglich war und was in seiner Kraft stand", sagte Maier. "Er hat den Nachwuchs gefördert und jahrelang bei den Profis sein Bestes gegeben. Im Verein wurden so viele neue Jobs geschaffen, aber dass man für so einen Mann keinen Posten findet, ist unverständlich", betonte Maier.

19. Mai: Weltmeister Sami Khedira wird Fußball-Karriere beenden

Ex-Weltmeister Sami Khedira beendet nach dem letzten Spieltag der Bundesliga-Saison am Samstag seine Karriere. Das gab der frühere Fußball-Nationalspieler am Mittwoch bei einer Pressekonferenz seines derzeitigen Clubs Hertha BSC bekannt. Khedira war Teil des Weltmeisterteams von 2014 und Torschütze beim legendären 7:1 gegen Brasilien. Insgesamt bestritt der heute 34-Jährige 77 Länderspiele, in denen er sieben Treffer erzielte. Mit Real Madrid gewann der defensive Mittelfeldspieler 2014 die Champions League und die Club-WM. Khediras Heimatclub ist der VfB Stuttgart, mit dem er 2007 Deutscher Meister wurde. Vor seinem Engagement bei Hertha BSC war Khedira bei Juventus Turin aktiv.

19. Mai: Müller und Hummels bei EM dabei – Löw nominiert überraschend Freiburger Günter, Bayern-Talent Musiala und Kevin Volland

Joachim Löw holt die von ihm 2019 ausgemusterten Routiniers Thomas Müller und Mats Hummels für die Fußball-Europameisterschaft erwartungsgemäß in die Nationalmannschaft zurück. Neben dem Weltmeister-Duo von 2014 zählen überraschend auch Stürmer Kevin Volland von AS Monaco und der Freiburger Außenverteidiger Christian Günter zum 26 Spieler umfassenden EM-Kader, den der Bundestrainer in Frankfurt am Main präsentierte. Auch Bayerns 18 Jahre altes Top-Talent Jamal Musiala ist dabei. Die Rückkehr von Müller und Hummels begründete Löw damit, "dass ein erfolgreiches Turnier für den deutschen Fußball extrem wichtig ist." Man gehe aber ohne spezielle Zielsetzung in die EM. Wenn es gelinge über Erfolge in der Vorrunde in einen Flow zu kommen, "dann ist für unsere Mannschaft alles möglich".

19. Mai: Schweizer Gerardo Seoane trainiert kommende Saison Bayer Leverkusen

Er kommt mit der Empfehlung von drei Meisterschaften in drei Spielzeiten, dazu einen Pokalsieg obendrauf: Gerardo Seoane, Erfolgscoach von Young Boys Bern, ist der nächste Schweizer Trainer, der einen Bundesligisten zum Erfolg führen soll: Bayer Leverkusen. "Mit Gerardo Seoane wollen wir in der kommenden Saison wieder angreifen", kommentierte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes die Verpflichtung, die der Verein am Vormittag somit offiziell machte. Seoane löst Hannes Wolf ab. Der 40-jährige Trainer der U19-Nationalmannschaft ist vom DFB lediglich bis zum Saisonende ausgeliehen. Gerardo Seoane erhält in Leverkusen einen Vertrag bis 2024. Über die weiteren Modalitäten wurden offiziell zunächst nichts gesagt. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll eine Ablösesumme fällig werden, da der 42-Jährige in Bern einen gültigen Vertrag hat. Die Ablöse könnte sich den Berichten zufolge mit möglichen Bonuszahlungen auf rund zwei Millionen Euro summieren.

18. Mai: Löw holt neben Müller offenbar Hummels ins Nationalteam zurück – Reus verzichtet auf EM

Neben Thomas Müller steht auch Mats Hummels Medienberichten zufolge vor einem Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Wie Sport1 und die "Bild"-Zeitung am Dienstagabend berichteten, holt Bundestrainer Joachim Löw auch den Dortmunder Hummels für die EM in diesem Sommer zurück. Die beiden Weltmeister von 2014 waren wie auch Jérôme Boateng nach der blamablen WM 2018 in Russland und dem misslungenen Neustart im Anschluss von Löw aussortiert worden – für seine letzte Mission denkt der Bundestrainer nun um. Der 32 Jahre alte Innenverteidiger Hummels werde im EM-Kader von Löw stehen, schrieb Sport1 am Dienstagabend auf seiner Internetseite. Der DFB bestätigte die Personalie zunächst nicht.

Unterdessen verzichtet Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus auf eine Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft. Das teilte der 31-Jährige am Dienstag auf Instagram mit. Er wolle nach der "komplizierten, kräftezehrenden" Saison seinem "Körper Zeit geben, um sich zu erholen", schrieb er. 

Löw will seinen Kader für die EM-Endrunde vom 11. Juni bis 11. Juli offiziell an diesem Mittwoch (12.30 Uhr) bekanntgeben.

Thomas Müller und Mats Hummels bei der EM 2016 im Nationaltrikot
Thomas Müller und Mats Hummels bei der EM 2016 im Nationaltrikot
© Anke Waelischmiller / Sven Simon / Picture Alliance

18. Mai: Co-Trainer Gerland – "Werde zum Saisonende den FC Bayern verlassen"

Die Ära von Fußball-Trainer Hermann Gerland beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München wird bald vorbei sein. "Ich werde zum Saisonende den FC Bayern verlassen", sagte der 66-Jährige der "Bild". Über die Gründe seines geplanten Abschieds machte der Assistenzcoach dem Bericht zufolge keine Angaben. Für Lothar Matthäus bricht mit dem Gerland-Abschied eine neue Zeitrechnung beim Rekordmeister an. "Auch weil Karl-Heinz Rummenigge langsam aber sicher das Ruder an Oliver Kahn übergibt. Alle großen Trainer haben am Ende mehr von Gerlands Auge, Erfahrung und Gespür für diesen Club profitiert als den meisten bewusst ist. Ob van Gaal, Guardiola oder Heynckes. Sie alle haben von ihm geschwärmt", schrieb der Ehrenspielführer der Nationalmannschaft in seiner Sky-Kolumne. Bei den Münchnern soll Kahn (51) im nächsten Jahr Rummenigge (65) als Vorstandschef ablösen. Über den Gerland-Abschied hatte zuerst der "Kicker" berichtet. Der neue Chefcoach Julian Nagelsmann soll für den Trainer mit dem Spitznamen "Tiger" keinen Platz in seinem Team haben.

18. Mai: Klose laut Medienberichten bei Fortuna Düsseldorf als Trainer im Gespräch

Der frühere Nationalstürmer Miroslav Klose (42) ist Berichten zufolge als Trainer beim Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf im Gespräch. Von dieser Option berichteten die "Rheinische Post" und der "Express" mit Verweis auf eigene Informationen. Es sei aber auch möglich, dass der im Sommer auslaufende Vertrag mit Trainer Uwe Rösler (52) verlängert werde, berichte die "RP". Die Fortuna ist vor dem letzten Spieltag der Saison Tabellen-Vierter der 2. Liga und hat keine Chance mehr auf den direkten Wiederaufstieg. Zuletzt galt es als wahrscheinlich, dass Rösler zur neuen Saison als Coach abgelöst wird. Der Club kommentiere solche Trainer-Spekulationen grundsätzlich nicht, sagte ein Fortuna-Sprecher am Dienstag.

17. Mai: Neuer-Ersatz ter Stegen fällt für EM aus – Leno und Trapp dabei

Torhüter Marc-André ter Stegen verpasst die Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer. Der 29 Jahre alte Schlussmann des FC Barcelona teilte auf Instagram mit, dass er wegen eines medizinischen Eingriffs nicht für die deutsche Nationalelf zur Verfügung stehe. Zusammen mit der medizinischen Abteilung seinem Club FC Barcelona habe er beschlossen, einen Eingriff am Knie vornehmen zu lassen. Ter Stegen war für das Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli von Bundestrainer Joachim Löw als Ersatzmann hinter Stammtorwart Manuel Neuer vorgesehen gewesen. "Ich bin traurig, dass ich diesen Sommer die EURO 2020 mit Deutschland verpassen werde", schrieb ter Stegen: "Zum ersten Mal seit vielen Jahren werde ich zu Hause ein Fan sein und mein Land unterstützen." Er hoffe auf einen deutschen EM-Sieg.

17. Mai: DFB-Präsident Keller zurückgetreten – "DFB muss sich verändern"

Der bisherige DFB-Präsident Fritz Keller (64) ist wie angekündigt zurückgetreten. "Ich übernehme damit persönlich Verantwortung für meine Entgleisung in der Präsidiumssitzung vom 23. April 2021, die trauriger Tiefpunkt der desolaten Führungssituation des DFB bleiben soll", sagte Keller einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes am Montag zufolge. Der DFB müsse "sich verändern". Interimsweise wird der tief in der Krise steckende Verband bis auf Weiteres von den beiden Vizepräsidenten Rainer Koch (62) und Peter Peters (58) geführt, wie der DFB bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte. Keller war wegen seiner Nazi-Äußerung gegen Koch während einer Präsidiumssitzung Ende April massiv in die Kritik geraten.

Sport kompakt: Nach 16 Jahren: Klub-Ikone Sergio Ramos verlässt Real Madrid

16. Mai: Dresden steigt in 2. Bundesliga auf – Fans attackieren Polizei

Die SG Dynamo Dresden hat den direkten Wiederaufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga geschafft. Das Team von Trainer Alexander Schmidt setzte sich  mit 4:0 gegen Türkgücü München durch und kann einen Spieltag vor Schluss nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze der 3. Liga verdrängt werden. Noch vor dem besiegelten Aufstieg ist die Situation um das Dresdner Stadion eskaliert. Anhänger des Vereins attackierten ab der 70. Minute des Spiels beim Stand von 3:0 außerhalb des Stadions die Polizei mit Pyrotechnik und versuchten, die Absperrungen mit Gewalt zu durchbrechen. Ein Großaufgebot der Polizei hatte das letzte Heimspiel zuvor massiv abgesichert, damit es zu keinen Massenandrang von Fans vor dem Stadion kommt. Obwohl der Verein im Vorfeld genau wie Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) an die Anhänger appelliert hatte, nicht zum Stadion zu kommen und zu Hause zu bleiben, versammelten sich noch vor dem Anpfiff hunderte von Fans um die Spielstätte.

16. Mai: Bremen trennt sich von Trainer Kohfeldt – Schaaf übernimmt

Werder Bremen hat sich einen Spieltag vor dem Ende der Saison doch noch von Trainer Florian Kohfeldt getrennt. Das teilte der stark abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist mit. Vereins-Legende Thomas Schaaf soll die Grün-Weißen jetzt vor dem ersten Abstieg seit 1980 bewahren. "Leider hatten wir nach dem Spiel in Augsburg nicht mehr die Überzeugung, mit Florian Kohfeldt den Klassenerhalt schaffen zu können", sagte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann.

Am Samstag hatten die Grün-Weißen im Kellerduell beim FC Augsburg eine 0:2-Niederlage kassiert und waren damit auf Relegationsplatz 16 abgerutscht. Der Vorsprung auf den 1. FC Köln auf dem ersten direkten Abstiegsplatz beträgt nur noch einen Punkt. Am letzten Spieltag empfängt Werder Gladbach, Köln spielt gegen den FC Schalke 04.

13. Mai: Holstein Kiel hat Relegationsplatz schon sicher

Holstein Kiel hat die Gunst der Stunde genutzt und mindestens den Aufstiegs-Relegationsrang in der 2. Fußball-Bundesliga sicher. Im Nachholspiel gegen Jahn Regensburg feierten die Kieler nach großem Kampf mit 3:2 (1:1) ihren siebten Heimsieg in Serie. Ein Sieg fehlt Holstein nun noch zum direkten Aufstieg in die Bundesliga. Andreas Albers (16. Minute/Handelfmeter) und Albion Vrenezi (75.) brachten die Gäste zweimal in Führung, doch Fin Bartels (20.), Simon Lorenz (79.) und Alexander Mühling (83.) drehten die Partie zu Gunsten der Kieler. Hinter dem VfL Bochum (63 Punkte) sind die Störche (62) weiter Zweite vor den Verfolgern Greuther Fürth (58) und Hamburger SV (55) und sind bei nur noch zwei ausstehenden Spielen nicht mehr von einem Top-Drei-Platz zu verdrängen. Regensburg verpasste es durch das fünfte sieglose Match in Serie, sich vorzeitig den Klassenverbleib zu sichern. 

13. Mai: Champions-League-Finale von Istanbul nach Porto verlegt

Der Champions-League-Sieger wird wieder in Portugal gekürt. Wie die Europäische Fußball-Union am Donnerstag mitteilte, wird das Endspiel wegen der Corona-Pandemie von Istanbul nach Porto verlegt. Am 29. Mai treffen die englischen Clubs Manchester City und FC Chelsea mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel im Estádio do Dragão aufeinander. Je Team sollen 6000 Zuschauer zugelassen werden.

Istanbul, bereits 2005 beim Sieg des FC Liverpool Gastgeber, hat damit bereits zum zweiten Mal hintereinander das Nachsehen: Die türkische Metropole sollte schon im Vorjahr das Endspiel der Königsklasse im Atatürk-Olympiastadion ausrichten. Stattdessen wurden coronabedingt die Viertel- und Halbfinals sowie das Endspiel in Lissabon ausgetragen.

12. Mai: Patrick Hausding holt EM-Gold vom Ein-Meter-Brett

Rekordeuropameister Patrick Hausding hat seine EM-Bestmarke mit dem nächsten Titel ausgebaut. Der nun 16-malige Europameister im Wasserspringen gewann in Budapest Gold vom Ein-Meter-Brett. Insgesamt war es die 35. Medaille von Hausding bei Europameisterschaften. Zum EM-Auftakt hatte er im Mixed-Teamspringen am Montag bereits Bronze geholt. Zwar werden in zwei Monaten bei den Olympischen Spielen in Tokio keine Medaillen vom Ein-Meter-Brett vergeben, aber Hausdings Form weckt Zuversicht beim Deutschen Schwimm-Verband. Hausding siegte mit 427,75 Punkten klar vor dem Briten Jack Laugher, der auf 402,90 Punkte kam. Kurz vor Hausdings Goldmedaille gewannen Tina Punzel und Lou Massenberg Silber im Mixed-Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett.

12. Mai: Hertha BSC hat Klassenerhalt vor Augen

Hertha BSC hat die drei Nachholspiele in der Fußball-Bundesliga mit einem Sieg beendet und ist damit nach dem Ende der zweiwöchigen Corona-Quarantäne ungeschlagen geblieben. Die Berliner kamen im Kampf um den Klassenverbleib beim Absteiger FC Schalke 04 zu einem 2:1 (1:1)-Erfolg. Amine Harit (6.) hatte die Gastgeber in Führung gebracht. Abwehrspieler Dedryck Boyata (19.) und Jessic Ngankam (73.) sorgten mit ihren Treffern für den Sieg. Der Berliner Dodi Lukebakio sah in der 88. Minute Gelb-Rot. Durch das siebte Spiel in Serie ohne Niederlage verbesserten die Herthaner vor den beiden letzten Bundesliga-Spieltagen mit 32 Punkten auf den 13. Platz und hat fünf Zähler Vorsprung auf den 1. FC Köln auf Abstiegsplatz 17. Am Samstag spielen die Berliner gegen Köln und können mit einem Sieg den Klassenverbleib perfekt machen.

11. Mai: DFB-Präsident Keller zu Rücktritt bereit – Curtius-Vertrag wird aufgelöst

Die Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bundes zieht fast geschlossen Konsequenzen aus der tiefen Krise innerhalb des Verbands. DFB-Präsident Fritz Keller hat seine Bereitschaft zum Rücktritt erklärt, der Vertrag von Generalsekretär Friedrich Curtius soll aufgelöst werden, wie der DFB am Dienstag mitteilte. Vizepräsident Rainer Koch wird zudem beim nächsten Bundestag nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

"Präsident Fritz Keller hat aus eigener freier Entscheidung in Verantwortung des Amtes als Präsident seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, nach Abschluss der Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht, am kommenden Montag (...) sein Amt zur Verfügung zu stellen", hieß es in der Mitteilung vom Abend. Keller hatte Koch bei einer Präsidiumssitzung Ende April als "Freisler" bezeichnet und so mit Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus, verglichen. In den folgenden Wochen entbrannte ein nun folgenschwerer Streit. Vor dem Sportgericht landete der Fall durch Ermittlungen der DFB-Ethikkommission.

Schatzmeister Stephan Osnabrügge wird beim kommenden Bundestag ebenso nicht mehr antreten. Die nächste Vollversammlung des schwer angeschlagenen Verbandes wird laut Mitteilung zeitlich vorgezogen und soll "voraussichtlich" Anfang 2022 abgehalten werden. Der mit Koch gleichgestellte Vizepräsident Peter Peters bleibt als Entsandter der Deutschen Fußball Liga (DFL) dagegen im Amt. Koch und Peters sollen nach dem angekündigten Keller-Rücktritt "als gleichberechtigte Interimspräsidenten den Übergang des DFB gestalten, um den Verband gemeinsam mit dem Präsidium schnellstmöglich in ruhige Fahrwasser zu bringen", teilte der DFB mit. Curtius' Aufgaben soll die stellvertretende Generalsekretärin Heike Ullrich kommissarisch übernehmen.

11. Mai: 1. FC Köln holt Steffen Baumgart als künftigen Trainer

Steffen Baumgart wird zur kommenden Saison neuer Trainer des 1. FC Köln. Der abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist gab das ligaunabhängige Engagement des bisherigen Coaches von Zweitligist SC Paderborn bekannt.

10. Mai: Hrubesch weckt HSV auf: Letzte Aufstiegschance gewahrt

Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat seine minimale Aufstiegschance durch einen klaren Heimsieg gewahrt. Nach fünf sieglosen Spielen gewann die Mannschaft beim Debüt von Drei-Wochen-Trainer Horst Hrubesch verdient mit 5:2 (3:1) gegen den 1. FC Nürnberg und rückte mit nunmehr 55 Punkten auf den vierten Tabellenplatz vor. Der HSV ging durch ein Eigentor von Asger Sörensen in Führung (30. Minute), die weiteren Treffer erzielten Bakery Jatta (36.), Doppeltorschütze Simon Terodde (45.+2/80./Foulelfmeter) und Sonny Kittel (76.). Für den Club trafen Erik Shuranov zum 1:2 (41.) und Linus Rosenlöcher (89.). Der HSV hatte sich vor einer Woche von Trainer Daniel Thioune getrennt – Hrubesch übernahm für den Rest der Saison. Für die Gäste war es die erste Niederlage seit dem 7. März – danach startete der Club eine Erfolgsserie mit drei Siegen und vier Remis. 

10. Mai: Kiel dank Bartels auf Bundesligakurs

Holstein Kiel ist der erhoffte Sprung auf den zweiten Platz der 2. Fußball-Bundesliga geglückt. Im ersten von zwei in dieser Woche anstehenden Nachholspielen setzten sich die Kieler mühevoll mit 1:0 (1:0) gegen Hannover 96 durch und verdrängten mit 59 Punkten den bisherigen Zweiten Greuther Fürth (58) auf den Relegationsrang. Fin Bartels (44. Minute) erzielte das Tor zum sechsten Heimsieg in Serie für Holstein, das am Donnerstag (15.30 Uhr/Sky) Jahn Regensburg zu einem weiteren Nachhol-Kick im Holstein-Stadion empfängt. Drei Tage nach dem glanzvollen 4:0 über den FC St. Pauli taten sich die Hausherren im 50. Meisterschaftsduell mit den Niedersachsen aber überraschend schwer. So dauerte es bis kurz vor der Halbzeit, ehe nach Fabian Reeses Maßflanke der völlig frei stehende Bartels zu seinem neunten Saisontreffer kam.

Finn Bartels von Holstein Kiel kontrolliert in der Luft den Ball
Hielt Holstein Kiel im Spiel gegen Hannover in einem engen Spiel auf Kurs: Finn Bartels, Torschütze zum entscheidenden 1:0.
© Cathrin Müller / Getty Images

10. Mai: Alexander Zverev triumphiert in Madrid

Alexander Zverev reckte die goldene Siegertrophäe voller Freude in den Himmel und ließ die Konfetti-Schlangen auf seine Schulter fallen. Deutschlands bester Tennisspieler hat zum zweiten Mal das topbesetzte Turnier in Madrid gewonnen und sich drei Wochen vor Beginn der French Open in die Mitfavoriten-Rolle für den Sandplatz-Klassiker in Paris gespielt. Zverev setzte sich am Sonntagabend im Finale gegen den Italiener Matteo Berrettini nach hartem Kampf mit 6:7 (8:10), 6:4, 6:3 durch und wiederholte damit den Triumph aus dem Jahr 2018.

"Das ist ein unglaubliches Gefühl", sagte Zverev nach dem Titelgewinn. "Es ist ein spezieller Sieg. Ich will den Titel jetzt einfach genießen", sagte der 24-Jährige. Er verwandelte nach 2:40 Stunden seinen zweiten Matchball und holte damit seinen zweiten Titel in diesem Jahr. Zuvor hatte er bereits das Sandplatz-Turnier im mexikanischen Acapulco gewonnen.

Sport kompakt: Alexander Zverev siegt in Madrid
Alexander Zverev ist drei Wochen vor Beginn der French Open schon in richtig guter Form. In Madrid holt er seinen zweiten Titel in diesem Jahr. 
© Oscar J. Barroso / Picture Alliance

Zverev hatte in den Runden zuvor mit Siegen gegen Rafael Nadal und Dominic Thiem für Furore gesorgt. "Es waren zwei großartige Matches für mich", hatte die deutsche Nummer eins vor dem Finale gesagt. Dort knüpfte er an seine guten Leistungen an. Lange freuen kann er sich über den Triumph aber nicht. Schon in dieser Woche steht in Rom das nächste Turnier der Masters-1000-Serie auf dem Programm. "Es ist nicht einfach, jetzt nach Rom zu gehen, aber ich mag auch das Turnier und will da wieder gutes Tennis spielen", sagte Zverev.

9. Mai: Hamilton gewinnt den Spanien-Grand-Prix

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat beim Großen Preis von Spanien dank einer taktischen Meisterleistung seinen dritten Sieg im vierten Saisonrennen eingefahren. Der 36 Jahre alte Brite steuerte seinen Mercedes am Sonntag in Barcelona vor dem lange Zeit führenden WM-Herausforderer Max Verstappen im Red Bull und Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil ins Ziel. Durch den 98. Sieg seiner Karriere baute Hamilton einen Tag nach seiner 100. Pole Position den Vorsprung in der Gesamtwertung auf Verstappen weiter aus und nimmt früh im Jahr Kurs auf seinen achten WM-Titel.

Ex-Weltmeister Sebastian Vettel belegte an einem erneut enttäuschenden Tag Platz 13 und muss weiterhin auf seine ersten Punkte für Aston Martin warten. Neuling Mick Schumacher lenkte seinen unterlegenen Haas-Rennwagen auf Rang 18 und blieb ebenfalls punktlos.

Für Hamilton war es bereits der fünfte Triumph in Katalonien in Serie, damit zog der Titelverteidiger auch mit dem bisherigen Rekordgewinner Michael Schumacher gleich. Beide konnten das Rennen in Spanien insgesamt jeweils sechsmal für sich entscheiden.

8. Mai: Zverev schlägt nach Nadal auch Thiem und steht im Finale von Madrid

Alexander Zverev hat beim Tennis-Turnier in Madrid auch den US-Open-Sieger Dominic Thiem bezwungen und das Endspiel erreicht. Einen Tag nach dem Sieg gegen Rafael Nadal setzte sich die deutsche Nummer eins am Samstag gegen den 27 Jahre alten Österreicher mit 6:3, 6:4 durch. Nach 97 Minuten verwandelte der erneut stark aufspielende Hamburger seinen zweiten Matchball. Im elften Vergleich mit Thiem war es Zverevs dritter Sieg. Bei den US Open in New York hatte der 24-Jährige noch im Endspiel in fünf dramatischen Sätzen verloren. Im Kampf um den Titel trifft Zverev am Sonntag auf den Norweger Casper Ruud oder den Italiener Matteo Berrettini.

7. Mai: Augsburg patzt auch bei Weinzierl-Rückkehr – 1:2 beim VfB Stuttgart

Die Lage des FC Augsburg im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hat sich auch durch die Rückkehr von Markus Weinzierl nicht entschärft. Mit dem Trainer-Nachfolger von Heiko Herrlich verlor der FCA am Freitag mit 1:2 (0:1) beim VfB Stuttgart und wartet nun seit fünf Spielen auf einen Sieg. Philipp Förster (11. Minute) und Sasa Kalajdzic (74.) sorgten mit ihren Treffern für den Erfolg des Aufsteigers, der seine Mini-Chance auf die Teilnahme am Europapokal wahrte. Für Augsburg war der Ausgleich durch Florian Niederlechner (59.) zu wenig. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt vor den Spielen der Konkurrenz am 32. Spieltag drei Punkte.

7. Mai: Eisbären Berlin zum achten Mal deutscher Eishockey-Meister

Die Eisbären Berlin sind zum achten Mal deutscher Eishockey-Meister. Der frühere Serienchampion gewann am Freitag das entscheidende dritte Playoff-Finale gegen Außenseiter Grizzlys Wolfsburg mit 2:1 (1:1, 1:0, 0:0). Damit entschied die Mannschaft von Trainer Serge Aubin die Finalserie mit 2:1-Siegen für sich und gewann das Duell um die 100. deutsche Eishockey-Meisterschaft.

In dieser aufgrund der Coronavirus-Pandemie verkürzten Saison der DEL waren nur zwei anstatt der üblichen vier Siege zum Weiterkommen in den jeweiligen Playoff-Runden und zum Titelgewinn notwendig. Die Berliner hatten das erste Finalspiel gegen Wolfsburg mit 2:3 nach Verlängerung verloren, sich dann aber mit einem souveränen 4:1 in Wolfsburg zurückgemeldet und die erste Meisterschaft in der Club-Historie der Niedersachsen verhindert.

6. Mai: Aogo entschuldigt sich für verbalen Fehltritt im TV und lässt Arbeit als Sky-Experte ruhen

Der frühere Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo hat nur einen Tag nach dem Wirbel um eine rassistische Nachricht von Jens Lehmann an ihn selbst für einen verbalen Fehltritt um Entschuldigung gebeten. Der 34-Jährige bedauerte, dass er als Experte des TV-Senders Sky am Dienstagabend den Ausdruck "Trainieren bis zum Vergasen" gebraucht hatte. Der "Bild"-Zeitung sagte Aogo dazu: "Dieses Wort darf man selbstverständlich in überhaupt keinem Zusammenhang verwenden. Das war ein großer Fehler, ich kann mich dafür nur aufrichtig entschuldigen." Als Konsequenz aus seiner Entgleisung entschied er sich, seine Arbeit als Experte für den TV-Sender vorerst ruhen zu lassen. "Dennis Aogo hat sich entschieden, seine Expertentätigkeit bei Sky vorerst ruhen zu lassen. Dies halten wir für richtig", hieß es in einer Mitteilung des TV-Senders. Der frühere Profi war zuletzt im Rahmen der Übertragung des Champions-League-Halbfinales zu sehen. Die Nationalsozialisten hatten während ihrer Herrschaft in Konzentrationslagern systematisch Millionen von Menschen in Gaskammern ermordet. Zuvor war Giftgas bereits im Ersten Weltkrieg eingesetzt worden.

5. Mai: FC Chelsea folgt Man City ins Finale der Champions League

Der FC Chelsea mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel ist Manchester City in das Endspiel der Champions League gefolgt. Das Team aus London gewann am Mittwoch das Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid 2:0 (1:0) und steht nach dem 1:1 im Hinspiel damit erstmals seit 2012 wieder im Finale der Fußball-Königsklasse. Nationalspieler Timo Werner (28. Minute) und Mason Mount (85.) erzielten die Tore für Chelsea. Man City mit Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola hatte sich tags zuvor gegen Paris Saint-Germain durchgesetzt. Mit den Franzosen hatte Tuchel in der vergangenen Saison noch im Endspiel gegen den FC Bayern München verloren. Das Endspiel findet am 29. Mai in Istanbul statt.

4. Mai: Man City erstmals im Champions-League-Finale – 2:0 gegen Paris

Der designierte englische Fußball-Meister Manchester City hat mit Nationalspieler Ilkay Gündogan erstmals das Champions-League-Finale erreicht. Das Team von Startrainer Pep Guardiola siegte im Halbfinal-Rückspiel gegen Bayern-Bezwinger Paris Saint-Germain 2:0 (1:0) und machte damit nach dem 2:1 im ersten Duell das Weiterkommen perfekt. Am 29. Mai trifft Man City im Endspiel in Istanbul auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen dem FC Chelsea mit Trainer Thomas Tuchel und Real Madrid (Hinspiel: 1:1). Riyad Mahrez erzielte beide Tore (11. und 63.). Wegen eines Frustfouls sah PSG-Profi Angel di Maria die Rote Karte (69.).

4. Mai: José Mourinho wird Trainer von AS Rom

Star-Trainer José Mourinho übernimmt im Sommer den italienischen Fußball-Erstligisten AS Rom. Das teilte der Verein mit. Der 58-jährige Portugiese löst dort seinen Landmann Paulo Fonseca ab. Das Aus für Fonseca, der zum Ende der Saison gehen muss, war erst wenig vorher bekanntgegeben worden. Der Klub steht derzeit auf dem siebten Tabellenplatz in der Serie A in Italien.

Mourinho hatte zuvor in Großbritannien gearbeitet, zuletzt bei Tottenham Hotspur. Er erhält in Rom einen Dreijahresvertrag bis Juni 2024, schrieb der Verein. Zuletzt hatte Manchester United in der Europa League der AS Rom im Halbfinal-Hinspiel eine herbe 2:6-Niederlage zugefügt, danach mehrte sich die Kritik an Fonseca. Der 48 Jahre alte Portugiese hatte im Juli 2019 ein zweijähriges Engagement angetreten, das jetzt nicht verlängert wurde.

4. Mai: Olympiastützpunkt trennt sich von Turn-Trainerin Frehse

Der Olympiastützpunkt Sachsen (OSP) hat sich von der Chemnitzer Turn-Trainerin Gabriele Frehse getrennt. "Das Arbeitsverhältnis zwischen dem OSP Sachsen und der Trainerin Gabriele Frehse wurde beendet", teilte OSP-Leiter Thomas Weise auf Anfrage mit. Wegen des "sensiblen Vorgangs" wolle man keine weiteren Details nennen, hieß es vom OSP. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Gegen die Kündigung will Frehse nach eigenen Angaben vorgehen. "Ich bin davon überzeugt, dass diese Kündigung einer gerichtlichen Prüfung nicht standhalten wird und ich wieder eingestellt werden muss. Das letzte Wort darüber wird also nicht der DTB oder der OSP, sondern das Arbeitsgericht haben", sagte Frehse dem Online-Portal "gymmedia.de" in einem Interview. Der Anwalt von Frehse war für eine Stellungnahme angefragt.

Der Trainerin wird von einer Reihe von ehemaligen Sportlerinnen um Ex-Weltmeisterin Pauline Schäfer vorgeworfen, sie im Training schikaniert, Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht und keinen Widerspruch zugelassen zu haben. Frehse hatte die Vorwürfe, über die das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" als erstes berichtete, mehrfach bestritten

4. Mai: Nordkorea will auf nächste Quali-Spiele zur Fußball-WM verzichten

Nordkorea will seine Fußball-Nationalmannschaft nicht zu den nächsten Spielen der asiatischen Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 nach Südkorea reisen lassen. Ihre Behörde sei darüber informiert worden, dass Nordkoreas Verband die Asiatische Konföderation AFC in einem Schreiben über die entsprechende Absicht unterrichtet habe, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul. Das Ansteckungsrisiko angesichts der Corona-Pandemie sei zu groß, habe es zur Begründung geheißen. Wegen mehrmaliger Spielverlegungen in der WM-Qualifikation hatte die AFC gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden beschlossen, dass die restlichen Zweitrunden-Spiele der acht Gruppen an "zentralisierten Spielorten" stattfinden. Südkorea ist demnach im Juni Ausrichter der Begegnungen in der Gruppe H. In der Gruppe sind neben Süd- und Nordkorea noch Turkmenistan, der Libanon und Sri Lanka vertreten.

4. Mai: Union will offenbar Bayerns Nübel ausleihen – Berater dementiert

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin soll an einer Ausleihe von Alexander Nübel vom FC Bayern München interessiert sein. Laut "Bild"-Zeitung hat der Tabellenachte bereits Gespräche mit dem Ersatzmann von Welttorhüter Manuel Neuer aufgenommen, um den 24-Jährigen in den kommenden beiden Spielzeiten unter Vertrag zu nehmen. Nübels Berater Stefan Backs dementierte eine Kontaktaufnahme. "Fakt ist: Es gibt keinen Kontakt", sagte Backs der Deutschen Presse-Agentur.

4. Mai: Ex-Mainzer Schröder wird Sportdirektor auf Schalke

Der langjährige Mainzer Sportchef Rouven Schröder wird zum 1. Juni Sportdirektor beim FC Schalke 04. Der 45 Jahre alte Ex-Profi wird die Verantwortung für die Kaderplanung, das Scouting und die personelle Besetzung der Fachbereiche übernehmen. Der ebenfalls als Kandidat gehandelte Schalker Ex-Torhüter Mathias Schober wird als Direktor Knappenschmiede und Entwicklung die Gesamt-Verantwortung für den Nachwuchsbereich übernehmen. Zum Sport-Vorstand hatten die Königsblauen bereits Ende März Peter Knäbel ernannt.

3. Mai: HSV stellt Trainer Thioune frei – Hrubesch übernimmt bis Saisonende

Der Hamburger SV hat sich von Trainer Daniel Thioune getrennt. Wie der Fußball-Zweitligist mitteilte, übernimmt Nachwuchsdirektor Horst Hrubesch für die restlichen drei Saisonspiele den Posten und soll versuchen, doch noch das Saisonziel Bundesliga-Aufstieg zu retten. Thioune war erst zu Saisonbeginn vom VfL Osnabrück gekommen. Sein Vertrag war bis Sommer 2022 datiert.

"Ich kenne viele der Spieler und habe in dieser Saison neben einigen Trainingseinheiten mehrere Spiele als Teil der HSV-Delegation gesehen. Zunächst einmal geht es darum, die Köpfe der Spieler freizubekommen", wurde Hrubesch in einem Interview auf der HSV-Homepage zitiert. "Zuletzt hat die Mannschaft leider oft unter Wert gespielt. Sie verfügt über eine andere Qualität, die wir jetzt in den verbleibenden Spielen auf den Platz bringen müssen."

2. Mai: United-Fans stürmen Stadion – Spiel gegen Liverpool verschoben

Nach einem Platz-Sturm der Fans von Manchester United ist das Premier-League-Spiel des Clubs gegen den FC Liverpool verschoben worden. Die Partie könne nicht wie ursprünglich geplant stattfinden, teilte die Premier League mit. Zuvor war der Anpfiff, der für 17.30 Uhr MESZ geplant gewesen war, verschoben worden. Die Fans des englischen Fußball-Rekordmeisters hatten den Rasen im Stadion Old Trafford gestürmt, um gegen die US-amerikanischen Inhaber des Clubs zu protestieren.

United teilte mit, die Entscheidung sei wegen Sicherheitsbedenken gemeinsam von der Polizei, der Liga, den Organisatoren und den beiden Clubs getroffen worden. Der Club erklärte, man erkenne das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedlichen Protest an. "Wir bedauern jedoch die Störung der Mannschaft und die Aktionen, die andere Fans, Mitarbeiter und die Polizei gefährden."

2. Mai: Vettel ohne Chance bei Hamiltons zweitem Saisonsieg

Weltmeister Lewis Hamilton hat das Formel-1-Rennen in Portugal gewonnen. Der britische Mercedes-Pilot fuhr beim dritten Saisonlauf in Portimão seinen zweiten Erfolg in diesem Jahr ein. Der WM-Spitzenreiter verwies seinen Titelrivalen Max Verstappen im Red Bull auf Platz zwei, Dritter wurde der von der Pole Position gestartete Hamilton-Kollege Valtteri Bottas. Für Sebastian Vettel gab es auch im dritten Anlauf bei Aston Martin keine WM-Punkte, der Hesse belegte Platz 13. Neuling Mick Schumacher kam im unterlegenen Haas als 17. ins Ziel. Schon in einer Woche steht in Barcelona der nächste Grand Prix an. 

Vettel fuhr nach einem Drittel der Renndistanz als einer der Ersten zum Reifenwechsel an die Box, während es für Mick Schumacher im Duell mit Masepin in erster Linie darum ging, nicht Letzter zu werden. In seiner Rookie-Saison hielt der 22-Jährige den Russen zwar locker auf Abstand, war im Kampf um seinen ersten WM-Punkt und die anderen Rennställe aber ziemlich unterlegen. Immerhin: Schumacher fuhr bis an den Williams von Nicholas Latifi heran und kam letztlich sogar vorbei.

2. Mai: Schalke holt HSV-Torjäger Simon Terodde

Der FC Schalke hat einen Schritt zum Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft für die kommende Saison in der 2. Fußball-Bundesliga getan und Simon Terodde verpflichtet. Wie das bereits als Absteiger feststehende Bundesliga-Schlusslicht mitteilte, wechselt der 33 Jahre alte Angreifer ablösefrei vom Hamburger SV zum Revierclub und erhält einen Vertrag bis Sommer 2022 mit einer Option auf ein weiteres Jahr. "Simon wird unser Offensivspiel mit seinem Gespür für den torgefährlichen Raum und seiner Kaltschnäuzigkeit im Abschluss bereichern", kommentierte Peter Knäbel, Vorstand Sport und Kommunikation. Der im nur rund 45 Kilometer von Gelsenkirchen entfernten Bocholt geborene Terodde ist nach Danny Latza (FSV Mainz 05) der zweite Neuzugang. Terodde liegt mit insgesamt 139 Toren derzeit auf Rang drei der Liste der Rekordtorschützen der 2. Liga.

2. Mai: Aus in der Champions League: FC Bayern-Frauen 1:4 bei Chelsea

Die Fußball-Frauen des FC Bayern München haben den Einzug in ihr erstes Champions-League-Endspiel verpasst. Die Mannschaft von Trainer Jens Scheuer verlor nach einem großen, aber unglücklichen Kampf das Halbfinal-Rückspiel in London gegen den FC Chelsea mit 1:4 (1:2). Das Hinspiel in München hatte der Bundesliga-Spitzenreiter 2:1 gewonnen. Im Königsklassen-Finale am 16. Mai in Göteborg treffen Chelseas Frauen auf den FC Barcelona. Die Katalaninnen besiegten nach einem 1:1 im Hinspiel Paris Saint-Germain im eigenen Stadion mit 2:1. 

Spielszene aus dem Champions-League-Halbfinale der Frauen zwischen Chelsea und dem FC Bayern
Chelseas deutsche Torhüterin Ann-Katrin Berger unter Druck. Das schafften die Frauen des FC Bayern zu selten und verpassten so den Einzug ins Finale der Champions League.
© Catherine Ivill / Getty Images

Im Stadion Kingsmeadow erzielten Francesca Kirby (10. Minute), Ji So-Yun (43.), die ehemalige Wolfsburgerin Pernille Harder (84.) und abermals Kirby zum Ende der Nachspielzeit die Tore für Chelsea. Für die Bayern traf nur die Österreicherin Sarah Zadrazil mit einem sehenswerten Volleyschuss zum 1:1 (29.). Bis zuletzt hatten die Münchnerinnen große Chance auf das 2:3, das wegen der Auswärtstor-Regel für einen Einzug ins Finale gereicht hätte. Beim 4:1 durch Kirby in letzter Minute war das Bayern-Tor verwaist. Vor zwei Jahren hatten die Bayern-Frauen schon einmal im Halbfinale der europäischen Königsklasse gestanden. Damals hatte sich jedoch der FC Barcelona als zu stark erwiesen.

1. Mai: Borussia Dortmund nach 5:0 gegen Holstein Kiel im DFB-Pokalfinale

Frühe Tore, wenig Spannung – Borussia Dortmund hat das Fußball-Märchen von Holstein Kiel beendet und zum zehnten Mal das Endspiel im DFB-Pokal erreicht. Auch ohne den verletzten Torjäger Erling Haaland wurde der Bundesliga-Fünfte beim 5:0 (5:0)-Kantersieg im Halbfinale über das bisherige Überraschungsteam seiner Favoritenrolle in sehenswerter Manier gerecht. Am Tag der Arbeit sorgten die Torschützen Giovanni Reyna (16./23. Minute), Marco Reus (27.), Thorgan Hazard (32.) und Jude Bellingham (42.) im leeren Signal Iduna Park schon früh für klare Verhältnisse.

Damit kommt es am 13. Mai in Berlin zum reizvollen Duell zwischen dem BVB und RB Leipzig um die Rolle als zweite Kraft im deutschen Fußball hinter Branchenführer München. Anders als in der zweiten Pokal-Runde gegen den FC Bayern gelang dem Zweitligisten Kiel diesmal kein Coup. Für die Kieler war es eine ähnlich deutliche Halbfinale-Schlappe wie 1941 beim 0:6 gegen Schalke. Die Niederlage dürfte zudem den Aufstiegsambitionen der Norddeutschen wenig förderlich sein.

Getrübt wurde die Freude über den Finaleinzug beim BVB durch die Verletzung von Mateu Morey (74.). Der Spanier verletzte sich im Zweikampf und wurde zwölf Minuten nach seiner Einwechslung vom Platz getragen – begleitet von den erschrockenen Blicken seiner Mitspieler.

1. Mai: Bottas verhindert Hamiltons 100. Pole Position

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas hat sich die Pole Position für das Formel-1-Rennen in Portugal gesichert. Der Finne verwies in Portimão in der Qualifikation seinen Teamkollegen Lewis Hamilton mit sieben Tausendstelsekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Damit ließ der britische WM-Spitzenreiter an der Algarve die Chance auf die 100. Pole Position seiner Karriere in der Königsklasse ungenutzt. Dritter wurde Red-Bull-Fahrer Max Verstappen. Sebastian Vettel schaffte es nach zuletzt 15 vergeblichen Versuchen erstmals wieder in den finalen Durchgang der Qualifikation und steuerte seinen Aston Martin am Ende auf Rang zehn.

ldh / ivt / tim / mod / tkr / fs / js / rw / dho / mik / wue / vit / mad / fk / kng / anb / rpw / jek / sve / ls / luh DPA AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker